GlasBlasSing Quintett in Karlsruhe (06.05.2011)

Die Jungs kamen in Ihren schwarzen Fräcken auf die Bühne und stellten sich auf. Dann begannen Sie mit „Beethovens 5. Symphonie“. Ich finde dieses Lied ist einfach ein geniales Anfangslied. Bestimmt viele, vor allem Junge, denken dann bestimmt, sie seinen bei einer Klassikveranstaltung gelandet ;-)


Endie begrüßte uns und stellte die Gruppe vor. Während der Begrüßung kamen noch Nachzügler in den Raum, die von Endie natürlich gleich persönlich begrüßt wurden. In diesem Zuge würdigte er gleich die Raumauslastung, es war nämlich voll =) … Er erklärte, dass dies das zweite abendfüllende Abendprogramm sei (aha!) und wir heute Erkenntnisse und auch Dinge materieller und immaterieller Art gewinnen könnten. Vor allem aber hätten Sie sich im Vergleich zum ersten Programm weiterentwickelt. Peter schien nicht dieser Meinung, denn wie im ersten Programm, so erklärte uns Endie, trage er schon wieder zu jedem Lied ne andere Sonnenbrille. Nichtmal die Erkenntnis, dass Frack und Sonnenbrille nun nicht so gut zusammenpassen, konnte Peter von der Brille abbringen, lieber wollte er den Frack ausziehen. Erst Fritzes Aufforderung er solle doch seine schönen Augen zeigen, zeigte Wirkung und Peter nahm die Brille ab.

Ohne Brille konnte uns Peter dann von seinen kleinen grünen Fläschchen erzählen, dass er bei jeder Gelegenheit dabei hat und dass sonst immer auf seinem Balkon steht. Die Comedian Harmonists hätten das nicht besser gekonnt. Wirklich schön!


Frank erklärte uns nun, wie das mit dem Klatschen zu laufen habe, sowas muss ja auch mal gesagt werden. Dann wollte er wissen, wer denn schon mal bei ihnen gewesen sei. Waren dann anscheinend nicht mal so viele. Er bat dann Peter, vor dem nächsten Lied einige Dinge zu sagen. Doch Peter schüttelte nur traurig den Kopf. Also sprang Endie ein. Der erklärte uns, dass Peter am Anfang ihrer Flaschenmusikerkarriere immer nur singen wollte. Das sei wegen einer unglücklich verlaufenen Liebesgeschichte gewesen. Er könne bis heute nicht darüber reden, aber singen könne er darüber. Und so hätten sie in Zusammenarbeit mit seinen Therapeuten das folgende Lied für ihn geschrieben.

Und dann erzählte uns Peter von seiner unglücklichen Liebe zu „Monika“. Einen wirklich tragische Geschichte. Kein Wunder, dass Peter bis heute nicht darüber reden kann. Aber erstens is alles anders und zweitens als man denkt und Monika ist letztendlich gar nicht die, für die man sie hält. Ein wirklich schönes Lied, vor allem auch wegen des Endes – muss man gesehen haben =) .


Möhre verriet uns, dass sie aber auch bewährte Sachen beibehalten hätten, wie z.B. die bunten Hemden oder eben auch die Sonnenbrillen an den Stellen, an denen sie passen würden, z.B. bei Elvis-Songs. Und so durfte Peter bei dem folgenden Lied, einem Elvis-Song, seine Sonnenbrille herausholen. Darüber freute er sich so sehr, dass er gleich wie eine Rakete einzählen wollte. Da die anderen aber der Meinung waren, dieses Thema nicht durchzustehen, durfte Endie einzählen, der die Sache wesentlich langsamer anging.

Und so begann „Devil in disguise“ in einem wirklich gemächlichen Thema und zog erst im Refrain merklich an. Da aber so sehr, dass der arme Fritze vollkommen außer Atem kam und sie das Lied nun doch langsamer fortsetzen mussten. Einfach zu geil, dass Lied, ich mag die Melodie einfach total, weil sie der totale Ohrwurm ist. Das hätt ich mal gern auf der nächsten CD ;-)


Letztens, so erzählte Endie uns dann, da habe es einen Zeitungsartikel gegeben, der ihnen vorgeworfen habe, dass es in ihren Lieder nur ums Saufen gehen würde. Sie wären daraufhin in sich gegangen und hätten ein neues Thema gefunden – Tiere. Im nächsten Lied würde es um den frühen Vogel (den mit dem Wurm) gehen und dem würde übel mitgespielt werden.

Und dann erzählte er uns die anrührende Geschichte vom frühen Vogel, den die Abwesenheit des Wurmes total aus der Bahn wirft. Dieser ist nämlich einfach zum Angeln gegangen – und das unter der Woche. Man kann doch nicht einfach so seine Pflichten vernachlässigen! Ich liebe dieses Lied einfach, die Melodie, den Text, alles. Ein wunderschönes kleines Schmuckstück! Das muss man einfach genießen!


Peter erklärte uns vor dem nächsten Lied dudenreif, was denn der Titel, „Body Art“ bedeuten würde. Gut, dass er sich das aufgeschrieben hatte ;-) . Aber um uns auch ein paar Beispiele zu geben, erzählte er uns von ein paar Leuten, die Body Art betreiben würden und was denn so die Nebenwirkungen seine (z.B. wird Paul zum Blitzableiter). Eine wunderbar eingängige Melodie und ein wahrlich gelungenes Lied. Daumen hoch.


Endie resümierte, dass sie nun schon über Vogelkunde und Kunsterziehung gesprochen hätten, nun käme Musiktheorie. Er versuchte uns dann zu erklären, was denn Muckerstarre ist, aber Fritze fand das wieder viel zu kompliziert und unterbrach ihn.

Tja und dann folgte die „Muckerstarre“. Ich kann mich mit diesem Lied nicht anfreunden, ich mag es einfach nicht und hätte wahrlich nichts dagegen, wenn es denn endlich mal aus der Show fliegen würde, aber da hab ich ja leider nix zu melden. Immerhin ist es nun in Teil 1, da hat man es schneller wieder verdrängt. Naja, immerhin sehen die Jungs mit den Sonnenbrillen, die Peter ihnen bei dem Lied aufsetzt, echt fesch aus, so dass die nicht geneigte Zuhörerin immerhin was zum gucken hat ;-) .


Nun folgte noch ein wenig Musiktheorie, denn Möhre erklärte sein Arbeitsgebiet – die Wasserspender-Bass-Drum. Es gäbe da auch noch die Wasserspender-Djembe-to-go und zusammen würden sie so klingen.

Und schon begann er mit „Bottle Drum“ und spätestens nach dem zweiten Takt gingen Laute des Erkennens und Klatschen durch den Saal, da das Publikum den Originaltitel erkannt hatten. Aber das Lied ist ja auch einfach total eingängig und voll der Ohrwurm. Mein Lieblingsteil ist und bleibt darin jedoch optischer Natur, ich find es einfach zu geil, wenn Fritze, Frank und Endie ihr Kästensolo haben. Schon echt beeindruckend, mit was man alles so Musik machen kann ;-) .


Endie und Fritze stellten sich nun am Popp-Tablett in Position leckten demonstrativ die Daumen ab und zeigten uns, was sie damit im Duett so alles machen könnten. Nachdem sie eine Weile munter Töne geklimpert hatten, begannen sie, nun unterstützt von Peter, Frank und Möhre mit dem „Türkischen Marsch“ von Mozart. Ich mag das Lied ja schon von Mozart, aber diese Umsetzung ist alleine schon wegen zweier ploppender Brüder einfach genial. Besonders süß am Ende: Endie lässt Fritze nicht mehr mitploppen und dieser muss sich eine andere Beschäftigung suchen, die Musik steht ja. Da wird er kurzentschlossen zum Animiert-Boy und schwingt die Hüften =) …


Und dann kam es, dass unausweichliche, letzte Lied vor der Pause. Denn „15 Minuten“ wollten die Jungs danach Pause machen. Vielleicht auch zwei, drei mehr … ;-) . Ich mag das Lied, ein schöner Text und eine wunderbar eingängige beschwingte Melodie. Alles könnte perfekt sein, wenn man mit diesem Lied nicht daran erinnert werden würde, dass nun schon das halbe Konzert vorbei ist =( .


Nach ein bisschen mehr als 15 Minuten ging es dann weiter mit der zweiten Hälfte. So ganz kann ich mich aber an „Good vibrations“ als Anfang immer noch nicht gewöhnen. Vor allem nicht, wenn es schief ist. Ich mag das Lied total gerne, eigentlich auch in der GBSQ-Version, aber für mich ist das kein Anfangslied, eher eines, dass man irgendwo kurz vor Ende reinbaut, wenn die Stimmung gut ist und man einen kleinen nachdenklicheren Akzent setzten will, weil die Strophen durch ruhiger sind. Naja, immerhin gibt’s was zu lachen, wenn Fritze beim Ploppen in der Flasche stecken bleibt, da vergisst man doch den einen oder anderen schiefen Ton ;-)


Endie begrüßte uns zum zweiten Teil und wollte wissen, ob sich in der Pause jemand an der Flaschenmusik probiert hätte. Ein paar gaben das zu. Für das nächste Lied sei das Loop-Gerät wichtig. Er begann und die Funktionsweise zu erklären, aber Fritze fand, dass habe den Charme eines Versicherungsvertreters. Er war eher für Zeigen und bat Frank und Möhre, die Funktionsweise des Gerätes zu demonstrierten. Nachdem wir die Funktionsweise des Loop-Geräts verstanden hatte, meinte Endie, nun würde ein Medley aus verschiedenen schwäbischen Hits kommen.

Und wirklich, mit dem „Fanta-4-Meldey“ konnte man auch in Baden was anfangen – wesentlich mehr als in manch anderen Teilen Deutschlands ;-) … Endie erzählte uns vor dem Hintergrund von bekannten Hits der Fantastischen Vier von seiner nervenaufreibenden Suche nach einem Ersatz für seine kaputt gegangenen Flasche. Schön die Fanta-Melodienen sind sehr eingängig, aber mit diesem neuen Text – Hammer. Man könnte glatt meinen, die Lieder hätten schon immer von Flaschen gehandelt ;-) .


Nun, so Endie, kämen sie wieder zum Thema des Abends: Tiere. Letztens wäre aus dem Badezimmer so ein komisches Geräusch gekommen, das hätte so geklungen, wie wenn dort jemand ein Fahrrad aufpumpen würde. Er habe nachgeschaut und nur den Kater gefunden. Wenn man nun allerdings das Bild von einem gut aufgepumpten Fahrrad und des Katers zusammenpappen würde, dann käme das folgende Lied dabei raus.

Und er erzählte uns die Geschichte vom kleinen Katzenmann, der mit seinem Fahrrad durch die Wohnung heizt. So ne putzige Katze hätt ich wahrlich auch gerne. Süß =D …


Der kleine Katzenmann, so verriet uns Frank, würde mittlerweile vielleicht schon für die Tour de chat (Tour für die Katz – das ist in Frankreich) trainieren. Für Tiere sei sowas ja ein Problem, die würden sich überall auf der Welt verstehen. Der Mensch dagegen müsse eine fremde Sprache lernen. Das folgende Lied sei auch in einer fremden Sprache und zwar auf bayrisch. Sie wollten damit einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Nun kamen Möhre, Peter und Endie mit umgebundenen Melkschemeln auf die Bühne und begannen zu singen. Das hörte sich allerdings noch viel fremdländischer als Bayrisch an und nachdem die Jungs das Blatt richtig rum drehten, verstand man auch die Botschaft des „Bayrischen Liedes“. Wie kann es anderes – es geht um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Und alles andere muss man gesehen und vor allem gehört haben, denn dieses Lied lebt eindeutig von seiner Darbietung und nicht von seinem Inhalt ;-) .


Auch im nächsten Lied würden sie die Ukulele benötigen, so Endie, man solle schließlich nicht denken, sie würden keine klassischen Instrumente beherrschen. Im folgenden Lied würde es wieder um eine Sprache gehen, allerdings sei es diesmal eine Sprache, die sie sogar beherrschen würden, nämlich ihren Heimatdialekt. Sie seien im Harz aufgewachsen und hätten sich dort die Kindheit und die Ohren geschlagen. Wenn sie im Land unterwegs wären, würde man oft behaupten, sie würden sächseln. Dem sei aber nicht so. Wie man dass nennen, was sie sprechen würden, würden wir erfahren, vielleicht könne man ja sagen, der Harzer harzt. Im Lied würde es auch einen Mitmachteil geben, Fritze hätte deshalb extra für uns Schautafel zum Mitsingen dabei.

Und dann demonstrierten sie uns in „Harz aber herzlich!“, wie es sich anhört, wenn man harzt. Und mitsingen durften wir natürlich auch und nun können wir auch harzen! Ja, so macht Sprache Spaß!


Fritze verriet uns, dass nun ein romantisches Lied kommen würde. Sie hätten sich dabei das Konzept von Bodo Wartke geklaut. Der würde in seinen Liedern immer die Namen von Frauen verwenden und hätte damit totalen Erfolg. Leider hätte er alle Vornamen aufgebraucht, so dass sie Nachnamen hätten nehmen müssten.

Nur diesmal spielten sie die Boogie-Woogie-Bass-Linie nicht live ein, sondern drückten nur das Knöpfchen. Fand ich nicht sonderlich gut, schon seit die Boogie-Wooge-Leiste weg ist, fehlt dem Lied einiges an Charme, aber so is alles weg. Vor allem kann man so nicht nachvollziehen, wie die Melodie entsteht, da kommt man eher auf die Gedanken, dass der Rest Musik und der Gesang auch eingespielt ist. Naja, also in meinen Augen wahrlich keine Verbesserung nur ne Zeiteinsparung. Ansonsten versuchten sich die Jungs in „Müller, Maier, Schulze“ mehr oder minder erfolgreich daran, Frau Schultze, Frau Lehmann und Frau Naumann für sich zu gewinnen. Aber von den Damen war wieder keine da – wie immer ;-)


Nun, so verriet uns Frank würden sie ein kleines Spiel mit uns machen. Frank wählte zwei Kandidaten aus, die lustigerweise beide Susanne hießen und die mussten im nächsten Lied, dem „Western-Medley“, das im weiteren und engeren Sinne aus Westernmelodien bestand, die Titel erkennen. Am Ende stellte sich übrigens heraus, dass Susanne gewonnen hat =)


Nachdem Endie dann die Gewinne vorgestellt hatte und erfolgreich die Werbung für Fritzes Laden angebracht hatte, meinte er, dass er und Frank im folgenden Lied einen Husarenritt auf den Piccoloflaschen unternehmen würden. Wir dürften sie dabei gerne unterstützen.

Und dann folgte der „Ungarische Tanz Nr. 5“ von Brahms. Ein wirklich tolles Lied, schon im Original ;-) . Heute schafften es die Jungs auch fehlerfrei, dass ist aufgrund der Zickigkeit der Piccoloflaschen nämlich nicht immer der Fall ;-) .


Das nächste Lied, so Endie, würden Sie wieder auf der Ukulele spielen. Wir müssten dann mitsingen, aufgeteilt in Herren und Damen, was wir zu singen haben, würde sich aus dem Lied ergeben. Er fing gerade an zu spielen, als er merkte, dass die Töne vielleicht doch nicht so klingen, wie gewollte und so musste er nochmal nachstimmen.

Nach den ersten Takten, Möhre hatte gerade mit dem Schlagzeug begonnen, unterbrach er nochmal und korrigierte seine Ukulele. Die Kollegen hatten zwar keinen falschen Ton gehört (Peter: Klingt wie immer!), ließen ihn aber dennoch machen und dann konnte „Schluss“ endlich beginnen. Und wir mussten gleich in den Mitsingteil einsteigen. Nach einigem Üben fanden die Herren auf der Bühne das auch soweit ansprechend, dass sie Ihren Part zum Lied beitragen konnten. Ich mag das Lied unglaublich gerne. Es hat nur einen entscheidenden Nachteil: es ist das letzte Lied des offiziellen Teils. Das macht es doch ein wenig unsympathisch ;-)

Nach frenetischem Applaus verabschiedeten sich die Jungs von der Bühne, kamen aber gleich wieder, um von uns das obligatorische Foto zu schießen. Endie erklärte uns dann, dass sie im nächsten Lied unsere Unterstützung benötigen würden, sie würden schon seit einer Weile versuchen, das Lied bis zum Ende durchzuspielen, aber für Frank sei das so anstrengend, er würde es nie schaffen. Um ihn zu unterstützen, sollten wir ganz laut „Zieh Frank“ rufen, wenn wir merken würden, dass ihm die Kräfte schwinden.

Gesagt getan, wir unterstützen Frank bei „Viva Las Vegas“ nach all unseren Kräften und dennoch war er am Ende so erledigt, dass Endie ihm am Hemdkragen vor das Mikro halten musste … armer Frank, die Plastikflaschentuba hat es eben echt in sich.


Im nächsten Lied, so Endie, könne Frank ein wenig Pause machen. Wir nicht. Das Lied sei erst so ein wenig traurig, würde dann aber so richtig knuffig werden und im Refrain müssten wir dann schunkeln, singen und miteinander transzendieren. In diesem Moment fiel Endie ein, dass sie letztes Jahr an dieser Stelle verkündet hätten, dass Lena den ESC gewonnen habe. Sie hätten der Lena eindeutig Glück gebracht und nun seien die Veranstalter so doof und würden den ESC in der darauf folgenden Woche veranstalten (was damit vielleicht erklärt, warum die Lena nur Zehnte wurde ;-) ).

In „Wer Abschied nimmt“ schunkelten, sangen und transzendierten wir dann wie angewiesen. Schönes Lied nur irgendwie immer am Konzertende – und das is doof!


Als allerletzte Zugabe kam dann ein Lied, dass sie schon lange nicht mehr gespielt hatten. Dafür würde man nur vier Instrumente benötigen, alle ohne Stimmflüssigkeit (Möhre und Fritze demonstrierten das mit einer eindrucksvollen Choreografie). Warum das so seien müsse, würden wir im Lied merken.

Und dann begannen sie mit „Hit the road, Jack“ und wir erfuhren, warum die Flaschen keine Stimmflüssigkeit haben – wäre beim Werfen ja auch ein wenig hinderlich ;-) . Besonders lustig geriet diesmal der Schluss des Lied. Schon beim letzten Abschnitt des Flaschenreichens und -werfens kam es zu einiger Verwirrung und noch mehr Gegrinse, da die Flaschen nicht schnell genug von einem zum anderen wanderten. Der krönende Abschluss, im wahrsten Sinne des Wortes, war jedoch der Abgang. Eigentlich gehen die Jungs in einer Schlange von der Bühne, das schafften sie diesmal aber irgendwie nicht und so gingen zwei rechts raus, zwei links raus und Peter blieb verwirrt alleine zurück. Da er aber nicht als einziger auf der Bühne stehen bleiben wollte, ging er, nachdem er sich verwirrt umgeschaut hatte, einfach durch die Mitte. Das war mal ein Abgang! Schade dass wir das nicht gefilmt habe =D .


Fazit: meeeehr … ich bin froh, dass es nicht lange bis zum nächsten Konzert dauert ;-)

Adventskalender

Wen ich schon sonst im Moment nix schreibe, hier ist immerhin zwei Adventskalender, der sich anzuschauen lohnen!

Viel Spaß!

 

Adventskalender des GlasBlasSing Quintetts

Adventskalender von medlz-fenz

 

Kein Kommentar

Vorübergehend sind in meinem Blog keine Kommentare möglich, ich hab nämlich keine Lust, jeden Morgen drei Spameinträge zu löschen. Ob ich die Kommentare wieder aktiviere oder doch mit Blog-Passwort arbeite, muss ich noch sehen.

Radwege

Heute hatte ich mehrmals die Gelegenheit, mich zu fragen, was

bedeutet. Ich interpretiere es ja als Weg für Fahrräder. Aber irgendwie gehöre ich damit einer Mindermeinung an. Der Großteil interpretiert es nämlich so:

oder auch so:

 

 

Demnächst schraub ich mir einen 

an, dann treff ich die Autos und Fussgänger vielleicht besser .

Eigentlich schade, wo wir doch ein wirklich gutes Netz an Fahrradwegen haben. Da denkt man doch, dass Fahrräder zum Alltag gehören. Aber die wenigsten scheinen daran zu denken, dass dort ein Fahrrad fahren könnte.

 

Neue Schadtaten :D

Auch wenn das mit dem Umbau immer noch nix geworden is ... ich hab mal die Rubrik "Da bin ich demnächst" auf den neusten Stand gebracht und weit ins Jahr 2011 geplannt :D

Der Umbau und auch die noch ausstehenden Konzertberichte sind nicht vergessen, aber ich hab noch Restumzugschaos und bevor das nicht weg ist, kann ich mich nicht ruhigen Gewissens an den PC setzen. Aber ich hoffe sehr, diese Woche endlich fertig zu werden und dann mal wieder Zeit für die "wirklich wichtigen Dinge" zu haben ;-)

Liebe Grüße übrigens an alle, die hier tatsächlich noch mitlesen :-) 

Wieder da ....

So, ich hab die Prüfungen erfolgreich überstanden. Heißt, ich kann mich nun auch meinen Blog wieder widmen. Ich versuche nun, die Konzertberichte der letzten Zeit auzuarbeiten (den vom GlasBlasSing Quintett in Öhringen hab ich grad veröffentlicht) und den Blog auch mal umzugestalten, so ganz gefällt mir das Design nicht mehr ... aber ich ab nich so ganz die Ahnung wie ich meine viel zu genauen Vorstellungen hier umsetzen soll. Und leider stehen ja doch noch wichtigere Dinge wie Umzug an ... mal schaun, wie schnell sich hier was ändert, aber ich bin nun definitiv wieder öfter hier

GlasBlasSing Quintett in Öhringen (23.02.2010) (Keine Macht den Dosen!)

Kleine Vorbemerkung: Ich kenne die offiziellen Titel der Lieder nicht und hab deswegen meistens geraten. Wenn also jemand die richtigen Titel kennt, darf er sie mir gerne verraten und ich änder den Bericht  
 
 
Am 23.02.2010 gab's für mich das dritte „Keine Macht den Dosen“ und das letzte bis Mai - ein Grund mehr, das Konzert in vollen Zügen zu genießen. Dazu hat aber auch die Halle in Öhringen beigetragen. Sie verströmte zwar nur Sporthallen-Flair, aber es gab schöne Vierertische, auf den schön mit Blumen und Kerze dekoriert worden war.
 
Aber nun zum wichtigen Teil . Um 20 Uhr ging's endlich los und das GlasBlasSing Quintett kam in Fräcken auf die Bühne. Richtig ungewohnt sieht das aus, ist man doch sonst nur die bunten Hemden gewöhnt. Aber schick is es
… passend zu den Fräcken gab es auch gediegene Musik, nämlich von Beethoven. Die Jungs bliesen und ploppten uns die „Fünfte Symphonie“ vor. Das find ich jedes Mal wieder beeindruckend, weil es doch ein Stück ist, dass man nach dem ersten Programm nicht unbedingt von den Jungs erwartet hätte. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass es bei den Neuhörern doch den einen oder anderen gibt, der sich bei so einer Konzerteröffnung denkt: Mist, die machen ja Klassik, sowas wollt ich mir doch garnicht anschauen … Alles in allem sowieso ein wunderschönes Lied, bei dem das GlasBlasSing Quintett zeigt, dass hier die Meister auf den Flaschen ein Lied des Meisters spielen.

Nach dem Lied begrüßte uns Endie bei „Keine Macht den Dosen“. Dies sei ihr zweites abendfüllendes Programm, bei dem sie das Konzept der Flaschenmusik weiterführen und verfeinern würden. Sie würden sich freuen, dass der Saal heute voll sei, was sicher auch an der geschickten Betischung und Bestuhlung läge (also ICH fand's schön so). Er erzählte uns dann, was uns an dem heutigen Abend erwarten würde, denn sie würden tuten, ploppen, klimpern, singen und noch einiges mehr. Außerdem können wir auch was gewinnen, aber nicht nur materielle Dinge sondern auch Erkenntnisse. Er wollte noch weiter fortfahren, aber Peter klimperte im Hintergrund gelangweilt mit den Flaschen und setzte sich eine Sonnenbrille auf. Das ärgerte Endie doch ein bisschen und er wollte von Peter wissen, was er den gerade gesagt habe. Der gab zu, nicht zugehört zu haben und murmelte was von Dosen. Endie berichtigte und meinte, dass es um Flaschen und vor allem um Weiterentwicklung ginge. Und dazu würde es doch gar nicht passen, dass er, Peter, eine Sonnenbrille trage. Das sei nun wirklich im ersten Programm ausgereizt worden, als er bei jedem Lied eine andere Sonnenbrille getragen habe.

Peter setzte die Sonnenbrille dann widerwillig ab und es konnte weitergehen mit „Mein kleines grünes Fläschchen“. Peter erzählte uns darin von seinem ständigen Begleiter, dem kleinen grünen Fläschchen. Auch bei diesem Lied handelt es sich, was die Musik betrifft, um eine Coverversion. Im Original handelt das Lied nämlich von einem Kaktus und wurde von den Comedian Harmonists gesungen. Aber die Jungs haben das wahrlich würdig adaptiert. Man könnte fast meinen, das Lied habe schon immer von Flaschen gehandelt

Frank meinte nach dem Lied, das sei ja schon nicht schlecht gewesen – von ihnen (wie war das mit dem Eigenlob ?). Frank erklärte uns, während sich die anderen ihrer (mit Klettverschluss festgemachten und über die normalen Bühnenklamotten gezogenen) Fräcke entledigte, dass bei ihnen aufgrund des Instrumentenwechsels zwischen den Liedern immer Pausen entstehen würden. Wenn wir das merken würden, sollten wir doch einfach ein bisschen länger klatschen, das habe sich bereits im ersten Programm bewährt. Er wollte dann auch gleich wissen, wer den bereits das erste Programm gesehen habe. Ein paar waren es schon. Nun sollte es aber mit dem nächsten Lied weiter gehen und Frank überließ Peter das Wort. Doch der schüttelte nur traurig den Kopf und meinte, es gehe nicht. Also musste Endie uns erklären, was Peter so bedrückt. Es handelte sich, wie kann es anders sein, um eine unglückliche Liebe. Peter könne nicht drüber sprechen, aber drüber singen. Und deswegen hätten sie in Zusammenarbeit mit seinen Therapeuten das folgende Lied entwickelt und würden nun hoffen, dass es Peter so gelänge, sein Trauma zu überwinden.

Und so erzählte uns Peter von seiner alten, verflossenen Liebe, „Monika“. Es ist eine wirklich tragische Geschichte mit wahrlich überraschendem Ende, denn nicht ist so, wie es am Anfang scheint. Und vor allem Monika ist nicht die, für die man sie hält … ein wirklich tolles Lied, im Original von Umberto Tozzi mit dem Titel „Ti amo“. Ich muss ja ganz ehrlich bekennen, dass ich besonders mag, dass Endie in dem Lied Mundschlagzeug macht . Und die Wendungen in dem Lied und vor allem die spätere musikalische Erkenntnis, wer Monika ist … nein, ich verrat mal nich mehr, das muss man sehen und hören .

Nach dem Lied klappte auch die Sache mit dem Applaus ganz super. Möhre erklärte uns nun, dass sie beim neuen Programm nicht alles neu gemacht hätten, einiges Altes, Bewährtes, sei auch erhalten geblieben, beispielsweise ihre bunten Hemden. Aber auch einer anderen Tradition seinen sie gefolgt: Ein GlasBlasSing Quintett-Programm ohne Elvis-Song, dass sei einfach unvorstellbar. Und nun durfte Peter auch endlich seine Sonnenbrille aufsetzen. Er freute sich darüber so, dass er viel zu schnell einzählen wollte.

Aber, so Endie, „Devil in disguise“ sein ein getragenes Lied und so zählte er viel langsamer ein. Getragen gilt aber nur für die Strophen, im Refrain geht das Lied nämlich voll ab. Bis sich das mitten im Lied umkehrt, was sich einfach sehr lustig anhört. Besonders gelungen find ich ja auch die Übersetzung in anderen Sprachen am Ende des Liedes, wie beispielsweise ins Deutsche. Denn eins is klar, der „Devil in disguise“ kann nur der „Teufel im Kostüm von Norbert Blüm“ sein.

Nach dem Applaus erzählte uns Endie, das sie letztens einen Zeitungsbericht gelesen hätten, in dem kritisiert worden sei, dass es in ihren eigenen Texten immer nur um Bier oder ums Saufen gehen würde. Das hätte sie sehr empört, sie hätten ihre alten Texte nochmal angeschaut und müssten dem Autor an dieser Stelle recht geben. Ein neues Thema musste also her. Sie hätten sich in einer Berghütte eingeschlossen und dort über ein neues tragfähiges Thema nachgedacht. Das hätten sie auch gefunden: Tiere (das Publikum fand das übrigens sehr lustig, wahrscheinlich konnten sie sich nicht vorstellen, dass gerade das ein tragfähiges Thema sein könnte). Im nächsten Lied würde es um einen Vogel gehen, und zwar den frühen (also den mit dem Wurm). Diesem Vogel würde übel mitgespielt werden.

Und wirklich, „Der frühe Vogel“ hat im nächsten Lied viel zu erleiden, denn der Wurm, den er fangen will, hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Ein wirklich wunder-, wunderschönes Lied. Eine wunderbar leichte Melodie, ein schön durchdachter Text. Kurz, mein absoluter Favorit aus dem neuen Programm, vor allem auch, weil ich Endie so gerne singen höre. Ganz großes Kino. So macht das Thema Tiere Spaß . Für mich neu war an dieser Stelle die kurz vor Ende eingebaute Choreographie zum Refrain, in der die Jungs den frühen Vogel, das Nichtverstehen der Welt und einige andere Dinge verbildlichten. Damit auch wirklich jeder versteht, worum es in dem Lied geht … Aber sehr schön anzusehen.

Peter baute nun einen kleinen geheimnisvollen Kasten auf. Endie und Fritze erzählten uns, dass sie durch diesen Kasten nun erstmal überflüssig seien, sie würden aus dem Grund mal zu uns runterkommen. Endie beruhigte uns aber gleich, wir müssten nun nicht wie im ersten Programm mit ihnen ein Lied spielen – in Zeiten der Vogel- und Schweinegrippe seien sie davon doch ein wenig abgekommen. Aber er wolle uns schnell erklären, was es mit dem geheimnisvolle Kasten auf sich habe. Es würde sich um ein Loop-Gerät handeln, das die Geräusche, die in das dazugehörige Mikrofon (das mit der Halskrause ) gegeben würden, aufzeichnen würde, die Peter bei Drücken des richtigen Knopfes zu momentan gemachten Geräuschen dazuschalten könne. Also eigentlich ganz einfach – wenn Peter es richtig anstellt, können beispielsweise 10 Glasbläser auf der Bühne sein – jedenfalls klanglich gesehen. Fritze seinerseits nütze Endies Erklärung, das Publikum näher kennen zu lernen und schüttelte zahlreiche Hände und meinte dann, dass Frank und Möhre bei dieser ganzen Theorie das Loop-Gerät vielleicht mal praktisch vorführen sollten.Taten die beiden dann auch mit einem Beispiel und dann wurde es erst, denn die Jungs starteten die Lieder-Raterunde (mit neuen Liedern). Die beiden Gewinner bekamen auf der Stelle ein Instrument und qualifizierten sich für die zweite Runde.

Nach dem gebührenden Applaus für die Gewinner ging's weiter mit „Body Art“. Peter definierte uns erstmal lexikonreif, was wie uns unter Body Art denn überhaupt vorzustellen hätten. Dann setzten die anderen Jungs mit der Melodie ein und Peter brachte uns verschiedene Arten von Body Art näher. Ich mag das Lied einfach, vor allem die Melodie ist so eingängig. Einfach schön :-) .

Danach erzählte Möhre uns, dass das große Instrument, dass er vor sich stehen habe, die Wasserspender-Bass-Drum sei. Sie wollten sie eigentlich schon im ersten Programm zum Einsatz bringen, aber das habe nicht geklappt, da sie es erst jetzt geschafft hätten, die Flasche auszutrinken. Die Wasserspender-Bass-Drum hätte auch noch einen Kumpel mitgebracht, die Wasserspender-Cymbal-to-go und wie sich die beiden zusammen anhören würde, würde er uns im nächsten Lied demonstrieren.

Möhre begann mit „Bottle Drum“, doch bevor Peter mit singen begann, setzte er sich um Möhre jeweils noch eine herzförmige Sonnenbrille (Peter natürlich in rosa und Möhre in rot) auf. Aber das Lied hat natürlich noch andere optische Anreize zu bieten. Besonders gelungen finde ich den Kästen-Percussion-Teil, bei dem Frank, Fritze und Endie auf halben Bierkästen Musik machen. Man kann die nämlich z.B. deren Griff rein und rausziehen, auf die draufhauen und sich draufsetzen – und alles ergibt wunderbar rhythmische Geräusche . Ein, gerade was die Choreographie und auch die Kreativität angeht überaus gelungenes Lied, das sich bei Publikum immer größter Beliebtheit erfreut – vielleicht liegt's auch einfach daran, dass das Publikum das Lied (ein bisschen anders) aus dem Radio kennt ;-) .

Ohne Moderation ging's mit dem nächsten Lied weiter, die Jungs bauten während des Applauses noch fix auf. Endie und Fritze standen nun am Ploppflaschen-Brett und ploppten mit vier Daumen munter drauf los und nach dem Intro war klar, dass nun nur der „Türkischer Marsch“ von Mozart kommen konnte. Hammer … grad bei solchen Stücken sitze ich immer wieder staunend mit offenem Mund da. Das Kunst von Können kommt, sollte hiermit ja eindeutig bewiesen sein! Einfach nur beeindruckend, das Lied. Und ich mag diesen Kontrast zwischen zeitgenössischen Stücken und Klassik sowieso total, weil man es einfach nicht erwartet und doch beides schön ist. Das ist auch das, was mit am neuen Programm so gefällt, dieser Kontrast.

Nun kam die Stelle, an der ich eigentlich auf Muckerstarre eingestellt war, aber die hatte sich ja in die zweite Hälfte verdrückt. Also ging's ohne Moderation weiter mit „15 Minuten“, in dem uns Peter erzählt, was man alles in 15 Minuten erledigen kann. Ein wirklich lässiges Lied, vor allem was die Melodie angeht (Endie spielt übrigens die Trommel ). Ich mag dieses Lied wirklich, vor allem ist gerade das Intro voll der Ohrwurm. Alles in allem eine wirklich charmante Art, die Pause einzuläuten, die folgte nun für 15 Minuten (oder auch zwei, drei mehr ).

Nach der Pause kam erstmal nur Peter auf die Bühne und zählte das nächste Lied ein. Nach und nach kamen die anderen auf die Bühne und setzten mit ihren Flaschen ein und die Melodie baute sich zu Brahms Stück mit dem Titel „Ungarischer Tanz Nr. 5“ auf (was man nicht alles für Sätze baut, um der deutschen Grammatik gerecht zu werden *seuft*). Einige der Töne klangen dabei allerdings so schräg, dass Endie lachen musste und dann gab's gar keinen Ton mehr. Wie stellte er so treffend nach dem Lied fest: „ Wir hätten die Fläschchen vor dem Konzert doch noch mal stimmen sollen“ - Recht hat er! Trotzdem eine wundervolle Darstellung eines wundervollen Stücks

Peters erste Handlung nach dem wohlverdienten Applaus war, sich und den anderen schwarze Sonnenbrillen aufzusetzen. Endie war davon ein wenig genervt (warum eigentlich – es sah doch bei allen fünf äußerst chic und schnittig aus!) und erzählte uns, dass es im nächsten Lied um das Phänomen der Muckerstarre gehen solle. Endie erklärte das dann lang und breit, bis Fritze ihn unterbrach und meinte, es würde schlicht und einfach um Rockmusiker gehen, die saufen und deswegen am nächsten Tag halbtot in der Ecke liegen würden. So wie sie eben vor 30 Jahren . Heute, so Endie, würden sie aber Kleinkunst machen, wobei der eine eher der Künstler und der andere klein sei (dabei folgte ein bedeutungsschwerer Blick zu Fritze).

Da der dies zum Glück nicht so ganz verstand, konnten die Jungs mit „Muckerstarre“ beginnen. Peter und erzählte uns von Tag nach der durchzechten Nacht. Jaja, die Muckerstarre ist ein hartes Los – der Arme. Alles in allem ein nettes Lied mit einer wahrlich netten Idee dahinter, aber trotzdem – so ganz vom Sitz haut es mich leider nicht.

Ohne Moderation ging's dann weiter mit einem dem „Fanta-4-Medley“. Endie schilderte Peter darin den tragischen Verlust seiner Lieblingsflasche. Eine wirklich tragische Geschichte. Ich mag Die Fantastischen Vier sehr und so ist es natürlich besonders schön, dass die Jungs die Lieder so gelungen aufgegriffen und umgesetzt haben. Auch wenn es sich nicht danach anhört, ist bei dem Lied auch alles „live“, was die Jungs in genau dem Augenblick nicht machen haben sie mit dem Loop-Gerät vorher aufgezeichnet und spielen es dann ein. Wow – eines meiner Highlights des Abends. Einfach nur geil!

Weiter ging's dann mit dem Thema des Abends: Tiere. Endie erzählte uns, dass er letztens aus ihrem Badezimmer ein seltsames Geräusch gehört habe. Er habe sich gefragt, wer denn da sein Fahrrad aufpumpen würde, habe nachgeschaut, aber nur den Kater gesehen, der im Katzenklo sein Geschäft verscharrte. Wenn man nun das Bild des Katers mit dem des Fahrrades zusammenbauen würde, würde das folgende Lied dabei herauskommen.

Und so erzählte er uns im folgenden Lied mit dem Titel „Der kleine Katzenmann“ von seinem Haustier, dass in seiner Fantasie mit seinem Katzenrad durch seine Wohnung saust. Ich muss ganz ehrlich zugeben, beim ersten Hören des Liedes hab ich mich allen Ernstes gefragt, wie viele Cis Null der Verfasser dieses Liedes beim Komponieren hergestellt hatte, aber schon beim zweiten Hören hatte sich der Kater in mein Herz gefahren – also Daumen hoch für dieses leicht durchgeknalltes Lied mit Ohrwurmqualitäten .

Frank verriet uns noch, dass der kleine Katzenmann schon für die Tour de chat (die Tour für die Katz) trainieren würde, die sei in Frankreich. Verständigung sei für so ein Tier ja gar kein Problem, ganz anders bei den Menschen. Sie würden versuchen, mit ihrem nächsten Lied ein wenig zur Völkerverständigung beizutragen. Das Lied sei nämlich in einer fremden Sprache verfasst, die sie auch nicht in der Schule gelernt hätten. Sie würden sie also auch nicht so richtig beherrschen, sie hätten es aber trotzdem gewagt. Das nächste Lied sei auf Bayrisch und es würde um eine ganz alltägliche Geschichte wie jeder sie kennen würde, gehen. Da sie diese Sprache, wie Frank ja gestanden hatte, nicht als Muttersprache beherrschten, mussten sich Möhre, Peter und Endie noch gesondert vorbereiten. Neben original bayrischen Stühlen hatten sie zur Sicherheit auch den Songtext dabei, den Endie auf einen Notenständer stellte. Sie fingen an zu singen, doch man konnte sie nicht verstehen.

Nachdem Endie jedoch das Blatt um 180 Grad gedreht hatte, konnte man auch den „Bayrischen Song“ verstehen – obwohl er auch für die Meisten im Öhringer Publikum in einer Fremdsprache sein dürfte . Ich find die Idee und die Umsetzung ja ganz nett – aber trotzdem, ich mag dieses Lied einfach nicht sonderlich, liegt vielleicht an der Musikrichtung, in der das Lied verfasst ist. Es is einfach nich mein Ding, soll auch mal beim GlasBlasSing Quintett vorkommen .

Endie warnte nun die zwei Gewinner vom ersten Teil vor, sie müssten jetzt nochmal ran (naja, der eine Teilnehmer war neu, weil die eine Gewinnerin aus Teil 1 aus Fairness-Gründen nicht antrat – sie kannte nämlich das Medley bereits mehr als gut und durfte dafür nachher die fehlenden Stücke nennen ). Endie kündigte ein Medley an, bei dem die Teilnehmer so viele Lieder wie möglich erraten müssten.

Nun folgte „Ein bunter Strauß Westermelodien“ und immer wieder ging ein Lachen oder ein erstauntes „Ahhh“ durch den Raum, als der eine oder andere eine Melodie erkannte. Letzendlich gab's einen klaren Sieger und Endie konnte den Werbeblog einläuten und die Preise für den Gewinner erklären .

Fritze verriet uns dann, dass sie das nächste Lied von ihrem Kollegen Bodo Wartke geklaut hätten. Bodo Wartke würde immer Lieder über Frauen schreiben. Es gäbe da beispielsweise Lieder über Andrea, Claudia, Verena, Ecetera (ach, die Dame kenn ich noch gar nich ). Er würde damit immer super bei den Frauen ankommen. Das GlasBlasSing Quintett hätte deshalb beschlossen, die Idee auch aufzugreifen, aber da sie zu fünft seien, bräuchten sie auch fünf Frauen im Lied. Und damit der Bodo nicht so schnell merken würde, dass sie sein Konzept geklaut hätten, hätten sie Nachnamen genommen.

Und so durfte jeder der fünf in „Frau Müller“ seinen Lieblingsnamen und die betreffenden Eigenschaften der besungenen Dame nennen. Nur Fritze konnte sich mit einer Dame nicht begnügen, er brauchte drei – sicher um die Trefferquote zu erhöhen . Bei diesem Lied wird übrigens ein besonderes Instrument benutzt, dass von zwei Glasbläser gespielt werden muss.

Nach dem Lied versuchten Fritze und Endie herauszufinden, wie denn so ihre Trefferquote sei. Doch weder Müller, Maier, Schulze oder Lehmann befanden sich im Saal. Die Jungs waren so geknickt, sie hätten sich auch mit Männer mit diesem Nachnamen begnügt (aha … ). Letztendlich konnte Endie zu Glück aber notieren, dass dieses Lied zu „no bad vibrations“ geführt hatte *puh*.

Deswegen passte das nächste Lied, „Good vibrations“ von den Beach Boys auch wunderbar zum weiteren Programm, es war ja immerhin trotz der missglückten Suche alles im Lot. Ich muss bekennen, dass ist mein absoluter Favorit aus „Keine Macht den Dosen“: Ich liebe dieses Lied schon von den Beach Boys, weil es einfach so ein Gute-Laune-Lied ist, aber diese Version ist einfach nur göttlich! Ich sitz jedes Mal einfach nur da und freu mich so dermaßen, das Lied zu hören! Einfach nur geil!!!

Während die anderen bereits mit der Melodie des nächsten anfingen, versetzte Fritze uns an den Ort des nächsten Songs, einen Strand, wo wir mit unserer Liebsten/unserem Liebsten spazieren gehen würden.

Da das nächste Lied aber bezeichnenderweise vom „Schluss“ handelt, kann man sich fast denken, dass so ein kleines bisschen das Happy End fehlt … naja, so fetzig wie die Melodie wird, kann man sich eigentlich auch denken, dass das keine Liebesschnulze wird. Das einzig doofe an diesem tollen Lied ist – es bedeutet das Ende des zweiten Konzertteils, mehr als die Zugaben kommen nun nich mehr .

Nach dem Lied gingen die Jungs von der Bühne, kamen aber nochmal zu einer Zugabe auf die Bühne. Erstmal machte Frank ein Foto vom Publikum und Endie erklärte, dass man dieses auf ihrer Homepage finden könne. Da gäbe es auch ein Gästebuch, in dem man den Abend bewerten könne. Sie selbst würden dass in ihrem Tagebuch machen. Frank machte derweilen im Hintergrund Lockerungsübungen. Das, so erklärte uns Endie, liege daran, dass Frank im nächsten Lied die Plastikflaschentuba spielen müsse und das sei Schwerstarbeit. Um die Plastikflaschentuba spielen zu können, bräuchte man eigentlich die Konstitution eines Tiefseetauchers. Der Frank habe die aber nachweislich nich, deswegen müssten wir ihn durch unsere Rufe unterstützen, sodass sie das Lied heute endlich einmal ganz durchspielen könnten.

Natürlich wollten wir Frank helfen und so begannen die Jungs mit „Viva Las Vegas“. Peter wollte gleich nach den ersten Tönen wissen, ob Frank denn noch könne. Da ging es noch, aber im Verlauf des ersten Refrains schwanden Frank die Kräfte. Durch unser „Zieh Frank“ konnten wir ihn wieder einigermaßen mobilisieren, doch so ganz schaffte er das Ende des Liedes nicht, denn Endie musste ihn am Schlafittchen gepackt vor sein Mikro halten, sonst wäre der Arme auf offener Bühne zusammengebrochen .

Endie warnte uns vor dem letzten Lied, da müssten wir mitmachen. Das Lied sei in der ersten Strophe so ein wenig traurig, werde im ersten Refrain dann aber so richtig knuffig. Das sei dann der Zeitpunkt, ab dem wir schunkeln und mitsingen sollten, so dass wir am Ende des Abends nochmal schön mit ihnen transzendieren könnten. Aber bevor es losgehen konnte, musste er noch die Ukulele stimmen, da war mal wieder Wasser ausgelaufen (irgendwie bei allen meinen „Keine Macht den Dosen“-Besuchen – vielleicht sollte man die Ukulele einfach nich zu den Flaschen tun, dann kan nix auslaufen ).

Dann aber konnte es losgehen mit „Wer Abschied nimmt“. Wir schunkelten, sangen mit und transzendierten glücklich gemeinsam mit dem GlasBlasSing Quintett. Leider war das Konzert dann schon vorbei und die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen und nach Hause zu fahren – schade eigentlich, ich hätt gern noch ein paar Stündchen Musik gehabt .

 

Fazit: ich will mehr - und vor allem nich bis Mai warten ;