Unplugged 09 - Viva Voce in Aschaffenburg (08.01.2009)

Irgendwie beginnt das Jahr doch sehr „voceig“, wenn man das erste Konzert seiner Lieblingsband besucht, nachdem man schon auf dem letzten im alten Jahr war. Da ich kurz vorher erfuhr, dass es sich bei dem Programm nicht um „Tapetenwechsel“ sondern um „Unplugged 09“ handelte, freute ich mich natürlich noch mehr auf den Abend.

Dieser begann pünktlich um 20.00 Uhr mit „Tears in heaven“. Wirklich wunderschön das Lied – wunderschön traurig. Ich find's jedes Mal wieder unglaublich, mit wie viel Gefühl David Balladen und besonders auch dieses Lied singt. Ganz toll *schmacht*.


Nach dem wohlverdienten Applaus ging's direkt weiter mit „Hallo Leute“ gesungen von Jörg. Auf CD hör ich das Lied ja nicht wirklich häufig, aber im Konzert ist das Lied schon ganz cool. Vielleicht weil ich nicht weiter schalten kann ... nein, das Lied ist schon klasse, auch wenn's keines meiner Lieblingslieder ist.


David erzählte uns nun, dass sie oft Lieder über Dinge singen würden, die das Leben schreibt. Und der Basti würde seine eigenen Geschichten schreiben. Er würde immer versuchen, Parteien zusammenfügen, er, David, würde das durchaus positiv meinen. Basti würde immer versuchen auszugleichen und für den Grundfrieden in der Gruppe sorgen. Basti würde uns nun einen Schwank aus seinem Leben erzählen, denn es würde ab und an auch passieren, dass seine Bemühungen falsch verstanden würden.

Basti tappt wahrlich immer wieder ins „Fettnäpfchen“, wie er uns im Lied versicherte. Er kann einem wahrlich Leid tun, so viel Pech kann man auf einmal doch nicht haben ... aber immerhin, Basti meint es echt nicht böse .


Die nächste Moderation hatte wieder David. Er meinte, das nächste Lied sein von einer besonderen Frau. Diese hätte sie immer begleitet, auch schon zu Knabenchorzeiten. Basti meinte dann, dass sie damals an jeder Wand ganz lasziv auf einem Poster zu sehen gewesen sei. Sie sei die Queen of Pop und dieses Jahr (hier fielen die anderen ein und verbesserten ihn, denn es war ja letztes Jahr gewesen, Basti kam nur laut eigener Aussage damit noch nicht so ganz zurecht) 50 Jahre alt geworden. Ihr Name sei MADONNA. Leider schien man auch in Aschaffenburg Madonna nicht zu kennen oder zu mögen, aber nach kurzer Absprache beschlossen die beiden, dass sie das Lied trotz allem singen wollten. Es würde ja auch nur zwei Minuten dauern, da müssten wir jetzt halt durch.

Madonna schön und gut, aber leider konnten sich die beiden beim „Madonna-Medley“ mal wieder nicht einigen, welches Lied von Madonna sie denn singen wollten. Bastis Wunsch war „Like a virgin“, während David „Like a prayer“ favorisierte. Da sie zu keinem Kompromiss kamen, sangen sie halt jeder einfach ihr Lied und machten dem anderen die restlichen drei Voces abspenstig. Sehr lustig anzuschauen . Nur die Kisten haben gefehlt


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Feeling good“ und einem unglaublich tollen David. Ich liebe dieses Lied, vor allem der Hintergrund ist einfach so toll. Ich krieg jedes Mal voll die Gänsehaut, wenn ich das Lied höre. Und gerade an dem Abend sang David es mit besondere Hingabe.


David wollte nun mehr über das Publikum erfahren. Dazu ließ er Paul das Licht anmachen und ermittelte durch unsere Handzeichen, wer zum ersten Mal da war, wer mitgeschleppt worden war und wer bereits ein- oder mehrmals ein Konzert besucht hatte. Wer nie wieder auf ein Konzert gehen will, konnte er zum Glück nicht mehr ermitteln, da Paul das Licht ausdrehte .

Unverzüglich ging's nun weiter mit „Die Fliege“ und Heiko in der Hauptstimme. Heiko wollte uns nämlich davon überzeugen, dass er ein richtig großer Tierliebhaber ist und wahrlich keiner Fliege was zuleide tun kann. Jedenfalls tut er so ...

Heiko meinte dann, dass uns seine Bandkollegen nun verlassen würden (Moment, ich dachte nur Thomas geht ). Basti, David und Thomas gingen dann wirklich und Heiko und Jörg blieben auf der Bühne zurück. Heiko erzählte uns dann, dass sie oft im Afterglow angesprochen würden, ob der Jörg, da er ein Pflaster am Hals trägt, eine schwere Operation gehabt habe, ob er sich vielleicht die Stimmbänder habe liften lassen. Daraufhin meinte Jörg, er habe nun vier und Heiko entgegnete nur lachend, dass es fünf seien. Jedenfalls sei da nur ein Mikro drunter. Aufgrund dieser ganzen Fragen hätten sie beschlossen, eine kleine Musikschulstunde in die Show einzubauen um dem Publikum den „Bass“ Heiko und das „Schlagzeug“ Jörg zu erklären. Für ihr Können ernteten sie dann auch sehr viel begeisterten Applaus, denn es ist schon faszinierend, was man mit nur zwei Stimmen machen kann.

Dann kamen die anderen drei wieder auf die Bühne und Thomas meinte vor dem nächsten Lied nur, dass es für besonders wichtige Menschen sei. Und wirklich „Mehr als ich sagen kann“ ist wirklich für besondere Leute, die in der im Lied beschriebenen Situation immer noch zum Lyrischen Ich halten (ich sollte einen Deutschaufsatz schreiben ) . Wirklich schön das Lied.


Nun war Basti mit Moderieren dran. Er meinte, dass es im Moment draußen schweinekalt sei. Heute morgen seien bei ihm zuhause sogar die Fensterscheiben gefroren gewesen – von innen. David wollte daraufhin wissen, ob Bastis Heizung denn funktioniert habe. Basti erwiderte, dass er schon denke, dass sie funktioniert habe, woraufhin Davidnur feststellte, das Basti vielleicht mit Gas heizen würde. Heiko konnte sich daraufhin die Bemerkung, dass Basti bestimmt mit russischem Gas heizen würde und die Heizung demzufolge nicht ging, nicht verkneifen [Anmerkung: Zur Zeit des Konzertes hatte Russland der Ukraine wegen nicht bezahlter Rechnungen mal wieder das Gas abgestellt und der Rest von Europa saß deswegen sozusagen auf dem Trockenen). Basti musste daraufhin zwar lachen, besann sich aber, dass er die Moderation zu Ende führen musste und meinte, dass es einem nicht so kalt sei, wenn man es sich innerlich warm macht. Dazu muss man am richtigen Ort zur richtigen Zeit der richtigen Frau das richtige Lied vorsingen.

Du Jungs wollten dann mit „Summerfeeling“ starten, doch nach dieser Hammeransage hatte Basti den Ton nicht mehr. Er bekam von Jörg den Ton und stellte fest, dass er ihn doch gehabt hatte, aber die Jungs mussten trotzdem ein zweites Mal anfangen. Dann aber konnte uns David von seinen Erfahrungen erzählen, die er mit dem richtigen Lied für die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gemacht hatte. Die waren nämlich äußerst positiv .


Thomas erzählte uns als nächstes, dass sie seit Anfang des letzten Jahres Botschafter der Stadt Ansbach seien. Sie hätten die Ansbach-Perle richtig feierlich verliehen bekommen, so richtig vom Bürgermeister und mit Sektempfang. Das sei richtig toll gewesen. Aber eigentlich sei es ja nicht ihr Ziel, nur ihre Heimatstadt in der Welt bekannt zu machen, sondern ihr Heimatland Franken. Deswegen hätten sie auch ein Lied geschrieben.

Heiko bat uns dann, dass wir uns zur Frankenhymne erheben sollten. Und tatsächlich, in Aschaffenburg fühlte man Fränkisch und stand auf. Sogar mitsingen konnten einige. Aber noch mehr Stimmung kam natürlich auf, als Thomas den „modernen“ Teil des „Fräggae“ anstimmte. Und so rockte er über die Bühne und das Publikum hatte sichtlich seien Spaß bei so viel Patriotismus. Das Lied ist ja auch einfach zu cool. Nachdem die Jungs sich den verdienten Applaus abgeholt haben gingen sie unter „Fallerie, Fallera“ von der Bühne ab und in die Pause.


In der Pause mussten wir als erstes Eva begrüßen, denn diese war erst kurz vor Ende des „Fräggae“ gekommen, da ihr Zug phänomenale Verspätung hatte. Aber besser eine Konzerthälfte als gar keine. Und so ging die Pause natürlich ganz schnell vorbei, denn wir hatten eine Menge zu reden.


Wenig später ging's dann endlich weiter. Die Jungs kamen wieder auf die Bühne und begannen unverzüglich mit „What's up“. Jörg interpretierte das Lied einfach wunderbar und das Publikum wippte begeistert mit. Nur an einer Stelle lief es nicht so, wie es sollte, denn ausgerechnet bei der Stelle, bei der es in dem Lied einmal ganz leise wird, musste im Publikum jemand niesen. Die Jungs mussten grinsen und David wünschte dem Nieser sogar Gesundheit und meinte zu ihm, er habe sich die Stelle wohl ganz genau ausgesucht, was bei seinen Bandkollegen noch mehr Heiterkeit hervorrief und dafür sorgte, dass sie sogar lachen mussten. Nachdem sich die Voces wieder im Griff hatten, fingen sie, immer noch grinsend, die Stelle wieder an und wurden erstaunlich schnell wieder erst. Schon krass, wie professionell sie sind.


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „It's not unusual“ diesmal nicht gesungen von Tom Tiger Jones, sonder – viel besser – Bastian Hupfer. Aber nicht nur der begeisterte uns, sondern auch seine Mitstreiter, die in der ausgefeilten Choreografie sogar die Hüften wackeln ließen. Da freut sich Frau natürlich


Heiko erzählte uns dann, dass sie in diesem Jahr – er verbesserte sich, denn wir haben ja nun 2009 – also im letzten Jahr 10-jähriges Bandjubiläum gefeiert. Das neue Jahr würde ihn echt noch ganz kirre machen, er käme noch die ganze Zeit durcheinander. Auf jeden Fall sei die Zeit nicht spurlos an ihnen oder besser an seinen Bandkollegen vorbeigegangen. Das würde man daran merken, dass sie in der Lage seien, nicht nur Lieder zu schreiben, die ausschließlich vom Lieben handeln.

Und wahrlich, in „Weinende Männer“ ging's wirklich nur am Rand um Liebe und schon gar nicht ums Lieben . Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für die Jungs . Ich freute mich mal wieder wahnsinnig, dass das Lied dabei war, denn ich höre es einfach unglaublich gerne.


Unverzüglich ging's nun weiter mit „Winterfee“, gesungen von Jörg. Und es passte auch wirklich zum Wetter, denn Basti hatte ja bereits vorhin schon festgestellt, dass der Winter uns voll im Griff hatte. Aber sonst wird einem bei dem Lied doch eher warm, vor allem ums Herz. Eine wirklich schöne Ballade.


Ohne Moderation ging's dann weiter mit dem Thomas-Lied schlechthin - „It's my life“. Das Lied passt einfach so dermaßen zu ihm, vor allem jetzt mit dem Hintergedanken, dass er ja bald ins Büro wechselt und nicht mehr auf der Bühne stehen wird. Es ist irgendwie total komisch, sich ihn wegzudenken. Irgendwie unmöglich.


David vertraute uns nun an, dass Heiko ja der einzig wahre Mann bei den Voces sei. Das zeige sich auch an seinem Studiengang. Er sei der einzige mit einem Diplom, Heiko sei nämlich Diplom-Technikredakteur. Aber irgendwie wisse immer keiner so genau, was das sei. Aber, so meinte er weiter, Heiko würde gerne erklären und deshalb würde der Studiengang super zu ihm passen. Heiko sei nämlich Fachkraft für das Schreiben von Bedienungsanleitungen. Er, David, fände es gut, dass es solch mutige Menschen gäbe. Heiko sei dann nach dem Studium in die Welt hinaus geschwebt und hätte auch für seine Verhältnisse relativ schnell einen Job gefunden. In diesem Job sei er aber einmal übers Ziel hinausgeschossen.

Wie das damals abgegangen war, dass erzählte uns Heiko dann in „Tach, Herr Chef“, denn wir sollten schließlich nachvollziehen können, wie es ihm in seinem ersten Job erging. Der Chef war wirklich nicht der Hit und so war es nur nachvollziehbar, dass er ein Lied zu viel gesungen hat. Geschadet hat es ja nicht, sonst hätten sie heute bei Viva Voce einen Heiko weniger


Mit dem nächsten Lied, so erklärte uns Thomas, würden sie sich auf's Glatteis wagen. Sie hätten ja vorhin einen fränkischen Song gesungen und der nächste sei auch so in die Richtung. Vor über einem Jahr hätte eine befreundete Gruppe, die Spider Murphy Gang, ihr 30-jähriges Bandjubiläum gefeiert. Sie, Viva Voce, seien eingeladen gewesen und sie, die kleinen a cappella-Jungs, hätten dann mit der Spider Murphy Gang ein paar Lieder auf der Bühne gesungen. Eines davon hätte ihnen so gut gefallen, dass sie beschlossen hätten, es einzustudieren. Und er warnte uns noch, dass der Jörg jetzt gleich bayrisch singen würde, was das Publikum zum Lachen brachte.

Und wirklich, bei „Sch'bum ('s Leb'n is wiar a Traum)“ gab's ne Menge zu lachen. Aber nicht, weil das Lied so lustig ist, sondern weil Jörg es so dermaßen ins Komische zog. Ich wiederhol mich zwar, aber ich finde das Lied, wenn man es ernst singt, einfach schöner, weil letztendlich ist es ein wunderschönes Liebeslied. Und das es gerade Bayrisch ist, dafür kann es ja nur bedingt was. War aber trotzdem toll, dass das Lied im Programm war.


Die Jungs räumten nun die Stühle auf die Seite und stellten sich hinter ihre Mikros auf. Nach einem kurzen Moment der Stille begannen sie das „Radio-Medley“ mit „Radio Gaga“. Aber natürlich durften auch „Video killed the radio star“ und „Ich grüße alle und den Rest der Welt“ nicht fehlen und wir sangen fleißig mit.


David wollte von uns dann nur wissen, ob wir rocken wollen und fetzte nach unserer begeisterten Antwort auch schon mit „Mamalou“ los. Das Lied ging so ab, dass er tatsächlich den Saal zum Stehen brachte. Party total!


Nachdem die Voces tatsächlich wieder auf die Bühne gekommen waren, meinte Heiko, dass er uns vor dem nächsten Lied was erklären müsse, er habe das immerhin studiert. Wir dachten schon sonst was à la „Ich hör auf“ , aber er meinte nur, dass sie, wenn sie ein Lied zu covern versuchten, immer versuchen würden, das Lied in einem neuen Musikstil auf die Bühne zu bringen. Am besten in einem Stil, in dem man dieses Lied noch nie gehört habe. Beim folgenden Stück hätten sie sich aber nicht einigen können, deshalb würden sie jetzt uns fragen, in welchem Musikstil bzw. in welchen fünf Musikstilen wir das Lied gerne sehen würden.

Nach Zurufen aus dem Publikum verteilten die Jungs intern die Stile auf und schon begann Heiko „You're my heart, you're my soul“ mit Swing. Da er befürchtete, wir könnten aufgrund des nicht vorhandenen Textes den Stil nicht erkennen, rief er uns den Stil noch zu. Jörg durfte dann in seiner Paradedisziplin an den Start und uns einen zugekifften Reggae bringen. Göttlich! Als nächstes durfte Thomas dann rappen und überzeugte wahrlich. Basti versuchte dann mit Heavy Metall dagegen anzuschreien und wir bedauerten wahrlich seine Stimmbänder. Mein persönliches Highlight war aber David, der Linda neben mir bei seiner Operndarbietung anschmachtete. Süß


Ohne Moderation und ohne Abgang ging's dann weiter mit „Volare“ und einem unglaublich tollen David. Das ist einfach sein Lied. Mitsingen durften wir natürlich auch wieder und David freute sich, dass wenigstens wir in der ersten Reihe seine „Fragen“ richtig beantworten konnten ... wir hatten jedenfalls unseren Spaß und feierten das Lied, was dann auch auf das Publikum übergriff und am Ende stand der ganze Saal.


Die Voces gingen dann doch noch von der Bühne ab, kamen aber zum Glück wieder. Thomas meinte, dass sie nun das letzte Lied singen würden, dann müsse der Heiko nämlich wieder zurück ins Heim. Sein Zivi würde schon draußen auf ihn warten. Heiko kommentierte das nur mit einem Grinsen. Thomas empfahl uns noch die Gaststätte nebenan, die würde prima Pizza machen. Außerdem würde es da auch Weißbier geben. Sie fänden es ja schade, der Urban Priol würde immer zwei Weizenbier auf die Bühne bekommen, sie fänden, dass könnte man bei ihnen auch mal einführen. Außerdem erzählte uns Thomas noch, dass man sie auch nachher noch im Afterglow am CD-Stand treffen könne. Er wollte dann von Basti wissen, was denn dort heute auf der Karte stand. Basti meinte dann, dass es heute als besondere Empfehlung 200g Cd geben würde. Dann musste er ziemlich lachen. Aber bevor sie endgültig von der Bühne gehen durften sangen sie noch ein letztes offizielles Lied für uns.

Sie stellten sich am Bühnenrand auf und begannen ohne Mikros „Sommernachtstraum“ für uns zu singen. Das Lied war wunderschön und einfach ein wundervoller Abschluss eines tollen Konzertes.

24.2.09 20:24

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