Das etwas andere Adventssingen - Viva Voce in Ansbach (05.12.2008)

Da ich für dieses Konzert ausnahmsweise mal die Karten an der Abendkasse zurücklegen lassen musste (kommt sonst eher selten vor), war ich bereits um 18.00 Uhr an der Johanniskirche in Ansbach, um die Eintrittskarten abzuholen. Trotz fehlendes Personalausweises (der lag am Studienort, wo ich in dem Moment garantiert nicht war) bekam ich die Karten und hatte noch 1,5 Stunden bis Konzertbeginn zu überbrücken. Glücklicherweise war Weihnachtsmarkt in Ansbach und ich wollte sowieso die Stadt fotografieren und so war ich bis kurz vor Konzertbeginn, als endlich meine Freundinnen eintrafen, beschäftigt. Wir gingen umgehend in die Kirche, es konnte ja nur wärmer als draußen sein, und suchten unsere Plätze auf. Diese befanden sich im linken Seitenschiff ziemlich weit hinten und so merkten wir gleich, dass wir die Voces wohl nur über die aufgestellten Leinwände sehen würden.

Das dies stimmte, merkten wir, als die Voces etwa 10 min. nach dem eigentlichen Konzertbeginn in den Altarraum traten und sich hinter selbigen im Halbkreis aufstellten und ohne Mikros begannen, „Clubbed to death“ zu singen. Nach etwa der Hälfte des Liedes kamen sie dann nach vorne und stellten sich an die Mikros. Da sah ich auch das erste Mal an diesem Abend einen Voce live und in Farbe, nämlich David vom Kopf bis zur Schulter . Ansonsten war der Hörgenuss natürlich ungetrübt und das Lied der absolute Hammer. Einfach nur geil, dass man ohne Instrumente ein Instrumentalstück covern kann und es sich so geil anhört.


Nachdem die Voces nach diesem Lied nach einer langen Pause (die Leute wussten wohl nicht, ob man in einer Kirche frenetisch klatschen darf) doch noch Applaus bekommen hatten, ging's weiter mit „Angles“ und Jörg in der Hauptstimme. Das Lied passte einfach wunderbar in diese Kirche und war einfach wunderschön anzuhören. Und an Jörg kommt eben auch Nils nicht ran ... einfach der Hammer. Schade eigentlich, dass Jörg fast immer das Schlagzeug macht und dann nicht singt, er hat so eine schöne Gesangsstimme.


David begrüßte uns nun und freute sich, dass wir heute alle gekommen waren. Er meinte, dass das Konzert heute frei nach dem Motto „Songs in alten Mauern“ laufen würde. Und das nächste Lied passe auch einfach wunderbar in eine Kirche. Sie hätten es für den Kirchentag 2007 geschrieben und würden es auch auf dem nächsten Kirchentag 2009 in Bremen wieder singen. Und dann begann David mit „Du bist da“ und mir stockte der Atem und ich musste unverzüglich an das einzige Mal, als ich dieses wunderbare Lied gehört hatte, denken. Das war das Sommerfest des Fanclubs im Jahr 2007 gewesen und die Voces hatten dieses Lied in einer unglaublich privaten Atmosphäre für uns gesungen. Umso mehr freute ich mich, es nun wieder zu hören. Ich finde das Lied ist einfach toll, eigentlich halte ich nicht so viel von kirchlichen Songs, aber das Lied ist einfach toll und ich bekomme jedes Mal voll die Gänsehaut beim Hören.


David erzählte uns dann, dass sie ja den Untertitel „A cappella Boyband“ hätten. Damals, vor 10 Jahren, bei ihrer Gründung hätte das ja noch gestimmt, aber mittlerweile sei viel Wasser die Rezat herunter geflossen und sie hätten ja auch Spiegel zu Hause ... An dieser Stelle musste das Publikum aufgrund der „alten Boygroup“ lachen, denn wer nimmt so Jungen Hüpfern schon ab, dass sie alt sind . David fuhr dann fort, dass sie aber denken würden, dass so ein Boyband-Lied auch ganz gut in eine Kirche passen würde und deswegen würde es als Anlehnung an die alten Zeiten nun ein „Minijungs-gruppenpotpourri“ geben. Es würde aus zwei Liedern von Boygroups bestehen. Wenn wir genau aufpassen würden, würden wir sogar merken, wann das eine Lied aufhören und das andere beginnen würde.

Da die Voces aufgrund der Mikrofonständer natürlich nicht tanzen konnten, konnte es nur das ruhigere der „Boyband-Medley“ sein. Und so begannen sie mit „Never forget“ von Take That und machten weiter mit „Help“ von den Beatles (da freut sich der Beatles-Protest-Fan in mir ) . Beides wirklich tolle Lieder und wunderbar dargeboten. Und ich hab sogar den Übergang gefunden :D .


Heiko meinte dann, dass seien nun die ersten Weihnachtslieder gewesen. Es würden aber noch ein paar kommen. Das folgende Lied sei auch ein Weihnachtslied. Und auch bei den Weihnachtsliedern würden sie es so machen, wie bei allen Stücken, die sie covern, sie würden immer versuchen, die Lieder ein bisschen anders und in einem eigenen, vorher vielleicht noch nie gehörten, Stil zu singen.

So geschah es auch mit den nächsten Lied, „Dreaming of a white Christmas“. Das Lied ist im Original von Bing Crosby und ziemlich langsam. Das war nämlich die erste, ziemlich offensichtliche „Veränderung“ an dem Lied, die Voces sangen es viel, viel schneller, als im Original. Das machte aber gar nix, denn so bekam das Lied ungewohnten Pep, büßte dennoch aber nichts an seiner Botschaft und seiner Schönheit ein. Das war wirklich eine sehr gelungene Interpretation des Klassikers.


Weiter ging's mit dem „The first Noël“, welches ein wunderschön langsames Weihnachtslied ist. Die Voces sangen abwechselnd die Strophen, bildeten im Refrain aber wieder eine wunderbare Einheit. Ein wirklich sehr schönes Lied, dass ich bisher leider noch nicht kannte.


Ohne Moderation ging's dann mit einem bekannten Lied weiter, „Winterfee“, gesungen von Jörg. Das Lied wirkte in der Kirche einfach prima und passte auch wunderbar in die Adventszeit. Und es ist so romantisch ...


Nachdem wir fertig geklatscht hatten, meinte David, dass Heiko hätte nachher noch eine Überraschung hätte. Leider meinte er „nachher“ wörtlich und führte erstmal seine Zuschauerbefragung durch. Er wollte wissen, wer zum ersten Mal da sei (ziemlich viele), er bereits schon mal auf einem Konzert von Vica Voce war (rein rechnerisch der Rest ) und wer sich sicher sei, dass er nicht wieder kommen wolle (zum Glück keiner). Damit begnügte er sich dann und ging endlich auf Heikos Überraschung ein. Und zwar meinte er, dass Heiko ja Bass singen würde. und sie, die Tenöre, von so einer Stimme ja nur träumen könnten. Aber Heiko könne mit so einer Stimme nicht nur singen, sondern auch prima Geschichten erzählen. Und gerade zu Weihnachten würde er besonders gerne Geschichten erzählen. Deswegen seien sie auf die Idee gekommen, Heiko könne doch heute eine Geschichte erzählen.

Die anderen Voces hatten Heiko mittlerweile einen Stuhl in die Mitte der Bühne gestellt, auf dem dieser Platz nahm. Dann gingen die anderen vier von der Bühne und Heiko las uns aus seinem Buch eine Geschichte vor. Heikos Geschichte hieß „Weihnachtsüberraschungen“ und war eine Erzählung von (ich hoffe mein Gedächtnis täuscht mich nicht) Paul Bahl. Die Geschichte handelte vom kleinen Paul und dem lustigsten Weihnachtsabend seiner Kindheit. Die Geschichte war wirklich äußerst lustig und Heiko erzählte sie uns auf wunderbare Weise. Ja, so bleibt einem Weihnachten wirklich im Gedächtnis.


Heiko räumte dann seinen Stuhl zur Seite und die anderen vier kamen wieder auf die Bühne. Sie stellten sich wieder hinter ihre Mikros und begannen mit dem wunderbar ruhigen „More than words“ und David als Hauptsänger. Man, das Lied hab ich echt schon ewig nicht mehr live gehört und deswegen freute ich mich besonders, denn das Lied ist einfach toll. Und auch dieses Lied war einfach total kirchentauglich


Heiko erzählte uns, dass sie sich im Vorfeld dieses Abends viel mit weihnachtlichen Songs auseinandergesetzt hatten. Ihnen sei dabei ein Phänomen aufgefallen. Jedes Jahr gäbe es so eine Art Wettbewerb zwischen den Radiosendern, wer sich als erster trauen würde, den Song „Last Christmas“ von Wham zu spielen. David trat nun vor und sang uns das Lied an, damit wir auch wüssten, welches „Last Christmas“ gemeint war, aber Heiko winkte ab und meinte, wir würden das bereits kennen. David war dann zwar ziemlich enttäuscht, musste aber trotzdem klein beigeben. Heiko ließ sich davon aber nicht beirren und erzählte uns weiter, dass in diesem Jahr ein norddeutscher Radiosender das Rennen gemacht hätte, der das Lied doch tatsächlich bereits am 24. August zum ersten Mal gespielt hatte. Aber die Weihnachtslieder hätten ja eigentlich einen viel tieferen Sinn. Sie seien nämlich dazu da, denn Männern auf eine ganz subtile Art zu sagen, dass es nun bald auf Weihnachten zugeht und sie die Geschenkefrage doch in diesem Jahr einmal vor dem 24. Dezember, 16 Uhr Nachmittags klären sollen. Weil das so wichtig sei hätten sie beschlossen, auch mal ein Weihnachtslied zu schreiben und das würde nun kommen.

Und tatsächlich, das ultimative Viva-Voce-Weihnachtslied kam nun wirklich. Basti stimmte „Wir schenken uns nix“ an und erzählte uns von seiner Vereinbarung mit seiner Freundin, die ihn sehr froh macht, kommt er doch so um das Geschenkekaufen drum rum. Ob das so klappt, kann man natürlich erst an Weihnachten sagen ... aber Überraschungen gibt es ja immer im Leben. Ein einfach geiles Lied, das ich grad vor Weihnachten einfach nicht oft genug hören kann und so natürlich auch an diesem Abend besonders genoss.


Weiter ging's mit einem der Weihnachtslieder schlechthin - „Jingle Bells“, diesmal allerdings mit Thomas in der Hauptstimme und bedeutend schneller, als das Original. Schon krass, selbst die Glöckchen machten die Voces nach. Bei diesem Lied wünschte ich mir erneut, die Voces würden mal eine Weihnachts-CD rausbringen, ich würd sie sofort kaufen und die würde bei mir rauf und runter laufen ...

Nach dem Lied meinte David, dass bei einem Konzert in einer Kirche eine Orgel natürlich nicht fehlen dürfte. Nun würde ein Stück von dem Komponisten Walter kommen. Dieses Stück sei in drei Sätzen und wir sollten bitte erst nach dem dritten Satz klatschen. Basti erzählte uns dann, dass sie sich solange in die Pfarrer-Lounge zurückziehen und dort ne Tasse Tee trinken und ne Runde Ping-Pong spielen würden . Sie wünschten uns viel Spaß und gingen von der Bühne ab. Dann begann das „Orgelstück in drei Sätzen“. Auch wenn ich das Stück, wie viele andere Stücke an dem Abend auch, leider nicht kannte, war es schon sehr schön und auch verdammt beeindruckend. Es passte – oh Wunder – wunderbar in eine Kirche. Das einzig doofe, was wir im Nachhinein bemerkten: das Stück ersetzte die Pause. Die Voces hatten dadurch ja Pause, aber für uns fiel sie dadurch weg. Aufgrund der harten Kirchenbänke wäre aufstehen aber ganz gut gewesen. Naja, egal, so genossen wir eben die Orgel.


Weiter ging's mit einem ganz traditionellen Weihnachtslied. „Zu Bethlehem geboren“ ist schließlich schon älter und wird auch im Weihnachtsgottesdienst gesungen. Von dem her passte es ja prima in die Kirche. Da alle Voces gleichzeitig sangen, gab es auch ein richtiges Chor-Gefühl. Etwa so muss sich das zu Windsbacher Zeiten angehört haben .


David erzählte uns dann, dass sie das vorherige Lied, „Zu Bethlehem geboren“, vor zwei Jahren zusammen mit dem Windsbacher Knabenchor für den Bayrischen Rundfunk gesungen hätten. Das sei wirklich toll gewesen, da sie das schon damals zu ihrer Knabenchorzeit gesungen hätten. Die meisten wüssten ja, dass sie, Viva Voce, sich aus dem Windsbacher Knabenchor heraus gegründet hätten. Das nun folgende Lied, „Maria durch ein Dornwald ging“, sei auch ein Lied, dass sie damals gesungen hätten und das der Windsbacher Knabenchor auch heute noch im Repertoire hätte. Damals, zu ihrer Zeit, sei es jedes mal total aufregend gewesen zu erfahren, wer denn nun ein Solo in dem Lied singen dürfe. Das Lied hat nämlich drei Strophen, in denen jeweils ein Windsbacher eine Solostimme singen durfte. Das seien eine Altstimme, eine Tenorstimme und eine Sopranstimme. Und das sei jetzt kein Witz, Basti, Jörg und er hätten tatsächlich alle mal die Solostimme singen dürfen. In Anlehnung daran hätten sie beschlossen , dass diese drei in dem Lied die Hauptstimme singen dürften und hätten ein eigenes Arrangement ausgearbeitet.

Und so wurde uns „Maria durch ein Dornwald ging“ in einer wahrhaftig göttlichen Version dargeboten. Der Hintergrund bestand hauptsächlich aus „Maria“ und Jörg, Basti und David durften nacheinander eine Solostimme in den Strophen übernehmen. Wow ... ich hatte so eine Gänsehaut. Das war eindeutig eines meiner ganz besonderen Highlights des Abends. Das Arrangement ist einfach toll. Und ich will ne Weihnachts-CD *in Erinnerungen schwelg*.


Das folgende Lied, so sagte Thomas uns dann, sei für die Leute, die ihnen besonders wichtig seien. Und er sang auch gleich die Hauptstimme von „Mehr als ich sagen kann“. Ich muss ja zugeben, auf CD hör ich es eher selten, aber hier in der Kirche und in diesem Moment passte es einfach wundervoll und ich genoss dieses ruhige Lied total. Und Thomas sang es wirklich, so dass man ihm abnahm, dass alles was er sang, von Herzen kam.


Thomas meinte dann, dass sie sich mit dem nächsten Lied auf Glatteis wagen würden, denn es sei auf Bayrischen. Vor etwa einem Jahr hätte eine befreundete Gruppe, die Spider Murphy Gang, Bandjubiläum gehabt und sie, Viva Voce, hätten aus diesem Anlass mit der Spider Murphy Gang im Zirkus Krone zusammen ein paar Nummer gesungen und viel Spaß dabei gehabt. Sie hätten dann auch eine Nummer gecovert, weil sie ihnen so gefallen hatte und als sie das Programm für den heutigen Abend zusammengestellt hätten, da hätten sie gedacht, dass das Lied eigentlich auch ganz gut in eine Kirche passen würde.

Stimmt, „Sch-bum ('s Leben is wiar a Traum)“, gesungen von Jörg in Bayrisch :D , passte wirklich prima. Zum Glück gab's diesmal nicht halbe Lachkrämpfe wie beim CD-Release-Konzert, das wär in der Kirche irgendwie komisch gewesen . Ich fand das Lied ja schon beim ersten Mal toll, aber seit ich es geschätzte tausend Mal auf CD gehört habe, ist es noch besser :D ... und so war es auch an diesem Abend, einfach unschlagbar toll. Das fand auch das Publikum und nach dem Lied gab es begeisterten Applaus.


Das nun folgende Stück war schon etwas älter, und doch hatte der Hit „It's unusual“ von Tom „Tiger“ Jones mit Basti als Hauptstimme eine belebende Wirkung auf das Publikum und holte es ein bisschen aus den romantischen und weihnachtlichen Träumereien, die aufgrund der vorherigen Lieder entstanden waren. Vor allem gab's am Ende des Liedes, als uns Thomas den Tiger machte, auch was zu lachen.


Nun folgte die „Petersburger Schlittenfahrt“, die auch ein eher traditionelles, weihnachtliches Lied ist. Es gab wieder wunderschön Chorgesang, aber auch Solostellen sangen sie für uns. Insgesamt war die „Petersburger Schlittenfahrt“ ein schön schnelles Lied und ich konnte mir prima vorstellen, in einem schnell dahin rasenden Schlitten zu sitzen. Wirklich toll, das Lied.


Heiko verriet uns dann, dass nun das letzte Stück des Abends kommen würde, was ein enttäuschtes „Ohhhh“ zur Folge hatte. Leider ging er darauf nicht ein und meinte, dass das letzte Lied ein beliebter Welthit sei. Es sei Davids Lieblingsweihnachtshit der unbekannten Gruppe „Wham“. Diesmal war David wohl eingeschnappt, denn er sang das Lied nicht an. Heiko erzählte also weiter, dass sie dieses Lied natürlich auch variieren wollten und so hätten sie sich überlegt, wie man das Lied wohl auf den fünf Kontinenten interpretieren würde.

Und es folgte das „Last Christmas-Medley“, welches uns das Lied in wahrlich unbekannten Fassetten zeigte. Ich muss ja leider ganz ehrlich bekennen, bis auf den asiatischen Kontinent hätt ich wohl nicht unbedingt einen erkannt. Es war auf jeden Fall sehr lustig anzuhören, weil allerhand lustige Geräusche dabei waren. Wirklich sehr cool und ein schönes „letztes offizielles Lied“ .


Die Voces verbeugten sich nun und vergaßen auch uns in den Seitenschiffen nicht, denn sie kamen in jedes Seitenschiff, stellten sich vor die Leinwand und verbeugten sich auch dort. Schön, da hab ich wenigstens einmal am Abend alle Voces in Natura gesehen . Die Voces gingen dann aus dem Altarraum zurück in die Pfarrers-Lounge und wir klatschten natürlich tüchtig weiter, denn das war ja nur das letzte offizielle Lied gewesen, es sprach ja nichts gegen einige inoffizielle Lieder . Und tatsächlich, wir mussten nicht lange warten, und die Voces kamen zurück auf die „Bühne“, bzw. zurück in den Altarraum.

Nun gab's für uns noch ein traditionelles Weihnachtslied, allerdings war „Halleluja, the king is born today“ auf Englisch, was mir das Textverständnis bei dem in der Kirche herrschenden Hall leider etwas schwierig machte. Aber sonst ein wunderschönes Lied und vor allem sehr besinnlich.


David meinte dann, dass dies quasi das Abschiedsadventskonzert in Ansbach für Thomas sei. Die meisten wüssten es ja bereits, dass Thomas sich noch mehr als bisher um das Management kümmern wolle und das beides, Sänger und Management, eben nicht gehen würde. Sie, die anderen vier Voces, würden deswegen auch gerade einen neuen Sänger suchen, das Casting würde bereits laufen. Sie hätten sich gedacht, dann könnten sie Thomas jetzt noch einen Wunsch erfüllen. Das nun folgende Lied sei ein Lied, dass sich Thomas gewünscht hätte.

Das Lied, das Thomas sich gewünscht hatte, war das „Radio-Medley“. Vielleicht auch, weil er dabei „Ich grüße alle und den Rest der Welt“ von der Spider Murphy Gang singen darf? Aber natürlich durften auch David mit dem Queen-Hit „Radio Gaga“ und Basti mit dem Klassiker „Video killed the radio star“ fehlen. Das Lied kam auch beim Publikum trotz Kirche gut an und schaffte es, die etwas wehmütige Stimmung, die bei der Erwähnung von Thomas baldigem Abschied entstanden war, wieder zu verscheuchen.


Thomas bedankte sich nun bei allen, die dieses Konzert möglich gemacht hatten und auch bei uns, dem Publikum. Besonders dankten sie auch der Dame an der Orgel. Sie hätten das wunderbare Orgelstück drüben in der Pfarrers-Lounge gehört, denn sie hätten die Saunatür offen gelassen . Thomas erzählte uns dann auch, dass sie bald wieder im Fernsehen zu sehen sein würden. Am 12.12. würden sie in der „Sternstundengala“ im Bayrischen Rundfunk zwei Lieder singen. Danach könnte man den Fernseher dann eigentlich auf das ZDF stellen und gleich anlassen, denn zwei Tage später würde dort „Mein Advent in Südtirol“ ausgestrahlt werden. Dort würden sie, so glaubte er jedenfalls, „Winterfee“ singen. So genau wisse er es aber nicht mehr, denn sie hätten das ganze bereits im Februar aufgezeichnet. Das sei eben das Showbusiness. Und ganz neu sei seit heute auch der Termin am 21.12., den hätten sie erst heute klar gemacht. Da würden sie auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt auftreten und das würde dann auch ausgestrahlt werden. Thomas meinte dann, dass sie ja die ganze Zeit gesungen hatten, jetzt wollten sie ein Lied mit uns singen. Die Zettel seien auf den Bänken verteilt worden.

Und so sangen die Voces mit uns „Macht hoch die Tür“. Die erste und die dritte Strophe sangen die Voces, die zweite sangen wir und die vierte sangen alle zusammen. Dabei wurden wir von der Orgel begleitet. Es war wirklich wunderschön, weil es wirklich ein riesengroßer Chor war, der sang. Aber wenn die Voces mitsingen natürlich viel schöner als an Weihnachten in der Kirche .


Nun kam der Pfarrer der Johanniskirche auf die Bühne. Er bedankte sich bei Viva Voce für ihren Auftritt und freute sich, dass sie wieder mal in seiner Kirche gewesen waren. Aber, so meinte er, sie, Viva Voce, seien nicht die erste Boygroup gewesen. Denn das seien die Engel gewesen, die bei der Geburt Jesu mit von der Partie gewesen seien. Wobei er jetzt natürlich nicht wisse, ob die besser gesungen hatten, was er sich aber nicht vorstellen könne. Er dankte Viva Voce nochmal für den tollen Abend und sprach einige Segenswünsche für sie und uns. Nachdem er dies getan hatte, meinte er, dass nun nur noch ein Halleluja fehlen würde.

Das kam auch wirklich noch, denn Jörg stimmte umgehend „Halleluja“ von Leonard Cohen an, welches mich schon im Film „Shrek“, wenn auch als Coverversion, sehr ergriffen hatte, mir aber jetzt totale Gänsehaut verursachte und mich einfach nur stumm lauschend dasitzen ließ. Wow ... das war so wunderschön, viel hat nicht mehr gefehlt und ich hätte Tränen in den Augen gehabt. Ein wundervolles Lied und wahrlich dazu geeignet uns völlig ergriffen und voller weihnachtlicher Gedanken zurück in die Wirklichkeit zu entlassen, denn das war leider der Schlusspunkt des Abends.

 

Fazit: 

Ein wunderschönes Voce-Weihnachtskonzert, dass mich total in Weihnachtsstimmung brachte. Und ich will ne Weihnachts-CD


6.12.08 10:34

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