Hier ist es zur Zeit ein wenig ruhig ...

... und leider wird es wahrscheinlich in nächster Zeit auch so bleiben, ich bin nämlich mitten im Lernstress für die Abschlussprüfung im März.

Konzertberichte werden hier also in nächster Zeit wahrscheinlich eher nicht veröffentlich (ich komm nämlich nicht zum Schreiben), aber sobald ich die Prüfungszeit überlebt habe, wird man auch hier in meinem Blog wieder mehr von mir hören - und dann vermutlich auch nicht nur zu Konzerten. Dann kann ich mich nämlich auch endlich der Umgestaltung widmen :D

Nur dass sich keiner wundert, warum man hier nix mehr von mir hört - kommt wieder :D 

Adventskalender

... nein nicht von mir :D ... aber ich hab da einen Internet-Tip. Das GlasBlasSing Quintett hat da einen auf ihre Homepage gestellt. Ich bin ja schon vom ersten Video schwerst begeistert (ein Teil is ja auch aus Stuttgart :D), der Rest wird bestimmt auch der Hammer. Regelmäßig kontrollieren kann man die Türchen >> hier <<
.

Werbung zum Lachen ...

Tja, eigentlich finde ich die Werbung in diesem Blog echt nervig, aber das folgende fand ich doch sehr lustig:

 

 

Ob das meinen momentanen favorisierten Musikgeschmack beschreibt? Man könnte ja fast meinen, ich hätte inflationär Einträge über Flaschenmusik ... immerhin steht da nix über Dosen

Viva Voce in Bad Vilbel (04.10.2009)

 

Am 04.10.2009 war es endlich soweit, das erste Konzert nach einer viiiiiel zu langen Sommerpause. Endlich mal wieder Tapetenwechsel. Und vor allem auch mit ganz vielen bekannten Leuten aus dem Forum – das konnte ja nur eine Party werden.


Um 20 Uhr ging selbige endlich los, und zwar ganz typisch mit „Viva Voce on the road“. Die Jungs zu den Anfangsklängen des Liedes auf die Bühne und setzten sich wie in einem Bus hintereinander auf die Kisten, wobei es erstmal fast eine Schlägerei zwischen Basti und David gab. Aber diese leicht aggressive Stimmung passte auch durchaus zu dem Lied, denn so harmonisch wie sie sonst immer tun, geht es bei Viva Voce im Tourbus nämlich nicht zu. Da bekriegt man sich gegenseitig und es gibt Krisen wegen offenen Fenstern. Außerdem verschwinden alle Nase lang Dinge. Wirklich sehr sehr lustig. Ich hoffe doch nur, dass das alles seeeehr überspitzt is … wenn MaTe nämlich wirklich so ein Langfinger is, gehört er rausgeschmissen … nein, das wär ja wahrlich ein schlechtes Bandklima, das da zwischen Vilbel und Kiel herrschen würde


Nach dem Lied gab es bereits langen und frenetischen Applaus und es war klar, bereits hier hatte Viva Voce das Publikum bereits vollkommen für sich gewonnen und es würde ein super Abend werden.

Deswegen ging die Party auch ohne Moderation direkt weiter mit „Let me entertain you“. Und ohne Witz, ich wäre bereits an dieser Stelle wahnsinnig gerne aufgesprungen und hätte mitgetanzt. Da die hinter mir das aber sicher nicht toll gefunden hätten, musste ich mich mit mitwippen und -schreien begnügen. Oh man, ich liebe dieses Lied, dass is einfach sooooo der Hammer und millionenmal besser als das Original von Robbie. Ich war zu dem Zeitpunkt dann irgend einfach nur glücklich – komisch, da kennt man das Programm eigentlich schon auswendig und trotzdem ist man einfach glücklich wenn man es hört und freut sich über alles – vielleicht gehören Viva Voce doch zu den Drogen.


David begrüßte uns dann und meinte, sie seinen Viva Voce aus Ansbach. Sie seien heute mit ihrem aktuellen Programm „Tapetenwechsel – frisch gestrichen!“ hier in Bad Vilbel. Frisch gestrichen nicht nur, weil sie neue Songs und Klamotten dabei hätten, sondern auch, weil sie ihren Frischling (naja … Mateusz Phouthavong (ich werd diesen Namen wohl nie schreiben können ohne nachzuschauen ) dabei hätten. David musste den Frischling dann zwar revidieren, denn immerhin ist MaTe auch schon ne Weile dabei, aber sei ja wenigstens MaTes Premiere in Bad Vilbel (alles ist ja relativ). MaTe sei, so erzählte uns David dann weiter, nicht nur vom Namen her besonders, sondern auch von seiner Herkunft, seine Mutter würde nämlich aus Polen kommen und der Vater aus Laos. MaTe sei ja gerade mal 20 Jahre alt, dadurch würde er das Durchschnittsalter der Band wieder in den zweistelligen Bereich senken (oh, ihr armen alten Männer, was sollen da erst die Wise Guys oder die Kontrollöre sagen – die steigen wahrscheinlich aus der Gruft ). Manch einer könnte sogar MaTes Papa sein.

Aber weiter zum Programm, der MaTe hätte sich einen Song ausgesucht, denn manch einer von Tom Tiger Jones kennen würde und zwar „It's not unusual“. Und weil der MaTe sich das ausgesucht hatte, gaben sie den Song natürlich auch zum Besten. Obwohl ich das Lied ja nun schon einige Male mit MaTe gehört habe (war ja auch immerhin das erste Lied, dass ich von MaTe gehört hatte), denk ich jedes Mal immer noch, das Basti anfängt, dass Lied zu singen. Is immer noch ein wenig ungewöhnlich, auch wenn MaTe das Lied wirklich toll singt und ich das Lied total liebe


Jörg erzählte uns dann, dass er ganz häufig gefragt werden würde, warum er denn ein Pflaster am Hals trage (hm … ich würd lieber wissen, wo der Ring am Finger herkommt ), ob er damit einen Knutschfleck verstecken würde. Und er würde dann immer ja sagen und von ihren ausschweifenden Orgien mit den ganzen Mädels erzählen. Dann suchte er sich ein paar hübsche Exemplare aus dem Publikum aus (David hatte natürlich wieder Sonderwünsche und wollte eine besondere Dame). Jörg wollte dann wissen, wer sich noch freiwillig melden würde, die ganzen Mädels könnten dann in der Pause zu Benny gehen, der würde ein kleines Vorcasting machen. Dann wurde er wieder ernst und meinte, dass das Pflaster nur ein Mikrofon abdecken würde. Dieses Mikro würde die Laute seiner Kehle übertragen. Aber natürlich kann Jörg noch ein bisschen mehr als nur Laute mit der Kehle machen und demonstrierte uns auch gleich unter Heikos anleitenden Worten zu welchen schlagzeugartigen Lauten die menschliche Stimme fähig ist. Im Gegenzug zeigte uns Jörg dann, was Heiko mit seinen dicken Stimmbändern alles so drauf hat.

Am Ende gingen Heiko und Jörg dann in eine Melodie über, es entstand das „Medley“, dass mit „Seven nation army“ und MaTe in der Hauptstimme startete. Die Melodie ging dann gleich in „Sunny“ mit Sunnyboy David als Hauptsänger über und das dann in „Sweet Dreams“, welches Basti singen durfte. Ich liebe dieses Medley, seit ich es das erste Mal gehört habe. Und ich find's vor allem auch faszinierend, dass die Jungs die Lieder so ineinander übergehen lassen, dass man das Gefühl hat, es sei nie anders gewesen, die Lieder gäbe es nur so. Einfach nur geil *ohohohohohoh sing*


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Nasse Küsse“ und MaTes zweiter Hauptstimme. Wirklich wunderschön das Lied, von der Melodie und vor allem vom Text. Besonders süß find ich ja auch die Idee, die Nebenstimmensänger im Hintergrund mit zwei Kinderschirmchen rumlaufen zu lassen … ein Lied zum Träumen.


Heiko begann nach dem Applaus das nächste Lied und erzählte uns, dass nun „Schluss mit lustig“ sei, denn er hat wirklich die Sch** voll und muss sich bei seinem Lied abreagieren. Aber er trieb es zu bunt bzw. überzog die Zeit, denn nach zwei Minuten, als er gerade so richtig in Fahrt kam, nahm David ihm einfach das Mikro weg. Heiko war sich keiner Schuld bewusst und konnte sich auch nicht an die Abmachung, dass er nur zwei Minuten singen darf, nicht erinnern. Was er in den zwei Minuten machen würde, sei ja seine Sache, aber sie seien ja nicht die U-Bahn Kontrollöre (wobei ich den Zusammenhang aufgrund meines Lachens leider verpasst hab ). Aus Kulanzgründen ließen die Jungs Heiko dann das Lied aber doch beenden. Halbfertige Lieder sind ja auch doof.


Nach diesem Lied wollte David dann aber doch ein paar Dinge über das Publikum wissen und fragte, wer sie denn schon mal gesehen hätte. Er zählte durch und ermittelte im Gegenzug, wer sie denn noch nicht kennen würde. Dann wollte er noch wissen, ob heute jemand nicht ganz freiwillig da wäre. Da meldete sich u. a. ein junger Mann ziemlich weit vorne. David wollte wissen, ob es ihm bisher gefallen würde. Wenn er am Ende noch da wäre, dann hätten sie ihre Sache gut gemacht, und er, David, würde dann ein Bier mit ihm trinken. Der junge Mann fand die Idee gut und blieb tapfer sitzen (naja, so schlimm is es ja auch nich ). David wollte dann eigentlich noch ermitteln, wer denn nicht vorhätte, nochmal ein Konzert von ihnen zu besuchen, aber Paul konnte zum Glück rechtzeitig das Licht ausschalten, sodass David diese Frage nicht beantwortet bekam. Dumm gelaufen …


Als Paul das Licht wieder anmachte, hatten die Voces sich positioniert und es ging super-romantisch mit „Du“ weiter … *schmacht*. Das ist immer eines der Lieder, wo ich einfach nur dasitze und genieße, optisch wie akustisch. Eine gaaaanz, gaaaanz tolles Lied, vor allem live. Mehr gibt’s dazu nich zu sagen, dass muss man genießen!


MaTe vertraute uns dann an, dass Viva Voce seit einiger Zeit versuchen würden, dass Boyband-Image loszuwerden. Optisch würde dass ja ganz gut klappen, immerhin würde Jörg seinen Hut ja nicht wegen seiner wallenden Mähne tragen. Der David, so verriet er uns, würde Anti-Falten-Creme von Uschi Glas benutzen. Und Heiko hätte sogar ein Buch mit dem Titel „Meine Demenz und ich“ geschrieben, dass habe er aber schon wieder vergessen. Lediglich der Basti sei fit geblieben. Das liege daran, dass Basti unglaublich gerne tanzen würde, das würde vielleicht auch an seinem Namen, Hupfer, liegen. Schon zu Knabenchorzeiten habe er darum das Windsbacher Knabenballett, ein Ein-Mann-Ensemble, gegründet. Und weil er immer noch so eine Leidenschaft für kontrarhythmische Bewegung habe, dürfe er die im folgenden Lied mal ausleben.

Stimmt, „I can't dance“ lässt vom Titel schon auf kontrarhythmische Bewegungen schließen. Und so ganz boyband-mäßig war das, was Basti uns vorführt, auch nicht, da hatten sich die Kollegen doch besser gehalten, als MaTe es uns prophezeit hatte, die wären glatt als Backstreet Boys durchgegangen … ein wirklich geiles Lied und ich hatte wieder meinen Augenwurm. Wenn ich die Choreografie noch ein paar Mal sehe, kann ich sie bestimmt auch bald auswendig


Da MaTe uns vorhin schon so viel verraten hatte, machte Heiko mit den Geständnissen weiter und vertraute uns an, dass er nie in Windsbach gewesen und auch gar kein Franke sondern Saarländer sei (Hier ein bedauerndes Ohhhh für Heiko). Er habe sich auch nie vorstellen können, in Bayern zu leben, da hätten die Jungs schon einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen (Franken is ja auch nich Bayern, deswegen war's wahrscheinlich einfacher). Er habe dann auch den Einbürgerungstest gemacht und könne nun fehlerfrei fränkische Spezialitäten wie „Drei im Weggla“ bestellen. Und natürlich könne er auch fast alle Strophen der fränkischen Nationalhymne singen.

Wie um uns das zu beweisen, begannen die Jungs mit der fränkischen Nationalhymne (naja, erstmal suchten sie den passenden Akkord ). Dann klappte es und sie konnten nach der ersten Strophe mit dem „Fräggae“ beginnen, der „etwas“ modernen Version der Frankenhymne – oder soll ich schon sagen, die neue Art, sein fränkisches Feeling auszudrücken. Das Lied war ja vorher ein Lied, in dem Thomas die Hauptstimme gesungen hatte, deshalb finde ich es besonders schön, dass jetzt alle eine Strophe singen, und sich nicht sozusagen einer das Lied unter den Nagel gerissen hat. Und so ist es doch beträchtlich anders als die Version mit Thomas. Aber schön so in dieser Version, gefällt mit sehr, sehr gut. Besonders lustig ist auch, dass die Jungs bei diesem Lied eine fränkische Fahne mit auf der Bühne haben und damit auch fleißig rumschwenken . Nach dem Lied durften die Jungs sich dann in die wohlverdiente Pause verabschieden.


Die zweite Konzerthälfte begann dann mit meinem Lieblingsopener - „You know my name“. Das ist eindeutig auch eines der Lieder, wo ich, wenn jedes Mal mit offenem Mund dasitzen könnte, weil ich es so beeindruckend finde, dass dort ein Instrumentalstück nur mit Stimmbändern dargeboten wird. Wow … vor allem, weil es ein sehr stimmgewaltiges Lied ist. Ein absolutes Erlebnis, das Lied und eines meiner absoluten Highlights (kleine Feinheit – schade, dass Jörg nur noch in einer Liedzeile „You know my name“ singt, ich fand das die letzten Male immer sehr schön und passend).


David begrüßte uns lachend zur zweiten Hälfte und outete sie alle als große James-Bonds-Fans . Das Lied sei aus einem der neueren Bond-Filme, nämlich aus Casino Royal. Das nächste Lied sei ein Lied, dass MaTe sich bei seinem Einstand bei Viva Voce gewünscht hatte. Es sei von seinem Lieblingskünstler, dem Kanadier Gregory Charles.

Und schon fetzten die Jungs mit „Our house“ los. Darin geht es darum, was in einer Woche in einem Haushalt so zwischen einem Mann und einer Frau passieren kann (O-Ton David ). Vielleicht besser, dass das Lied Englisch war … aber ich find es sehr schön und das Lied passt auch voll zu MaTe. Das rockt voll!


Basti erzählte uns dann, dass der MaTe, seit er bei Viva Voce sei, jeden Tag tonnenweise eMails bekommen würde (er nannte denen, die MaTes noch schreiben wollten, dessen eMail-Adresse – damit er wohl noch ein paar Tonnen eMails bekommt ). Da seien ganz viele Fragen dabei, aber seit neustem auch Spam-Mails. Er finde Spam ja total nervig, es würde vor allem auch jeden Tag mehr werden. Man würde ihm dann Pillen aller Farben anbieten oder den großen Fahnenmast für seine Kellerwohnung. Seit zwei Tagen würde ihm auch eine Gisele schreiben, die ihm irgendwas besorgen wollte. Der David würde sich aber mit Spam und Internet viel besser auskennen und davon würde auch das nächste Lied handeln.

Und dann erzählte uns David in „Die Welt ein Dorf“ von seinen Erlebnissen im Word Wide Web. Und was man alles mit einem Klick anstellen kann … mehr verrat ich aber nicht, denn das Lied muss man gehört haben, sonst is ja die ganze Freude weg … das Lied gefällt mir von den neuen Liedern (also die von Tapetenwechsel – frisch gestrichen) am besten, es ist der totale Ohrwurm, macht süchtig und einfach gute Laune. Daumen hoch! Und ich finde, David sollte mehr solche peppige Lieder singen, er hat eindeutig die Stimme dafür (und nicht nur für Schmachtlieder).


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Geschenk“, aber nicht von David gesungen, sondern von Jörg. In dieser Version hab ich das Lied nun auch schon zwei-, dreimal gehört, aber es ist immer noch total ungewöhnlich, vielleicht auch, weil Jörg es total anders singt und man eben das Lied mit David schon ne Weile gehört hat. Ich mag es mittlerweile auch mit Jörg, auch wenn ich wenigstens die ersten Momente immer noch David vermisse. Aber ein tolles Lied .


David erklärte uns dann, dass das vorherige Lied ein Liebeslied gewesen sei (ach neee ). Sie selber seien ja sozusagen in eine bestimmte Frau verliebt. Diese hätte ihnen auch während ihrer Findungsphase den Weg gezeigt. Und deswegen würden sie jetzt auch ein Lied von ihr vorsingen wollen, wahrscheinlich das bekannteste, dass sie je gemacht habe. Basti erzählte uns dann, dass die Dame schon damals zu Knabenchorzeiten in jedem Zimmer zu finden gewesen sei, wo sie lasziv von den Postern an den Wänden heruntergelächelt hätte. Sie war damals schon die Queen of Pop und sei es auch heute noch, obwohl sie im letzten Jahr 50 geworden sei. Ihr Name sei natürlich Madonna. An dieser Stelle gab es verhaltenen Applaus, immerhin waren wir auf einem Viva Voce-Konzert und wollten die Jungs und nicht Madonna sehen. David war ein wenig enttäuscht und meinte, dass man in Bad Vilbel Madonna wohl nicht kennen würde. Da es für sie aber wichtig sei, dass Lied zu singen, sollten wir das einfach durchstehen, das Lied sei auch nicht lang.

OK, wir ergaben uns unserem Schicksal und harrten Madonnas bekanntestem Hit, doch Basti und David konnten sich im „Madonna-Medley“ nicht einigen, ob sie nun „Like a virgin“ oder „Like a prayer“ singen wollten“. Basti war der Meinung, sie hätten beschlossen, heute „Like a virgin“ zu singen, während David erklärte, sie hätten abgemacht, bei keiner oder wenig Reaktion „Like a prayer“ zu singen. Da sie sich auch nach großer Diskussion und befragen der anderen Jungs nicht einigen konnten, begann David einfach mit seinem Lied. Doch das lies Basti sich natürlich nicht gefallen und fiel im ins Wort. Und dann kam es zu einem richtigen Battle an dessen Ende die beiden dann wirklich fast aufeinander losgingen … nur aufgrund des Heldenmutes von Heiko, MaTe und Jörg, die sich zwischen die beiden Streithähne warfen, konnte schlimmeres verhindert werden


David war dann immer noch angepisst und meinte sehr unmotiviert und sauer, dass der Heiko das nächste Lied singen würde. Er, David, würde das Lied ja nicht mögen, das würde aber vielleicht auch an der Person liegen. Aber sie würden dann jetzt durchziehen müssen. Deswegen erzählte er uns auch genervt, dass der Heiko technische Redaktion studiert habe (O-Ton David: Weiß der Teufel, was das is, is aber auch scheißegal). Und in seinem Job habe Heiko ein Lied zuviel gesungen.

Genervt setzte er sich dann auf seine Kiste und Heiko konnte mit „Tach Herr Chef“ beginnen. Und dann erzählte uns Heiko, was er damals gemacht habe (und was wohl dazu geführt hatte, dass er Bass bei Viva Voce werden musste ). Lustig, auch wenn ich aus persönlichen Vorlieben lieber „Kann sein“ gehört hätte … naja *Tscheng tscheng*.


Tja, so meinte Heiko, sei er zu Viva Voce gekommen. Sie würden sich ja auch, so erzählte er weiter, Gedanken über Popmusik im Allgemeinen machen. Dabei sei ihnen aufgefallen, dass die meisten Lieder Liebeslieder seien. Aber da sie nicht alles machen wollen würden, was anderen machten, hätten sie sich überlegt, was ein Lied enthalten müsste, damit sich jeder davon angesprochen fühle. Sie hätten sich auf dieser Suche Hilfe geholt und die Frage an die Cambridge University weitergeben (das sei nicht billig gewesen) und die hätten festgestellt, dass die Lösung sich auf ein Wort reduzieren lasse. Wenn dieses Wort in einem englischen Popsong vorkommen würde sei gewährleistet, dass sich wirklich jeder angesprochen fühle.

Hm, was mag das wohl für ein ominöses Zauberwort sein. Zum Glück klärten uns die Jungs im „Everybody-Medely“ auf und ließen uns nicht im Dunklen stehen. Die Lösung ist ja auch denkbar einfach, jeder fühlt sich von „everybody“ angesprochen und so gab es für uns eine bunte Mischung aus „everybody-Songs“, es sollte sich ja auch wirklich jeder angesprochen fühlen und für jeden etwas dabei sein. Deswegen durfte auch jeder Voce was singen … Ein geiles Lied, bei dem ich nie still sitzen kann. Bei den ganzen tollen Liedern. Nur doof, dass ich manchmal nun auch in andere Richtungen denken muss (ich sag nur „com'on everybody *klatschklatsch* … nein faaaalsch!“ – auch wenn das außer mir wahrscheinlich die wenigsten verstehen werden ).


David wollte danach noch in unserem Klatschen wissen, ob wir Lust auf Rock n'Roll hätten – JAAAAA! Und so begann dank der bereits den ganzen Abend über herrschenden guten Stimmung die Party richtig und das Publikum stand geschlossen auf und feierte bei „Mama Lou“. Das sind so die Momente, wo ich gerne Stehkonzert hätte – naja, war ja fast so, jedenfalls bei dem Lied


David bedankte sich bei uns und meinte, die folgende Moderation würde man Abschlussmoderation nennen. Wir waren natürlich enttäuscht und brachten die Enttäuschung mit einem „Ooooh“ zum Ausdruck. David gefiel das, er ging nochmal zurück, wiederholte seine Worte und ließ uns nochmal „Ooohen“ . Aber so ganz würden sie danach die Bühne ja auch nicht verlassen (ein kleiner Hinweis auf Zugaben ). Aber zuerst würden sie sich bei zwei wichtigen Menschen bedanken, ohne die er Abend nichts geworden wäre, bei Benny und Paul.

Dann begann David mit „Time to say goodbye“, im Original von Andrea Bocelli. Besonders lustig ist ja die Stelle, bei der David den Blinden miemt, sich von den Kollegen an den Bühnenrand führen lässt und ganz auf Opern-Art die letzte Strophe singt. Nachdem sie sich verbeugt hatten, gingen die Jungs dann von der Bühne.


Aber zum Glück gibt es ja Zugaben. Die Jungs kamen nochmal auf die Bühne und Jörg erzählte uns, dass nun ein Lied von einem Künstler, einer Band, ohne die die Welt nicht das wäre, was sie ist, kommen würde. Aber irgendwie rief der Name Modern Talking nicht die erwartete Begeisterung aus. Jörg meinte dann, dass sie vor dem folgenden Lied so viel Respekt gehabt hätten, dass sie sich nicht getraut hätten, es im Original zu covern. Deswegen bräuchten sie nun vier Musikstile von uns und einen von Matthias (der Junge Herr von der Zuschauerbefragung, der auf dem besten Weg war, von David ein Bier spendiert zu bekommen).

Die Musikstile wurden gefunden (unseren Zuruf ignorierte man leider ) und die Jungs begannen „You're my heart, you're my soul“. Heiko durfte dann mit Blues starten und präsentierte uns das Lied mit sehr viel Trompetenbegleitung. Besonders beeindruckend war auch seine Bluescombo im Hintergrund (David, MaTe und Basti), die sich nach jeder Aktion gegenseitig beglückwünschten. Als nächstes war Basti mit Tekkno an der Reihe. Den spektakulärsten Stil hatte jedoch zweifelsohne Jörg, der musste nämlich Zwöltonmusik machen und es hörte sich wortwörtlich schräg an (vielleicht hätte er bei Bodo mal Unterricht nehmen sollen!) - Hammer, einfach superlustig!!! MaTe hatte dann wieder einen konventionelleren Stil – naja, wenn man bei Raggae und dem virtuellen Joint, den er an seine Kollegen weiterreichte, noch von konventionell sprechen kann. Kriminell wäre passender . David musste als letzter dann in seiner Paradedisziplin ran, der Oper. Ich find's ja schade, dass er irgendwie immer nur das singen darf. Er macht das zwar einfach nur geil, aber David kann z.B. auch rocken *Wink mit dem Zaunpfahl geb *.


Aber es blieb nicht bei der einen Zugabe, denn David begann umgehend mit „Volare“ und das Publikum hatte endlich wieder einen Grund, so ein bisschen Stehkonzert-Feeling in den Saal zu bringen. Noch im Intro brach David jedoch lachend ab, denn seine Kollegen zogen im Hintergrund so dermaßen komische Grimassen, dass er nur lachen konnte und sagte: „Das sieht dermaßen scheiße aus“. Böse Jungs, den armen David so aus dem Konzept zu bringen. Dann konnte es aber weitergehen – und wir feiern. Hammer, was da für eine Stimmung herrschte! Die Jungs verbeugten sich und gingen dann von der Bühne ab.


Aber ein letztes Lied gab es noch, denn die Voces kamen nochmal auf die Bühne. Basti bedankte sich für diesen schönen Abend und dankte vor allem auch den Veranstaltern, dass sie hierher hatten kommen dürfen. Sie würden gerne wiederkommen (is zu begrüßen!). Basti erzählte dann, dass sie im nächsten April in Höchst wären, so als nächstes Konzert. Außerdem nannte er uns die Möglichkeit an Spams von ihnen zu kommen. Und den CD-Stand pries er auch gleich an. Des weiteren verriet er, dass sie nachher noch was singen würden. Mit dem folgenden Lied würden sie allen, die noch nach Hause müssten, einen Guten Heimweg wünschen.

Die Jungs stellten sich auf, jedoch brachte ein laut vernehmliches „Hach“ aus dem Publikum selbst die Voces zum Lachen und sie mussten sich erstmal wieder sammeln. Aber dann konnte es ohne Mikros mit „Gute Nacht“ losgehen. Wuuuuunderschön das Lied, so romantisch. Und ein wunderschönes letztes Lied, es ist schön wenn man nach der ganzen Party mit so einem stillen, besinnlichen Lied nach Hause geschickt wird, das macht den Abend einfach schön rund *träum* … !


Dann war das Konzert auch schon vorbei. Aber zum Glück gibt’s ja noch den Afterglow, der diesmal auch sehr besonders war. Erstmal gab's die neue Weihnachts-CD (die war nämlich irgendwie überraschend kurz vorher mit der Post gekommen und die Jungs hielten sie im Afterglow auch das erste mal selbst in der Hand). Und es gab noch was besonderes. Denn Chrissy war im Publikum gewesen. Er wurde dann überredet, mit den anderen noch „Berühmt“ zu singen. Da aber Thomas aus der damaligen Formation nicht dabei gewesen war, mussten entweder MaTe oder Basti als Ersatz ran. Sie wurden beide noch schnell gecoacht und durften dann beide mitmachen. Und dann gab's tatsächlich das Lied zu sechst!!!! Geil, geil, geil! Ich fand das Lied ja schon in Dennenlohe einfach geil (10 Jahre Viva Voce im Jahr 2008), aber das war noch besser, so zu sechst! Eigentlich mein Highlight des Abends



Diplomarbeit - Ich habe ferdisch

Wer fleißig mitgerechntet hat könnte sich seit ein paar Tagen fragen: Ist sie nun fertig oder nicht? Sie ist es, genau genommen seit Sonntag/Montag letzte Woche 0:45 Uhr.

Richtig abgefrühstückt ist das Thema seit Donnerstag 16:00 Uhr, da war nämlich Abgabe. Relevant wird das Thema dann erst wieder im März, da gibt es nämlich mit den Ergebnisen der Schlussprüfung auch die Ergebnisse der Diplomarbeit. Aber ich glaub an meinen Dozent, der wird mich hoffentlich nicht durchfallen lassen!

Ansonsten bin ich seit Donnerstag wieder an meinem Studienort und bleibe da auch bis nach der Schlussprüfung (aber mehr dazu in der Rundmail, ich hab nämlich nicht vor, mein Leben in meinem Blog noch öffentlicher zu machen, als es sowieso schon ist ).

Das Leben hat mich also wieder, die Wahrscheinlichkeit, dass man also wieder von mir hört und ich auch wieder mehr auf Konzerten zu sehen bin, ist sprunghaft gestiegen  

Da ploppt es ...

Da denkste nix böses, hast so ne Haus-Einrichtungs-Show im Hintergrund laufen, während du arbeitest und dann auf einmal ... Ploppcorn??? Moment - die CD is aus, der Fernseher läuft doch. Also umdrehen - Ploppcorn kommt aus dem Fernseher. Verwirrung. Zum Glück fiel mir noch ein, dass es davon ja ein Original mit dem Titel "Popcorn" gibt ... Mensch, was musste ich grad über meine Verwirrung lachen ... Aber bei dem Original mag ich die GlasBlasSing Quintett-Version noch mehr ... das Original is schon schnell, das GBSQ is aber in Konzerten noch schneller. Hammer! Ich bin mal wieder beeindruckt von meinem Lieblingslied

GlasBlasSing Quintett in Waiblingen (18.09.2009)

Am 18.09.2009 war es endlich soweit, endlich, endlich zum GlasBlasSing Quintett, ich hatte schon die ganze Zeit sehnsüchtig auf das Konzert gewartet.

Endlich war es 20 Uhr, die Musik hörte auf zu spielen und Endie, Peter, Frank und Möhre kamen auf die Bühne. Sie nahmen auch gleich ihre Flaschen und wollten beginnen, aber irgendwie fehlte da einer – Fritze. Man hörte dann, wie hinter der Bühne, wie einer noch ein dringendes Geschäft erledigte. Allem Anschein nach schien es Fritze zu sein, denn der kam wenig später auf die Bühne geeilt, verschwand aber gleich wieder, denn er hatte die Klospülung vergessen. Die anderen verzogen genervt das Gesicht, denn die Flaschen wurden immer schwerer. Endlich kam Fritze wieder, aber Peter war immer noch nicht ganz zufrieden und zog ein rosa Kästchen heraus, aus dem Fritze sich ein Tuch zum Händesäubern ziehen durfte, soviel Zeit muss schließlich sein.


Als auch das erledigt war, packte auch Fritze seine Flaschen und die Jungs konnten endlich mit „Don't be cruel“ starten. Schon mit diesem ersten Lied zogen sie mich total in ihren Bann. Hammer, diese ganze Musik nur mit Flaschen gemacht. Ich guckte immer wieder ungläubig von einem zum anderen, was aber auch daran liegt, dass es mich immer noch verwirrt, dass das alles eigentlich aus einzelnen Tönen besteht und nicht jeder der fünf eine Melodie hat (auch wenn jetzt sicher keiner versteht was ich meine!). Ich war auf jeden Fall schwer beeindruckt und wippte fleißig mit, ist ja auch ein wunderschönes Lied.


Während des Applauses stellten die Jungs die soeben benutzen Flaschen zurück und suchten sich ihre Flaschen für das nächste Lied zusammen. Leider waren sie noch nicht ganz fertig damit, als wir aufhörten zu klatschen. Endie stellte die Gruppe vor, meinte aber, dass wir doch einfach zwischen den Lieder ein wenig länger klatschen sollten, damit nicht so leere Momente entstehen würden. Er erzählte uns dann auch noch ein paar Details zur Band und meinte, sie seinen zwar noch nicht lange professionelle Flaschenmusiker, aber schon viele Jahre im Musikbusiness tätig. Angefangen hätten sie in den 70ern als ganz gewöhnlich Gebrauchskomponisten mit Film und Fernsehmusik. In den 80ern hätten sie dann ganz viele Popsongs und Musicals geschrieben. Außerdem hätten sie ganz viel Werbejingles gemacht, die würden wir sicher alle kennen (den mit dem rosa T, den Möhre vorspielte, kannten wir jedenfalls ). Und auch Klingeltöne hätten sie viele gemacht. Frank wollte dann wissen, ob sie uns den was noch was vorspielen sollten. Und ob! Wir taten unsere Begeisterung hierfür laut kund, Peter meinte aber, dass sie das sowieso hätten. Endie meinte, dass nun Film- und Fernsehmusik kommen würde, rot-grün würde beginnen.

Rot, bzw. Möhre, begann dann auch, Fritze schien jedoch vergessen zu haben, dass mit „grün“ nur er gemeint sein konnte, und so setze er bei „Theme from Mission: Impossible“ erst ein, als Möhre ihn unsanft angestoßen hatte. Dann aber konnten sie endlich richtig anfangen und Peter mit seiner Trommel einsetzen. Ich freute mich sehr über das Lied, immerhin ist es das Lied, mit dem ich streng genommen das GlasBlasSing Quintett kennen gelernt hatte, auch wenn ich damals leider noch nicht realisiert habe, wie gut sind sind – naja, besser spät als nie. Ansonsten ist das Lied natürlich voll der Ohrwurm und gefällt mir sogar besser als das Original.

Endie bedankte sich dann für das Klatschen, wir hätten perfekt bis ran geklatscht, so würden sie sich das vorstellen. Erfahrungsgemäß wüssten sie, dass es vielen Leuten an dieser Stelle des Programms viel zu schnell gehen würde, sie würden versuchen, der Melodie mit den Augen zu folgen, was aber nicht so wirklich klappen würde. Deshalb hätten sie nun ein sehr leichtes Lied ausgewählt, an dem wir mal das Flaschenblasen durchschauen könnten. Während der Moderation hatte jeder der Jungs eine Flaschen in die Hand genommen und sie begannen nun den Flohwalzer zu spielen. Das Lied ist ja wirklich simpel von der Melodie, aber es war viel zu schnell um ihm mit den Augen zu folgen, vor allem, wenn man nich weiß, wer welchen Ton spielt. Frank wollte dann wissen, ob wir es erkannt hätten. Als einige lachten freute sich Peter, dass doch Leute mit Abitur anwesend seien – toll, ich hab auch Abi und hab's leider nicht sofort erkannt, es war einfach zu kurz . Frank meinte dann, dass er an unseren Blicken gelesen hätte, dass uns das Flaschenblasen aber irgendwie trotzdem noch nicht klar sein. Stimmt, Frank, es war noch gar nicht klar. Deshalb würden sie das ganze jetzt nochmal spielen und zwar optisch verstärkt. Sie spielten es nochmal und gingen jedes mal, wenn sie ihren Ton spielen musste, in die Knie. Das sah sehr lustig aus, vor allem, weil manchen irgendwie gleich unten hätten bleiben können . Frank meinte dann, wir sollten uns vorstellen, sie seien eine Klavier und wir würden unsere Hände auf ihnen positionieren. Fritze in grün würde den rechten Daumen bekommen, Peter den Zeigefinger, er, Frank, den Mittelfinger und Endie den Ringfinger. Möhre würde aufgrund seiner Statur die ganze linke Hand bekommen. Wir müssten nun aufpassen, dass sei eine von ihnen entwickelte Methode zum Klavierlernen, die über Augen und Ohren ins Unterbewusstsein eindringen würde. Sie spielten nun nochmal das Liedchen, gingen aber nicht nur in die Knie sondern hampelten auch von links nach rechts und rempelten einander dabei auch an. So ganz hab ich nich verstanden, ob das nun wegen unser richtigen Handbewegungen war oder ob die Handbewegungen einfach so falsch waren ,,, egal

Nach dem Applaus meinte Möhre, dass beim Musizieren auf Bierflaschen natürlich eine der verantwortungsvollsten Aufgaben das Stimmen der Bierflaschen sei. Er nahm eine Bierflasche, eine handelsübliche 0,5 l Longneck-Flasche, in die Hand und öffnete sie. Im vollen Zustand wäre sie ein a# . Aber er meinte, er würde gleich zum Stimmvorgang kommen und trank die Flasche leer (ich hätte es ihm nicht verdenken können, wenn er das Intro hier nochmal gebraucht hätte ). Fritze beschwerte sich dann auch schon, dass immer Möhre das machen dürfe, sie könnten das schließlich genauso gut. Möhre war dann mit Stimmen fertig und erklärte uns, dass er die Flasche auf den tiefstmöglichen Ton gestimmte habe, ein Cis Null. Und um genau diesen Ton würde es auch in folgendem Lied gehen.

Stimmt, in „Ich mach mal ein Cis Null“ (Teil 1) ging es wirklich um das Cis Null , welch Wunder. Peter und Endie hatten die Hauptstimme, während die anderen mit erstaunlich wenig Flaschen den Hintergrund machten. In diesem ersten Teil bekam Möhre sein Fett weg, denn er macht unglaublich gerne Cis Nulle, hat aber die Konsequenzen nicht so ganz unter Kontrolle. Möhre fing dann beträchtlich an zu lallen, da wurde es den anderen zu bunt und sie wollten das Lied abbrechen.

Deshalb machten sie schnell weiter mit dem nächsten Lied, bei dem ein neues Instrument hinzukam, die geschlagene Plastikflache. Die wurde in zweifacher Ausführung von Peter und Endie und in einfacher Ausführung von Frank gespielt. Es konnte also nur „Personal Jesus“ mit Peter in der Hauptstimme kommen *freuuuu*. Ich liebe dieses Lied und vor allem auch den Sound der geschlagene Plastikflasche. Besonders lustig war ja wieder die Stelle, wo die Jungs die Plastikflasche auf den Kopf hauen - und wo wir mithauchen durften. Das Publikum hatte auf jeden Fall wieder viel zu lachen. Ein supergeiles Lied auf jeden Fall und irgendwie auch mein totales Lieblingslied


Auch für das nächste Lied gab's ein neues Instrument, der Fritze durfte es spielen. Möhre warnte uns jedoch vor dem Anblick, die Zartbeseiteden sollen vielleicht erstmal nur mit einem halben Auge hinschauen. Fritze drehte sich um und präsentierte und den Flaschenbart, eine wirklich etwas seltsam aussehende Konstruktion, die er sich über den Kopf gestülpt hatte und die es ihm ermöglichte, vier kleine Picoloflaschen zu spielen, ohne dafür die Hände zu brauchen, denn in denen hielt er eine grüne (hemdfarbene hätte auch gepasst ) Ukulele. Die anderen machten dann noch schön ihren Spaß mit dem armen Fritze. Frank fand nämlich, er sähe aus, als ob er nen Einkaufswagen im Gesicht hätte, während Peter der Meinung war, so müssten in den 50er Jahren die Zahnspangen ausgesehen haben. Möhre meinte, dass sei wahrlich ein Stück für das Museum der hässlichsten Instrumente. Nur Endie schien nett zu seinem Bruder zu sein, denn er meinte zum quengelden Fritze, dass es gleich losgehen würde – aber: „Fritze, du hast da was im Mundwinkel ...“.

Bevor Fritze noch richtig böse werden konnte, ging's los mit „Tequila“. Fritze klampfte munter auf seiner Ukulele und spielte seine Picoloflaschen, Peter trommelte und die anderen spielten Flaschen. Wir durften aber auch was machen, denn Endie wollte, dass wir mitmachen. Erst mussten wir mitstampfen, dann mitklatschen. Aber beides zusammen war irgendwie schwierig, deswegen musste ich eines der beiden weglassen – das verkraftet meine Körperkoordination leider doch nicht.


Die Jungs bauten dann um Endie und Fritze stellten sich die Plopptabletts zurecht. Frank stellte uns dawährend ein kleines Instrument vor, das er letztens im Garten beim Bier trinken entwickelt hatte. Er spielte es uns vor und sagte, dass seinen die Kronkorken-Kastagnetten. Wir sollten aber nicht nur darauf achten sondern auch auf die Flaschen am Rand der Bühne. Dabei lachte er gemein und Endie und Fritze verzogen genervt das Gesicht, denn es war offensichtlich, dass Frank mit den Flaschen lieber sie als die Ploppflaschen meinen wollte .

Frank bat um absolute Ruhe und sie begannen mit „Ploppcorn“. Endie durfte mit dem ploppen anfangen und Fritze machte es ihm ein paar Töne höher nach. Wow, die beiden spielten wieder unglaublich schnell und es war einfach nur faszinierend zu sehen, mit welcher Schnelligkeit sie die Melodie ploppten. Nach der Pflicht und dem Seitenwechsel kam dann die Kür, die Fritze leider nicht schaffte. Irgendwie wollten die Töne nicht aus den Flaschen kommen und die Melodie war sehr unvollständig, so dass Fritze einen sehr eigenwilligen Abschluss seines Teils fand, indem er einfach was anderes spielte. Bei Endie klappte es dann bis auf einen Ton alles und sogar mit den Achtel – WOW!


Danach gab's den wohlverdienten Applaus angesichts dieser überragenden Leistung während die Jungs auf der Bühne von Fritze wissen wollten, was denn los gewesen sei, das wusste er aber selbst nicht. Möhre meinte dann, dass er normalerweise immer sagen würde, dass das Lied live sei, aber er glaube, so sagte er mit einem Lächeln, dass habe man heute gehört. Aber das Ploppen sei auch wirklich nicht einfach. Er habe es auch mal ausprobiert und sei sofort stecken geblieben. Frank lachte und meinte, Möhre habe dann den ganzen Tag mit den Flaschen an den Daumen rumrennen müssen, denn wegen des Pfandes habe er sie ja nicht einfach zerschlagen können. Da das sehr demütigend für ihn gewesen sei, wechselte Möhre schnell das Thema und meinte, dass sie ja anfangs schon erwähnt hätten, dass sie für andere komponiert hätten. Unter anderem auch für einen jungen Mann aus Bochum, dass sei so in den 80ern gewesen. Die Melodie habe ihm gefallen, der Text jedoch nicht so. Wir dürften heute aber mal die Originalversion hören.

Schon nach den ersten Tönen gab's Lacher aus dem Publikum, aber spätestens beim Refrain hatte das Publikum erkannt, dass es sich bei diesem Lied um „Mambo“; im Original von Herbert Grönemeyer, handelte. Möhre erzählte uns dann von seinen Problemen … und deren Bekämpfung … sehr, sehr lustig diese „Originalversion“, aber kein wundert's, dass die Herbert nicht gefallen hat, dafür is er zu brav Aber das ist auch wieder eines der Lieder, bei denen man einfach nur staunt, wie ähnlich die auf Flaschen gespielte Musik doch dem Original ist.


Möhre meinte, dass sie nun aber zu ihren eigentlichen Vorbildern kommen würden, die würden nämlich wo ganz anders liegen – seit einiger Zeit ganz tief unter der Erde. Er meinte, nur würde ein etwas älteres Stück kommen. Peter war der Meinung, dabei könnte es sich nur um „I just called to say I love you“ handeln, doch Möhre musste ihm klar machen, dass Stevie Wonder noch lebt, was Peter augenscheinlich sehr verblüffte. Da er einfach nicht drauf kam, gab ihm Möhre einen Tipp und rezitierte die Liedzeile „Es klappert die Mühle am rauschenden ...“. Peters Antwort darauf war … Montag! Daraufhin schaltete Endie sich ein und meinte, was das den für ein Komponist sein sollte, Wolfgang Amadeus … Montag. Den gäbe es doch gar nicht. Sie würden noch viel weiter in der Zeit zurückgehen, bis ins 17. Jahrhundert, in den Barock. Sie würden das Stück, das sowieso schon ziemlich kompliziert sei, für sich noch schwieriger gestalten, denn sie würden es mit verschlossenen Augen spielen. Das Publikum war schwer beeindruckt und die Jungs setzen ihre Brillen auf, auf denen wunderbar schielende Augen aufgemalt waren. Es war ein Bild für Götter. Leider schafften es aber nicht alle auf Anhieb hinter ihr Mikro, den Fritze mussten wir hin lotsen. Als er sein Mikro dann endlich gefunden hatte, fielen ihm aber leider die Augen aus dem Kopf und er versuchte verzweifelt, sie wieder reinzumachen. Das Publikum machte sich dabei fast in die Hosen, während die Jungs oben auf der Bühne standen, nicht sahen, was uns belustigte und immer schwerere Arme von den Flaschen bekamen.

Aber Fritzes Augen fielen trotzdem immer raus, deshalb begannen die anderen vier einfach mal mit dem „Menuett aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ von Johann Sebastian … Montag – nein Bach natürlich (denn es war ja Wolfgang Amadeus Montag!) welches trotz der ganzen Lacher aus dem Publikum aufgrund Fritzes immer noch fallender Augen wunderschön war. Ein ganz tolles Stück, welches wirklich jedes Mal anhört, als sei es nur für Flaschen geschrieben worden.


Die Jungs setzen ihre Brillen wieder ab und Peter bekam nun doch seinen Stevie Wonder, auch wenn der noch nicht tot ist, denn er durfte nun „Ich wollt nur mal mit dir trinken“ singen, dass bei Stevie Wonder „I just called to say I love you“ heißt. Peter versuchte dabei eine Gelegenheit zum gemeinsamen Trinken zu finden, aber irgendwie fanden alle Events, zu denen es sich gelohnt hätte, nicht statt. Das Lied find ich auch sehr schön, vor allem auch, weil ich den umgedichteten Text sehr schön finde. Und außerdem mag ich die schön tiefe Flasche, die in dem Lied sehr schön zur Geltung kommt.


Endie meinte, dass nun ein besonderes Lied kommen würde, es sei das erste jemals von ihnen auf Flaschen gespielte Stück Musik. Sie hätten hier auch die Originalflaschenflaschen dabei. Er habe damals wohl fahren müssen, seine Flasche sei noch so voll. Dieses Lied hätten sie eine Weile nicht im Programm gehabt, weil es doch relativ einfach zu Spielen sei und sie sich ja eigentlich weiterentwickelt hätten. Aber sie hätten festgestellt, dass sie es immer noch sehr gerne spielen würden, deswegen hätten sie es jetzt wieder ins Programm genommen und würden es uns jetzt vorspielen.

Es folgte „Unser erstes je auf Flaschen gespieltes Lied“, in dem uns die Jungs zeigten, was sie früher unter Flaschenmusik verstanden, man konnte zuhören, wie sie die Flaschen in Strophen und Soli leer tranken – eine sehr lustige Idee. Nur das Ende ist nicht alszu appetitlich. Aber danach gab es tatsächlich eine kleine Melodie, die auf den kleinen Flaschen geblasen wurde.


Es ging dann direkt weiter mit dem nächsten Lied, „Flaschenpercussion“. Endie begann mit einer Bügelbierflasche den Grundbeat zu erzeugen, dann setze Fritze ein und klopfte auf eine Flasche. Als nächstes trat Peter vor, er durfte mit der Plastikflaschenratsche spielen, während Frank und Möhre auf Flaschen bliesen bzw. rasselten. Dann sattelte Endie um und klopfte den Beat auf abgeschnittenen Plastikflaschen. Schließlich wechselten Peter, Frank und Möhre zur geschlagenen Plastikflasche und demonstrierten uns mit selbigen eine wundervolle Choreografie, in die am Ende auch Endie und Fritze einstiegen. Ich finde das Lied sehr beeindruckend, man hört wirklich nicht, dass es sich bei den ganzen Instrumenten wirklich nur um Flaschen handelt. WOW!


Nun war leider schon Pause, die Zeit war wirklich wie im Flug vergangen. Ich war wahrlich schwer begeistert und wusste, dass sie mich nun endgültig gefangen hatten.

Viele der Besucher holten sich in der Pause Getränke und versuchten, das in der ersten Hälfte gehörte gleich mal auszuprobieren. Das klappte bei dem einem mehr, beim anderen weniger gut. War schon sehr lustig anzuhören

Zum Glück war die Pause aber doch ziemlich fix vorbei und es ging weiter. Die Jungs begannen mit „Come togehter“ , … aber Moment, wo waren sie denn, auf der Bühne stand noch niemand. Die Jungs kamen hinten bei der Türe herein und gingen singend langsam vor zur Bühne, wo sie das Lied beendeten. Ich freute mich ganz besonders, dass dieses Lied gesungen, nicht nur, weil Endie die Hauptstimme hat, sondern vor allem, weil mir das Lied schon bei dem kleinen Schnipsel auf der HP der Jungs so gefallen hatte. Und mitsingen durften wir auch, was will man mehr .


Endie begrüßte uns zum zweiten Teil und fragt, ob den einige am Getränke denn ausprobiert hätten, ob sie begnadete Flaschenmusiker seien. Nachdem aus dem Publikum der Ruf kam, das Cis Null hätte am besten geklappt, meinte Endie nur, dass er bezweifeln würde, dass das ein Cis Null gewesen sei, er würde aber später erklären, weshalb. Nun wollte er erstmal testen, was bei uns aus der ersten Hälfte so hängen geblieben sei. Dazu hätten sie drei Fragen für uns vorbereitet. Eigentlich sollte Peter die erste Frage stellen, aber der wollte lieber wissen, wie wir seine neue Sonnenbrille finden würden. Also stellte Endie die Fragen selber. Zuerst wollte er wissen, wie der Ton heißt, der bei einer vollkommen leeren 0,5 l-Flasche entsteht. Cis Null – das wusste doch jeder. Da er bezweifle, dass es die am Ausschank gegebe habe, meinte er, das wir vorhin wohl kein Cis Null geblasen hätten. Bei der zweiten Frage wollte er wissen, wie man den Ton nennt, wenn man auf einer vollen 0,5 l Flasche blässt. A# war die Antwort und ich anscheinend die einzige, die es wusste. Die Jungs guckten dann auch sehr erstaunt, diese Frage schien wohl nicht oft beantwortet zu werden. Fritze meinte dann auch „Das hat dir der Teufel gesagt“ - nee, eigentlich nur Möhre, aber vielleicht ist der ja ein Teufel . Frank stellte dann noch schnell die dritte Frage und wollte wissen, was eine viertelvolle Flasche Bier sei. Diese Frage konnte keiner beantworten, also erklärte er uns, dass das ganz eindeutig ein Grund sei, nachzubestellen.

Dann fingen sie gleich an mit „Ich mach mal ein Cis Null“ (Teil 2 und 3). Wir bekamen wieder einen Einblick in die Welt eines Flaschenbläsers. Diesmal erklärten sie uns, wie sie an ihre Instrumente kommen. Auch das Private kam diesmal nicht zu kurz, denn Endie und Fritze stellten uns Frank vor und lästerten vor allem über seine Leidenschaft für Leberwurstbrot mit Zwiebeln. Das ließ Frank natürlich nicht auf sich sitzen und vertraute uns an, dass Endie und Fritze richtige Brüder seien, sie würden sogar zusammen wohnen. Und über diese beiden wollte er uns nun ins Bild setzen. Also drückte er dem Endie seine beiden Flaschen in die Hand und begann uns von Endies und Fritzes „harmonischer“ Brüderbeziehung zu erzählen. Die beiden zeigten dies dann auch gleich und stritten sich auf offener Bühne. Das ging sogar so weit, dass Fritze ausziehen wollte. Frank und Möhre hatten sich schon abgewendet, sie schienen eine längere Diskussion zu befürchten und Peter putzte in aller Seelenruhe seine Sonnenbrille für das nächste Lied an Fritzes Hemd. Sein Rat an den aufgebrachten Fritze war dann auch denkbar einfach: „Hauptsache gesund – und die Haare liegen“. Damit die Lubis nicht gleich weiterstreiten konnten, begann Peter die nächste Strophe, denn er wollte uns beweisen, dass auch er in der Lage ist, ein Cis Null zu machen. Leider beachtete er nicht, dass man dazu eine 0,5 l-Flasche und nicht nur eine 0,3 braucht. Fritze musste ihm deshalb den Unterschied nochmal erklären und empfahl Peter, in Zukunft, sollte er sich den Unterschied nicht merken können, in einer Dosenband zu singen.

Peter meinte, er trinke sowieso lieber Bier vom Fass und begann ungerührt das nächste Lied, „All shook up“. Wirklich schön das Lied und ein totaler Ohrwurm. Dem Publikum gefiel's auch sehr.


Es ging dann direkt weiter, wieder mit geschlagenenen Plastikflasche, gespielt von Frank und Möhre. Peter hatte in „My Sharona“ wieder die Hauptstimme, während Endie und Fritze blasen durften. Fritze hat in dem Lied sowieso eine besondere Rolle, denn mitten im Lied setze Peter ihm einen Bauhelm auf und schob ihn zwischen die inzwischen außer Rand und Band geratenen Plastikflaschenschlager. Mensch der arme Fritze! Sieht aber auch zu geil aus . Aber auch sonst, ist das Lied auch schon im Original voll der Knaller, aber vom GlasBlasSing Quintett natürlich noch viel, viel besser. Auch wieder eines der Lieder, bei denen ich nicht still sitzen konnte.


Endie beruhigte uns nach dem Lied auch gleich und meinte, seit Fritze bei der Nummer einen Helm tragen würde, würde er sie ganz gut überstehen. Das bejahte dieser dann noch etwas schwankend, meinte aber, dass Arbeitsschutz was ganz wichtiges sei, man sollte deshalb immer, wenn man zur Arbeit geht, einen Helm aufsetzen (gut, werd ich am Montag beachten ).

Endie meinte, dass es eine Sache geben würde, die ihnen ziemlich häufig passieren würde. Ganz oft würde nämlich eine Stunde vor Showbeginn der Veranstalter mit zwei Kisten Bier reinkommen und würde sie fragen, ob sie denn nicht auf dem regionalen Bier spielen könnten, die Leute würden sich riesig darüber freuen. Aber natürlich sei es eine Stunde vor Showbeginn viel zu spät, die Kästen noch entsprechend zurecht zu trinken. Das sei nicht mal möglich, wenn man Möhre dabei habe. Sie müssten also immer die überschüssige Flüssigkeit ins Klo kippen. Das fanden wir nicht so toll, so eine Verschwendung. Endie pflichtet uns bei und meinte, dass sie zu dieser verzwickten Situation ein Lied verfasst hätten.

Die Jungs hatten während Endies Moderation schon den Beat gemacht und begannen nun richtig mit der Melodie. Endie weite Peter dann noch ein, dass es sich bei dem Lied um HipHop handeln würde, was zur Folge hatte, dass Peter mehr als nur komisch rumhampelte. Das machte selbst Endie sprachlos. Also begann er einfach mit dem „GlasBlasSingDing“. Zum Glück vergass Peter über seinem ganzen Gehampel nicht, dass er auch singen musste . Wirklich geil das Lied, das gehört auch zu meinen Lieblingsliedern. Besonders lustig war auch, das Endie uns nachher anvertraute, dass das Lied eigentlich langsamer geplant gewesen sei, er sei ja schließlich auch keine 24 mehr (oooh, armer alter Mann … ). Er war auf jeden Fall tüchtig außer Atem gekommen .


Endie hatte mittlerweile seine hellblaue Ukulele geholt und klimperte darauf herum, während er meinte, dass man nach diesem lustigen und beschwingten Lied ja denken könne, das es bei ihnen auch immer so lustig und beschwingt zugehen würde. Dem sei aber nicht so. Ihr Berufsbild hätte nämlich auch Schattenseiten, sie würden sich als Musiker oft nicht ernst genommen fühlen, vor allem von „richtigen“ Musikern. Aber noch respektloser würden diese Menschen ihre Instrumente (also die Flaschen) behandeln. Er würde deshalb das nächste Lied auf der Ukulele beginnen, um zu zeigen, dass sie auch klassische Instrumente beherrschen würden.

Und dann erzählte er uns in „Es ist schwer, ein Flaschenmusikant zu sein“ von ihrem schweren Alltag und davon, wie unfair manche Menschen mit den Instrumenten von Flaschenbläsern umgehen. Ja, das Leben is hart … dafür hatte das Publikum anhand der ganzen Ideen zum anderen Gebrauch von Musikinstrumenten allerhand zu lachen.


Frank verriet uns dann, dass sie auch beim nächsten Lied emotional bleiben wollten. Sie hätten lange diskutiert, wer denn die Hauptstimme singen soll. Jeder wollte es machen, aber es gab nur einen, der diesen Song verkörpern konnte. Peter warf sich an dieser Stelle schon in Pose und grinste sein schönstes Grinsen, doch Frank musste ihn enttäuschen, denn Peter hatte die Hauptstimme nicht bekommen. Frank riet den Männern noch, ihre Partnerin, sollten sie sie lieben, nun festzuhalten, sonst sei das jetzt die Möglichkeit, sie loszuwerden.

Ohne uns aufzuklären, vor wem sich die Männer in Acht nehmen mussten, begannen sie das Lied. Nachdem Fritze sich das versteckte Handmikro geschnappt hatte, war klar, was … bzw. wer uns nun in „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ blühte . Fritze ging dann auch gleich ins Publikum und begann, etliche Frauen anzuzwinkern, anzubaggern und anzuflirten. Eine wollte er wegen ihrem Bankkonto zu einer Bindung überreden, derjenigen, die er zu seiner Geliebten ausersehen hatte, setze er sich sogar auf den Schoss. Jaja, der „Kleine“ hat's wirklich faustdick hinter den Ohren. Einfach göttlich und sehr lustig anzusehen


Fritze blieb noch ein bisschen im Publikum und fragte ein paar Leute, ob es ihnen denn hier gefallen würde und ob sie Spaß hätten. Dann meinte er, dass er schon einige Künstler gesehen hätte, die ihr Publikum während der Show auf die Bühne holen würden um es dann so richtig fertig zu machen. Da sich ihr Publikum aber wohl fühlen sollte, würden sie zu uns runterkommen um uns fertig zu machen (jetzt sind wir aber entspannt ). Sie bräuchten nun drei Leute, deshalb wollte er nun wissen, wer sich nicht traute (keiner meldete sich, sonst hätte er uns sicherlich gleich gewählt). Also ergab er zur Auswahl der Freiwilligen an Endie. Der schickte Frank, Fritze und Möhre los, sich jeweils einen oder eine Freiwillige zu suchen. Peter schickte er in den Gang (Peter [mit seinem geilen Dialekt]: Da war ich ja noch nie!), da dieser bei diesem Lied nur eine untergeordnete Rolle spielen würde. Die „Freiwilligen“ bekamen von ihrem Glasbläser eine Flasche in die Hand gedrückt und wurden kurz in das Glasblasen eingewiesen. Endie erklärte ihnen nun, dass sie jedes Mal zu blasen hätten, wenn er mit dem Finger auf sie zeigen würde und probierte es bei allen drei gleich aus. Das klappte mal mehr und mal weniger gut und wurde entsprechend mit flabsigen Kommentaren versehen

Nach diesen ganzen Instruktionen begannen sie zu acht mit „Obladi Oblada“. Peter hatte zwar die Hauptstimme, aber wurde in dem Lied wirklich am wenigsten bemerkt. Dafür kann er einem eigentlich fast ein wenig Leid tun, aber die wirklichen Helden dieses Liedes waren eindeutig die drei „Freiwilligen“, die ihre Sache sehr gut machten. Deswegen bekamen sie nach dem Lied auch von Peter jeder ein Instrument und einen Stimmschlüssel überreicht.


Endie meinte, nun sei eine sehr interessante Stelle im Programm, die sei nämlich eigentlich gar nicht im Programm. Es sei ein Lied aus dem neuen Programm, dass „Keine Macht den Dosen“ heißen würde und in genau einem Monat in Berlin Premiere haben würde. Dazu hätten sie nun einen etwas größeren Umbau zu machen, er müsse das nun überbrücken. Deswegen erklärte er uns die neuen Instrumente. Da gab es die Wasserspender-Basedrum. Die hätten sie schon ein wenig länger, aber sie könnten sie erst jetzt einsetzen, es hätte ein wenig länger gedauert, die Flasche leer zu trinken. Er zeigte uns auch das neue Plopptablett, aber in diesem Lied würde es nur marginal eingesetzt werden, er müsse nur vier Töne darauf spielen. Ganz wichtig sei aber der blaue metallene Kasten, der vor Peter stehen würde. Da sei ein Loop-Gerät und sie demonstrierten uns, auf sehr lustige Art, wie das funktioniert. Wenn Peter nämlich die richtige Taste drücken würde, dann würde das, was hinter dem Mikro gemacht werden würde, aufgenommen und dann konnte man, wenn man es abspielen würde, collagenartig ganz viele Töne erzeugen (jetzt weiß sicher keiner, was man mit demm Loop-Gerät macht – aber für sowas gibt’s ja googel ). Sie bräuchten das Gerät für das nächste Lied. Das hätten sie sich extra für Waiblingen aufgehoben. Es hätte regionale Gründe, warum sie es im Raum Stuttgart als erstes außerhalb von Berlin präsentieren wollen würden. Wir würden schon merken, warum. .

Dann bat er Peter, den Alarmton anzumachen und sie spielten die ersten Töne in das Gerät. Peter spielte das dann ab und die Jungs gaben noch ein paar Töne dazu, dann ging's wirklich los und zwar mit einem richtig mitreisendem Rhythmus. Als dann die ersten hohen Flaschen einsetzten, war klar – das war ein Lied von FANTA 4 . Endie klagte Peter in einem eigenen gedichteten Text von seinem Leid, seine Lieblingsflasche war nämlich kaputt gegangen. Aber „Die da“, war nicht das einzige Lied in diesem Medley, auch „Sie war weg“, „MfG“ und „Troy“ waren dabei. Der absolute Wahnsinn!!!!! Die Melodie klang absolut wie das Original und der Text war einfach göttlich. Nicht nur zusammengereimt nach dem Motto „Reim dich, oder ich beiß dich“, sondern richtig mit Sinn und Verstand, sehr lustig und eine richtige Geschichte. So mag ich das. Und dass alles noch ziemlich schnell, immerhin machen Fanta 4 ja HipHop. Besonders göttlich war übrigens, als Peter Endie mit extra gekauften Flaschen über den Verlust von dessen Lieblingsflasche helfen wollte und seine Neuerrungenschaften in einer rosa (!) Korbhandtasche aufs Flaschentischchen stellte … Wow, wow, wow. Wenn die anderen Lieder nur halb so gut sind, wird das neue Programm der Hammer! Ich freute mich in diesem Moment schon wahnsinnig auf das neue Programm und war gespannt, ob an diesem Abend noch was aus dem neuen Programm zu hören sein würde.


Für dieses tolle Lied gab's erstmal begeisterten Applaus, lag auch am lokalen Hintergrund . Endie erzählte uns dann, dass sie Ende Oktober mit dem neuen Programm in Stuttgart seien. Nun ginge es aber erstmal weiter, der Frank würde sich hinten schon locker machen, er müsse im nächsten Lied nämlich Schwerstarbeit leisten und die Plastikflaschetuba spielen. Frank zeigte uns dieses Mörderinstrument (eine 1,5 l Plastikflasche) und Endie meinte, Frank müsse sie im nächsten Lied sehr ausdauernd spielen. Dazu brauche man eigentlich die Konstitution eines Tiefseetauchers, die habe der Frank aber nicht. Es könne also sein, dass ihm im nächsten Lied die Kräfte schwinden würden und dann müssten wir ihn durch ein sehr laut gerufenes „Zieh Frank“ unterstützen.

Er teste es gleich und dann ging's auch schon los mit „Viva Las Vegas“. Peter wollte nach den ersten zwei Takten auch gleich wissen, ob Frank denn noch könne. Bis nach dem ersten Refrain war das auch kein Problem, dann schwächelte Frank doch ein wenig und wir mussten ihn wieder pushen. Dass ging dann auch ganz gut, doch am Ende des Liedes musste Endie ihn doch am Schlafittchen packen, weil er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Danach war der Frank erstmal weggetreten und die Jungs mussten ihn halten und ihm Luft zufächern


Peter gelüstete es dann nur noch nach was zu trinken. Leider kam er mit dem Stimmschlüssel nicht zurecht und wir mussten ihn mit „Zieh Frank“ auf den richtigen Weg bringen. Peter wollte dann von uns wissen, ob der Frank Erholung verdient hätte. Das Publikum war gespaltener Meinung, also beschloss Peter, dass Frank sich Erholung verdient hätte, sie würden jetzt was langsames spielen. Er fragte Frank deshalb, ob Reggae OK wäre, was dieser, noch völlig außer Atem, bejahte. Endie schien von Reggae nicht so begeistert, gab aber nach und meinte, dass es in diesem Lied wieder sehr viel zum mitmachen geben, wir hätten uns da ja bisher ganz gut geschlagen. Wir müssten aber im folgenden Lied aus dramaturgischen Gründen strikt ihren Anweisungen folgen. Er fragte, ob das OK für uns sei, was wir weder bejahen noch verneinen konnten, wir wussten ja nicht, was kommt. Endie meinte ironisch, dass sei ja vielversprechend, aber er wolle auf keinen Fall jemand erleben, der eigenmächtig vorgehe (jetzt haben wir Angst!).

Er fing dann auch schon mit Peter an zu singen. Nachdem die ersten Textzeilen gesungen waren, wusste das Publikum, was kommt und einige begannen, „Don't worry, be happy“ mitzusingen. Da musste Endie streng den Oberlehrer spielen und meinte, dass niemand was von mitsingen gesagt habe. Beim ersten Refrain durften wir dann nach Aufforderung mitpfeifen, aber Frank meinte, da würden sich ihnen die Nackenhaare aufstellen, hätten sie das gewusst, hätten sie es uns nicht erlaubt. Nur Peter war schlichtweg begeistert, vielleicht wollte er ein bisschen schleimen . Deswegen erlaubte er uns dann auch das Mitklatschen. Und im nächsten Refrain sollten wir dann pfeifen, klatschen und singen – gleichzeitig (war da einer zu häufig bei Bodo ) und wir waren im Publikums-Himmel .


Endie meinte, wir würden ja klatschen, wie wenn das bereits das letzte Lied gewesen sei. Das sei es aber nicht, das letzte Lied würde jetzt kommen (ohhhh). Wenn wir der Meinung seien, dass solle nicht das letzte Lied sein, dann wüssten wir ja, was zu tun sei. Wenn wir überprüfen wollen, ob sie alles richtig gespielt hätten, könnten wir die ja die CD kaufen, außerdem gäbe es Tshirts in frankfarben, Stimmschlüssel, Instrumentenständer und -koffer. Dann stellte er uns die vier Instrumente für das nächste Lied vor. Die würden völlig ohne Stimmflüssigkeit auskommen, was uns Fritze und Frank mit einer beeindruckenden Choreografie demonstrierten (ja, auch Flaschen umdrehen kann kunstvoll sein ). Und warum die Flaschen keine Flüssigkeit enthielten, würde sich dann aus dem Lied ergeben.

Wahrlich, das ergab sich, denn in „Hit the road Jack“ wurden die Flaschen nicht nur zwischen Frank, Endie, Möhre und Fritze herumgereicht, sondern nachher sogar geworfen. Und zwischendrin bliesen sie auch noch Töne drauf, krass. Das ist auch eines meiner absoluten Lieblingslieder, schon alleine, weil ich jedes Mal die göttliche Choreografie vor Augen hab. Das is wirklich ganz, ganz großes Kino!


Die Jungs verbeugten sich und gingen von der Bühne, kamen aber nach unserem anhaltenden Applaus und Zugabe-Rufen doch wieder auf die Bühne. Peter kam als erster und versuchte uns mit dem Spruch „Is Ok, ich bin ja da!“ wieder zu beruhigen. So ganz klappte das natürlich nicht. Er hätte nun noch eine ganz besondere Überraschung von uns, sie würden nun ein Foto von uns machen. Gesagt, getan, Frank machte ein Foto von uns – natürlich im jubelndem Zustand.

Endie bat Frank, Fritze und Möhre, einen Schritt zurückzutreten, Peter hätte noch was zu verkünden. Und wirklich, er lass uns die Wörterbuch-Definition von „Body Art“ vor, welches auch der Inhalt des folgenden Liedes war. Besonders die Melodie war richtig geil, voll der Ohrwurm. In diesem Lied kam die Wasserspender-Basedrum auch wieder zum Einsatz. Einfach der Hammer – ich wiederhol mich, aber wenn die anderen Lieder nur halb so gut sind …


Endie verriet uns nun, vor dem Abschluss des Konzertes noch ihre Internet-Adresse und meinte, sie würden dort auch Tagebuch schreiben. Da könnten wir dann auch die Bewertung dieses Abends finden – aus ihrer Sicht. Auch das Bild, das Frank vorhin gemacht habe, würden sie hochladen, sie hätten ja Internet im Hotel (an dieser Stelle war Frank ganz erstaunt, er schien im Gegensatz zu Endie nämlich kein Internet im Hotel zu haben – … wie war das mit dem Chef … ach ne, kommt ja erst noch ). Aber auch für uns gäbe es da einen Bereich, das Gästebuch. Da könnten wir dann was reinschreiben über diesen Abend, auch was Kritisches. Aber wir sollten bitte auf eins achten, keine Rechtschreibfehler . Aber nun würde das Abschlusslied kommen. Es würde erst so ein wenig traurig anfangen, dann würde es im ersten Refrain so richtig knuffig werden, da sollten wir uns dann einhacken und so richtig schön mitschunkeln. Wir sollten uns dann den Text merken, damit wir im zweiten Refrain dann auch mitsingen könnten.Dann könnten wir jetzt am Ende des Abends nochmal richtig schön miteinander transzendieren (woraufhin von Peter nur ein „Is ja ecklig“ kam – hat da jemand was falsch verstanden ).

Tja, dann sangen, schunkelten und transzendierten wir zusammen mit dem GlasBlasSing Quintett bei „Wer Abschied nimmt“. Meine Nebensitzerinnen fingen gleich bei den ersten Takten an zu schunkeln, da schloss ich mich gleich an. Und zum Mitsingen waren wir auch verpflichtet – was will man mehr! Ein wirklich wunderschönes Abschlusslied, welches den Abend so richtig schön rund machte.


Aber ganz zu Ende war der Abend doch noch nicht, das GlasBlasSing Quintett kam doch nochmal auf die Bühne. Endie meinte, dass sie jetzt noch ein Lied spielen würden, würde für ihn wieder später Feierabend bedeuten. Denn im Nachhinein würde dann wieder die Presse kommen und denen müsse er dann erzählen, was sie den Abend so gemacht hätten. Die Reporter seien ja noch auf vier anderen Veranstaltungen gewesen und müssten morgen ihren Bericht abgeben. Und das Erzählen würde immer an ihm, Endie, hängen bleiben, denn er sei der Einzige, der auch immer wisse, wo sie gerade seien und der dann die richtigen Antworten geben könnte. Die anderen fanden, dass das doch sehr viel Eigenlob war und waren damit gar nicht einverstanden. Doch Endie meinte dann zu ihnen, was den sei, wenn sie heute beispielsweise in Zürich wären, sie hätten keine Ahnung gehabt. Dann wollte er wissen, wie denn die Schweizer zu den Deutschen sagen würden. Die anderen wussten es nicht. Gummihälse, so klärte Endie sie auf und meinte, dass sei, weil die Deutschen immer nicken würden, wenn der Chef was sagen würde. Da die anderen nicht sehr begeistert waren, meinte er, dass sei doch jetzt lustig gewesen. Da mussten die anderen natürlich in Gummihals-Manier nicken (heißt das jetzt, dass Endie der Chef is ). Endie meinte dann aber, dass ein schweizer Freund ihm erzählt hätte, in seinem Bekanntenkreis würde alle Deutschen Horst genannt werden. Er fände Horste sei ein toller Name. Da fiel ihm auch ein, dass seiner und Fritzes Wellensittich doch Horst geheißen habe. Fritze war ganz empört und meinte, der habe doch Jacky geheißen. Endie meinte, dass täte hier nix zur Sache und außerdem sei das doch dem Vogel egal (was man nicht alles tut, um IRGENDWO nen Horst aufzutreiben, ich bin da ganz auf Fritzes Seite, der arme Vogel!). Aber der Chef hatte gesprochen und alle nickten .

Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, begannen sie an endlich das Lied und das handelte von … der Schweiz . Peter erzählte uns von den Klischees um die Schweiz und wie es dort denn wirklich zugehe. Und dass alles sogar mit Jodeln und Ukulelen-Gezupfe. Besonders geil fand ich ja die Stelle, als Endie einen Zettel herauszog und uns in Schweizerisch irgendwas vorlas, während die Kollegen im Hintergrund was von Heidi sangen – ich hab mich fast weggeworfen. Und nachher kamen auch noch die ganzen Horste ins Lied. Einfach nur geil!


Dann war das Konzert leider auch wirklich schon vorbei. Nach einem kurzen Plausch mit Möhre ging's zurück zum Auto und dann gen Bett, auch wenn ich aufgrund dieses tollen Abends erstmal viel zu hibbelich war, um einzuschlafen.