U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleider in Aschaffenburg (29.12.2008)

Um kurz nach 20 Uhr wurde es endlich dunkel und die U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern kamen unter großem Jubel auf die Bühne. Sie stellten sich an den Bühnenrand und eröffneten das Konzert mit „Pinkpourri“. Schon relativ am Anfang ging Sebastian dann wieder von der Bühne, aber zum Glück nur, um ein zweite Mikro zu holen, dass er offensichtlich vergessen hatte und auf dem er den Beat klopfte. Ich finde das Lied sehr faszinierend, da es gerade am Anfang ziemlich ohne Text auskommt und doch erkennt man ohne Probleme, dass es sich dabei um Lieder von Pink Floyd handelt. Ansonsten sah das ganze schon sehr geheimnisvoll aus, da die ganze Bühne in eher gedämpftes, blaues Licht getaucht war.


Ohne Moderation ging's weiter mit „Glücklich“, gesungen von Olli und Sebastian. Schon krass, das war erst das zweite Lied und trotzdem herrschte bereits voll die Partystimmung. Das Lied ist aber auch einfach zu geil und da muss man einfach mitsingen. Und besonders schlimm ist ja, an welche Version des Liedes ich seit dem Konzert immer denken muss .


Beim nächsten Lied kam dann der Kleinste der Gruppe ganz groß raus. Denn „Song 2“ ist wohl das „Filippo-abgeh-Lied“ schlechthin. Da hüpft er echt wie so'n Gummiball über die Bühne. Ich mag das Lied einfach total gerne, auch weil der Hintergrund so eingängig ist. Wirklich super!


Matthias begrüßte uns dann kurz und stellte sie als die U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern vor. Dann ging's auch schon weiter mit einem Lied, dass ihre Art, Musik zu machen, ziemlich genau beschreibt: „BandOhneInstrument“. Aber nicht nur der Titel passt, sondern auch der Stil. Ich find das Lied ja total cool, bin aber immer noch der Meinung, dass es die Melodie so oder so ähnlich schonmal gab. Aber selbst wenn, es macht einfach Spaß, das Lied zu hören. Vor allem auch, weil es eines der wenigen Lieder ist, in denen man Harry den Bass machen hört, obwohl Matthias nicht die Hauptstimme hat .


Matthias ging dann von der Bühne ab und Sebastian kündigte uns an, dass nun Mr. Shaggy aus Jamaika auf die Bühne kommen würde. Mr. Matthias Shaggy kam dann auch tatsächlich unter unserem tosenden Applaus auf die Bühne und stellte sich erstmal äußerst cool vorne an den Bühnenrand und rappt dann mit „Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn“ los. Während des Liedes stellte sich heraus, dass der arme Shaggy sogar einen Frosch in der Hose hatte. Das kann sehr gefährlich werden, vor allem, wenn es ein rappender Frosch ist . Der hatte dann auch wirklich noch glanzvolle Auftritte. Und vor allem auch der Rhythmus geht ins Blut.


Olli und Harry kamen nun wieder auf die Bühne und begannen, sich zu unterhalten. Sie wussten genau, über wen sie sich unterhalten wollten, kamen aber nicht auf den Namen. Knut war es nicht, aber schließlich kamen sie darauf, dass sie Bill meinten. Aber singt der denn wirklich bei der Peking Pension? Als ihnen endlich einfiel, dass der ja bei Tokio Hotel singt (das hört sich auch sooooo ähnlich an) und da wollten sie auch gleich wissen, ob wir den kennen würden. Vor allem die Teenies schienen ihn zu kennen und kreischten los. Olli brachte sie dann sogar dazu, dass sie sich ein Kind von Bill wünschten (ähm ... ich will glaub ich gar nicht wissen, was dabei rauskommt, wenn sich dieses Individuum paart ... vielleicht ein Wischmop, der versucht zu singen ). Bill kam dann tatsächlich auf die Bühne und wurde kreischend empfangen. Er wollten dann auch angefasst werden, denn so vermehrt sich jemand wie er (er hatte sich nämlich grade einen „von der Palme gewedelt“ - wenn das meine Mutter lesen würde *Kopf schüttel* ). Er wollte uns dann auch dazu bringen, eine Parole zu rufen, vertat sich aber leider in den Buchstaben. So beschloss er, etwas halbwegs sinnvolles zu tun und selte uns seine Band vor. Da gab es nämlich seinen Bruder Tom (Harry), seinen Bruder TomTom (Olli), seinen Bruder TomTomOne (Sebastian) und seine schizophrene Schwester Gustav-Georg (Matthias).

Dann konnte sich Filippo-Bill aber nicht mehr zurückhalten und erzählte uns singend, dass er „Durch den Konsum“ musste und was ihm dort so passierte. Und es ist wahrlich heftig, was einen in so einem Supermarkt alles passieren kann. Wirklich klasse das Lied, auch wenn ein Tokio-Hotel-Lied die Vorlage ist. Aber so lässt sich selbst so ein Lied ertragen ... und das Lied ist ja auch einfach voll lustig!


Ohne Moderation, sozusagen sogar ohne die Sirene abzustellen, ging's weiter mit „Kaktus“ und Harry in Rammstein-Art. Wow ... ich liebe dieses Lied. Ich find das so geil. Vor allem erinner ich mich jedes mal wieder dran, wie wir in Mannheim vor nem Jahr erzählt haben, das Lied könne nur von Rammstein sein und dabei ist das ein original Kontrollöre-Lied. Und was für eins. Da wundert es mich nicht, dass sie den Zusatz „hardcore a cappella“ haben. Geil, geil, geil!


Unverzüglich ging's dann weiter dem Ärzte-Hit „Zu spät“ und Sebastian in der Hauptstimme. Dieses Lied sorgte beim Publikum natürlich für Begeisterung, denn das kannte schließlich fast jeder. Und so wurde natürlich auch viel mitgesungen. Heute war Anne sein Opfer. Für sie strich er seine Villa lila, füllte den Pool mit Tiefkühlgemüse und baute ihr ein Bett aus gefrorenem Brokkoli. Filippo und Matthias brachen aufgrund dieser Kreationen im Hintergrund fast vor Lachen zusammen. Besonders lustig fand ich bei dem Lied ja, dass Sebastian, als er merkte, dass wir ihn fotografierte, direkt in unsere Kamera winkte. Und das Bild ist sogar was geworden . Matthias filmte derweilen selbst von der Bühne aus – und zwar uns . Sah schon sehr skurril aus, der „Star“ filmt von der Bühne aus sein Publikum mit seiner alten, geklebten Digitalkamera .


Sebastian durfte dann auch gleich weiter machen mit „Hibbelisch“ und hibbelte auf der Bühne rum. Passender Weise hatte er sein „Hibbilisch“-Shirt dazu an. Ich mag das Lied sehr gerne, immerhin gibt’s ne Choreo fürs Auge und mitsingen darf man auch, was will man mehr. An dem Abend waren wir in der „Uaua“-Gruppe und hatten ne Menge Spaß.


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Killing in the name“. In diesem hardcore Lied hatte Harry die Hauptstimme. Man kann ja nur hoffen, dass die Kontrollöre im Booklet der Vollgas nicht gelogen haben und der böse Harry nur auf der Bühne solche Kraftausdrücke gebraucht. Aber sonst – absolut geil!!! Vor allem auch, weil Matthias bei dem Lied mit nacktem Oberkörper auf der Bühne rumhüpft. Nach dem Lied schickte Harry uns mit Reibeisenstimme in die Pause.


Nach der Pause begannen die Kontrollöre die zweite Konzerthälfte mit „Firestarter/ Policy of truth“, welches uns Sebastian darbringen durfte. Bei diesem Lied bekamen die Frauenkleider im Bandnamen dann eine besondere Bedeutung. Zuerst kam Sebastian in einem neckisch orangefarbenem Hemd und Pippi-Langstrumpf-Zöpfen auf die Bühne und mitten im Lied tauschte er dann dieses Outfit gegen eine silbernes Glitzerkleidchen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man bei dem Lied manchmal wirklich glauben, Sebastian hätte Drogen geschluckt, so wie der manchmal da rumhüpft und rumschreit. Besonders lustig fand ich ja, als er seinen Schatz in der ersten Reihe fand – ein glatzköpfiger junger Mann. Machen wohl die Frauenkleider ...


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Emanuela“, welches die Kontrollöre von der Gruppe Fettes Brot „geklaut“ hatte. Sebastian behielt sein Glitzerkleidchen also gleich an, was irgendwie ein kleines bisschen komisch war. So'n gestandener Kerl in so'nem Fummel. Das Lied selbst ist der totale Ohrwurm und wurde von den Kontrollören abwechselnd gesungen, was dem Lied einen ganz besonderen Reiz gab.


Matthias meinte dann nur, dass nun das Lieblingslied aller Eltern mit pubertierenden Kindern kommen würde – und tatsächlich, „In der Pubertät“ scheint vom Titel her voll zur Zielgruppe zu passen. Aber auch der Inhalt passt. Manchmal denk ich mir auch, dass Lied wurde für meinen kleinen Bruder geschrieben . Besonders schön find ich ja auch, dass man bei dem Lied mitsingen „muss“ - ich werd so gerne gezwungen . Und darüber, dass ich auf Harry als „Mundschlagzeug“ steh, muss ich glaub auch kein Wort mehr verlieren


Die anderen gingen nun von der Bühne ab und nur Matthias blieb. Und dann teilte der die Halle erstmal in zwei Hälften und machte mit uns Musik. Die einen durften nämlich „Asch“ und die anderen „Berg“ rufen. Leider hatte er bald keine Lust mehr, denn so meinte er, wir würden ihn ja doch nur beschimpfen. Stattdessen machte er dann für uns Musik und demonstrierte uns, was man mit dem Mundschlagzeug so alles machen kann. Und da geht wirklich ne Menge. Und keiner kann das eben so gut wie Matthias. Hammer, was der alles für Geräusche hinkriegt. Das Publikum war zu recht begeistert.

Die anderen kamen wieder auf die Bühne, aber es schien so, als würde Filippo fehlen. Das war allerdings nur eine Täuschung, denn der hatte sich in rotem Wallekleid und blonder Engelsperücke hinter Olli versteckt und kam erst beim Anfang von „Blöde Worte“ aus seinem Versteck. Die beiden erzählten uns dann, wie sie sich im Katasteramt kennen gelernt hatten und wie ihr gemeinsames Leben so verlief . Besonders lustig anzusehen war ja, als Filippo beim Tanzen die Perücke verrutschte und er dann neben seinem Text noch „Ich seh nix“ und nach der nächsten Drehung „Ich hör auch nix mehr“ rief. Naja, für ihn war's nicht lustig, für uns schon


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Fantasy“. Hier durfte Olli die Hauptstimme dann ganz alleine singen. Das Lied ist eines der wenigen Kontrollöre-Lieder, bei denen ich unbewusst irgendwie immer in die Nebenstimme abrutsche. Ich weiß gar nicht warum, aber an diesem Abend fiel es mit besonders auf. Aber ansonsten lässt sich zu dem Lied sagen, dass es einfach klasse und voll der Ohrwurm ist. Ganz besonders kommen natürlich auch immer Ollis Choreografie-Elemente an. Und wenn er Matthias auf den Fuß dappt ...


Weiter ging's mit dem im Moment „schlimmsten“ Lied im Programm, denn „Junimond“ erinnert einfach so dermaßen daran, dass es bald für immer vorbei ist . Trotzdem war das Lied einfach wunderschön, wenn auch traurig. Die Bühne wurde ganz in blaues Licht gehüllt und es war faszinierend zu sehen, wie sogar die Kontrollöre total ernst wurden und sich ganz dem Lied hingaben. Ansonsten litten wir natürlich wieder mit dem armen Sebastian mit *schnief* ... und mit uns selbst ...


Von schrecklich traurig wurde es dann schrecklich schön, denn nun kam „Shout“ mit Harry in der Hauptstimme. Das ist so Tanja und mein „ahhhh, wie schön“-Lied. Und ich genieß es jedes Mal. Das ist eines der Lieder, von denen ich wirklich nie genug bekommen kann. Das Lied ist aber auch einfach zu geil. Und es ist schön, wenn Harry mal nicht den Bösen macht, mit Ausdrücken wirft und extrem böse guckt. Außerdem finde ich den Hintergrund im dem Lied auch einfach zu geil. Kurz gesagt, auch an diesem Abend wieder einfach perfekt!!!


Aber nun wurde es noch besser (geht das überhaupt?), denn nun kam „Engel“ wieder mir Harry – ahhhhhhh *freu*. Wenn ich „Shout“ schon liebe, aber darauf freute ich mich noch mehr, dass hab ich bisher noch nich so oft gesehen. Das Lied ist einfach zu geil. Es ist schon das einzige Rammstein-Lied das ich mag, aber in der Kontrollöre-Version ist es einfach göttlich! P.S.: das ich meiner Nebenstehern gesagt hab, sie soll sich aufgrund unsere Vorhabens im Afterglow davon abhalten, bei dem Lied peinlich zu werden, hat leider doch nix genützt, ich musste trotzdem meine Begeisterung überdeutlich kundtun. Aber wenn Harry auch so dermaßen mit dem Hintern wackelt ... ich kann nix dafür, ich bin halt nur eine Frau .


Nun kam auch schon leider das letzte offizielle Lied des Konzertes ... zum Glück gibt’s noch Zugaben. Die Kontrollöre stellten sich auf und schon begann „The battle of the the eighties“. Das Lied war wirklich voll das „Battle“, denn die Jungs hauten uns die 80er-Jahre-Hits nur so um die Ohren. Da war wirklich von „Like ice in the sunshine“ über „When the rain beginns to fall“ und „Radio Gaga“ bis „Life is life“ alles dabei. Wirklich Hammer das Lied – oder besser gesagt, die Liedausschnitte - und durch die ständig wechselnden Sänger und die Choreografie, die jedes Mal anders ist, ist es einfach wunderbar anzuhören und -schauen.


Die Kontrollöre gingen nun, nachdem sie sich verbeugt hatten, von der Bühne ab, kamen aber aufgrund unseres anhaltenden Applauses zu den Zugaben wieder auf die Bühne. Olli hatte nun sein Bienen-Outfit an, da war klar, dass er nun nur seine Freundin „Maja“ besingen konnte. Maja flog also durch ihre Welt bzw. den Konzertsaal und Olli erzählte uns von ihrem Schicksal. Nachher als der Biene dann schlecht wird und sie eigentlich wieder auf die Bühne fliegen sollte, da ging es ihr wohl so schlecht, dass Kermit raus musste. Olli schaute ihn ganz entgeistert an und Matthias rief nur von hinter der Bühne mit einem Lachen in der Stimme: „Das ist ein Fehler“ . Da hat er wohl versucht, den armen Olli aus dem Konzept zu bringen .


Die Kontrollöre gingen kurz von der Bühne, kamen aber sehr bald wieder und sangen uns einen Klassiker vor, von dem ich irgendwie das Gefühl hatte, dieses Lied als russisches Volkslied zu kennen. Und tatsächlich, die erste Strophe von „Those were the days“ wurde von Matthias tatsächlich auf Russisch gesungen. Ich sag's doch. Aber das Lied gibt es auch noch in anderen Sprachen. Es folgten Sebastian mit Französisch, Olli mit Deutsch, Filippo mit Italienisch und schließlich Harry mit Englisch. Und das Lied war tatsächlich in allen Sprachen sehr eingängig und voll der Ohrwurm. Schade, dass es das in der Version auf keiner CD gibt .


Die Kontrollöre blieben nun gleich auf der Bühne und sangen das allerletzte Lied dieses Abends - „Salsa Latino Salsa“. Ganz am Anfang, als ich die Kontrollöre kennen gelernt hatte, da mochte ich dieses Lied ja überhaupt nicht, mittlerweile hör ich es total gerne. Besonders beeindruckend find ich ja, dass Harry keinen Knoten in der Zunge aufgrund seiner Hintergrundbegleitung bekommt . Nach diesem obligatorischen Schlusslied war dann leider wirklich Feierabend. Schade, ich hätt noch weiter machen können.

1.3.09 22:15

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ursel / Website (7.3.09 13:54)
Hallo mel,

vielen lieben Dank für den ganz tollen Konzertbericht der UBK! Nun beginne ich doch, mich drauf zu freuen, dass ich sie am 20.3. sehen werde.

Liebe Grüße,
Ursel