U-Bahn Kontrollöre in Mannheim (13.02.2009)

Um 20 Uhr ging's dann endlich los, eine U-Bahn fuhr ins Capitol ein. Die Türen öffneten sich und die Fahrgäste stiegen aus. Nachdem die U-Bahn dann wieder abgefahren war, ging das Konzert mit „Vollgas“ endlich richtig los. Die Kontrollöre kamen nacheinander auf die Bühne und legten wirklich mir Vollgas los – bzw. hatten wohl erstmal vergessen, die Handbremse zu lösen. Aber Teil zwei des Liedes geht dafür ja wirklich ab. Ein richtig geiles Lied und ein wunderbarer Konzertanfang.


Unverzüglich ging's weiter mit „Geiz ist nicht geil“ und Harry in der Hauptstimme. Von der Vollgas-CD ist dies ja eines meiner Lieblingslieder. Es stimmt aber auch einfach zu sehr – wirklich schade, dass der blaue Elektronikmarkt nicht mehr den Slogan hat. Trotzdem machte das Lied totalen Spaß und ich saß wiedermal nur mit debilem Grinsen in meinen Sitz. Warum nur


Matthias begrüßte uns nun und meinte, wir seinen ein tolles Publikum und meinte, wir hatten eine tolle Show verdient und wollte uns aus diesem Grund AC/DC-Karten andrehen – die aber irgendwie doch keiner wollte. Er meinte, dass sie ja nun schon seit 17 Jahren zusammen Musik machen würden. Das sei sowieso ein spannendes Alter, da würde alles sprießen – nur nicht da wo man wollte. Und man würde auch sein erstes eigenes Geld durch den Verkauf von Handys seiner Mitschüler verdienen. Man sei einfach mittendrin in einer spannenden Zeit.

Und wahrlich, „In der Pubertät“ zu sein, ist wirklich spannend. Matthias führte uns diese Lebensphase noch mal vor Augen und ich stellte fest, dass ich froh bin, dieses Alter überstanden zu haben ... Natürlich durften wir wieder Matthias Fragen beantworten und schafften das auch ganz gut – sonderlich schwer war's zum Glück ja nicht


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Fantasy“, gesungen von Olli, auch wenn ich für meinen Teil zugeben muss, dass ich bei dem Lied irgendwie immer den Hintergrund singe. Vielleicht singt mir der Olli einfach zu hoch oder der Hintergrund ist zu schön. Auf jeden Fall war das Lied wieder richtig toll. Vor allem auch Matthias Gesicht, als Olli ihm auf den Fuß trat . Wusste gar nicht, dass ein Bass so hoch singen kann


Für Olli gab's dann natürlich besonderen Applaus. Und natürlich auch für seine Stiefel. Matthias wollte dann sogar, dass sich welche aus Begeisterung für die Stiefel vom ersten Rang stürzen. Leider (oder zum Glück) fand sich da niemand. Die Stiefel sind aber schon was besonderes, immerhin haben sie auch immer ein eigenes Hotelzimmer im Mannheimer Hilton. Filippo gestand uns dann, dass er manchmal in diesen Stiefeln übernachten würde, denn im Gegensatz zu ihm hätten die ja ein Hotelzimmer. Und außerdem würde ihn eine persönliche Geschichte mit diesen Stiefeln verbinden. Denn vor etwa 49 Jahren hatte er als 17 Jähriger darin seine Freundin kennen gelernt. Bei den Stiefeln, so versicherte er uns, handele es sich nämlich um Anti-Ageing-Stiefel. Und ganz zufällig fand diese Begegnung in Mannheim statt. Mannheim hieß damals allerdings noch nicht Mannheim sondern Acker. Er hatte damals zusammen mit Johannes Hesters seinen Zivildienst abgeleistet. Er hatte sich als Jungbauer auf den Anbau von Saumägen spezialisiert (und führte uns ausführlichst aus, wie das geht, was die restlichen Kontrollöre, allen voran Matthias, sehr zum Lachen brachte). Er hatte dann mit seinem Traktor auf dem Feld eine Panne. Da schob (das ist Filippos Rechtschreibreform) ein elfengleiches Wesen auf ihn zu – der gelbe Engel. Der gelbe Engel frogte (!) ihn schließlich, was an seinem Traktor kaputt sei. Die beiden fanden sich dann so anziehend, dass sie sofort in den Stiefel sprangen um sich vor neugierigen Blicken der Ludwigshafener zu schützen. Er wolle uns nun im nächsten Stück erzählen, was damals im Stiefel geschah. Das Lied wird unterstützt von vier Investmentbankern (er zeigte auf die andern vier), die nach einer Choreografie von Joseph Ackermann uns das Beben an den internationalen Börsen vortanzen würden. Am Schluss würden sie die aktuelle Dax-Entwicklung der Deutschen Bank darstellen .

Nach dieser Hammer-Moderation durfte er uns dann endlich von den Erlebnissen im Stiefel berichten, denn dort hatte er „Gänsehaut ... (überall)“ gehabt. Wow, was für eine Ballade. Traut man den Kotrollören so beim üblichen Programm gar nicht zu. Dafür ist sie dann noch schöner. Und die Choreografie ist wirklich toll, auch wenn Herr Ackermann sowas nie hin bekommen hätte . Einfach toll!


Harry, Sebastian und Olli gingen von der Bühne und Matthias und Filippo konnten sich ganz ihren Gefühlen hingeben. Leider verhedderte sich dabei Filippos Augenbraue in Matthias Akkopatz. Sie konnten die Sache aber schnell (und schmerzhaft klären). Matthias riss dann einen Witz und meinte, dass er heute übermütig sei und produzierte schwubs aus einem Tesafilm am Bühnenrand Konfetti. Die beiden kamen dann vollends vom Thema ab und wunderten sich über den Geruch in Mannheim. Eine Dame aus dem Publikum meinte, dass sei eine Schokoladenfabrik, doch Filippo war der Überzeugung, das könne nur von BASF kommen. Letztendlich freuten sie sich dann aber doch über das ergriffene Publikum – bis sich herausstellte, dass die Frau, die sie sich heraus geguckt hatten, nur schlief. Sie beschlossen schnell weiterzumachen und Matthias ließ Filippo seine Hunde holen und schickte ihn wieder weg.

Bello und Maria, Matthias Hunde, stellten sich dann selbst vor, schritten sich aber die ganze Zeit. Matthias musste sie zur Ordnung rufen und daran erinnern, dass sie doch eigentlich berühmte Filmszenen nachstellen sollten. Das taten die beiden dann auch – und wie. Hammer. Und so lustig. Da sind so viele bekannte Filme drin und Matthias schaffte es einfach wunderbar seine Stimme zu verstellen und jeder der Hunde-Handpuppen einen eigenen Charakter zu verleihen.


Matthias ging nun von der Bühne und die anderen vier kamen, geführt von Harry, der den Rhythmus vorgab, wieder auf die Bühne. Besonders lustig fand ich ja, dass sich der gleich einen der Stühle für die zweite Hälfte schnappte und sich hinsetzte. Entweder wird da einer alt oder faul . Sebastian meinte dann, dass er sich freuen würde, uns nun einen ganz besonderen Gast vorstellen zu dürfen. Denn nun würde aus Kingston, Jamaika, Mr. Shaggy kommen.

Mr. Matthias Shaggy kam dann auf die Bühne und stimmte, nachdem er uns glaubhaft versichert hatte, er sei ein „Son of Mannheim“, „Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn“ an. Irgendwie schienen ziemlich viele Neuhörer dazu sein, denn das Publikum freute sich in einer Art über das Lied, wie es nur Neuhörer können. Besondere freute es sich auf über Kermit, der mit Mr. Shaggy rappen durfte. Aber eigentlich ist das ja nicht Kermit sondern Jan Delay. Irgendwie verlor er dann auch seine Pips-Stimme und sang auf einmal Bass. Aber er fing ich wieder und erinnert sich sogar an den Text. Richtig cool.


Die Jungs gingen von der Bühne und man hörte auf einmal von hinten Filippo mit philosophischen Erklärungen über Kant. Aber Harry, Olli und Sebastian fielen im ins Wort, denn sie wollten sich unter anderm über Hegel unterhalten – aber der spielt ja bei Waldhof Mannheim. Und schon ging's bunt weiter. Irgendwann wurde es Filippo in dem ganzen durcheinander Gerede zu bunt, er stoppte es rüde und schon begannen sie mit „Ich mag es“. Besonders lustig war gleich am Anfang die Stelle anzusehen, als Filippo und Matthias so eine Art Klatschspiel machen. Es erschien wir an dem Abend irgendwie ... außergewöhnlich . Fast weggeworfen hab ich mich dann, als Filippo von Harry sein Mikro mit den Worten "Grummär, Mikro“ zurückfordert. Danach durfte Matthias uns endlich seine geheimsten Geheimnisse gestehen ... er mag es nämlich, wenn seine Freundin stickt ... Auch eines der Lieder, die ich anfangs auf CD ziemlich doof fand. Aber live hör ich es voll gern. Vor allem wahrscheinlich, weil man da ja noch die Choreografie dazu hat. Bin halt doch ein optischer Typ


Natürlich gab's viel Applaus für die Kontrollöre. Dennoch ging's gleich weiter mit meinem „ohhhhhh“-Lied schlechthin, das Lied, das mir jedes Mal Gänsehaut bereiten wird, das Lied, bei dem ich schon beim Intro in Verzückung gerate ... – kurz „Shout“. Harry sang das Lied mal wieder einfach geil – Tanja hat das treffend formuliert: Ich glaub der wird jedes Mal noch besser. Ich genoss und mehr kann ich dazu deswegen nicht sagen

Harry zählte sich selbst ein und ohne Moderation und Übergang ging's weiter mit „Kaktus“. Ich find's ja jedes Mal wieder faszinierend, wie schnell Harry von „normaler Singstimme“ komplett auf „Reibeisen“ umschalten kann. Wenn man es nur hören würde, käme man nicht auf die Idee, dass das der selbe Mann ist. Nachdem er uns sein Lieblingssukkulent näher gebracht und uns dessen tragische Geschichte erläutert hatte, schickte Harry uns in die Pause.


Nach der Pause kam dann erstmal ein Huhn auf die Bühne – Moment Huhn, wir waren doch eigentlich bei den Kontrollören! Aber es stellte sich heraus, dass im Huhnkostüm Filippo steckte. Aufgrund unseres Gelächters fragte er sich dann, ob wir denn noch nie ein Huhn gesehen hätten (das buchstabiert man übrigens HON ). Er sei nämlich Herkules, das Hantelhähnchen und würden im Fitnessstudio Hühnchenbrust als Maskottchen arbeiten. Er erklärte uns dann den Werbeslogan des Studios und lies eine Herrn den Slogan wiederholen. Als dieser das nicht konnte verschrie er ihn als Fitnessmuffel (die Henne [Frau] des Herrn sollte laut Filippo übrigens Vogelgrippe haben, da sie so lachen musste ). Damit wir alle neugierig auf das Fitnessstudio wurden zeigte er uns einige Übungen wie die rhytmische Schminckgymnastik. Aber den Herrn hatte Filippo noch nicht vergessen, er schlug ihm vor, auch als Maskottchen für das Fitnessstudio zu arbeiten. Die Rolle des Wellness-Walrosses sei noch frei. Filippo beschwerte sich dann noch über seine Arbeit und verriet uns, dass er unglaublich gern mal Urlaub in Hockenheim machen würde. Aber das könne er sich nicht leisten, denn er würde seinen Job auf 0,50€-Basis machen – die Woche. Er sei nämlich ein Harz-IV Hähnchen und arm wie ein Kirchen-Huhn.

In der Zwischenzeit waren seine Kollegen auf die Bühne gekommen. Olli sah aus wie eine Meerjungfrau und die anderen trugen Seemannslook. Und schon ging's los mit „Unter dem Meer“, wozu die Kostüme ja prima passten, jedenfalls alle bis auf das Fitness-Hühnchen, dass auch noch die Hauptstimme hatte. Trotz dieser optischen Verwirrung ist das Lied voll der Ohrwurm und ich freu mich jedes Mal, es zu hören. Und die Choreografie ist ja auch sehenswert.


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „You can leave you're had on“, zu dem das Hühnchen einen bühnenreifen Strip hinlegte und sich nach und nach unter dem begeisterten Gejohle des Publikums seines Kostüms entledigte. Besonders lustig fand ich ja, als die Kontrollöre aufgrund Filippos- Hüftgewackel den Tack änderten und es aufeinmal ein tangoartiges Stück wurde und einer der Kontrollöre „Shakira, Shakira“ rief. Danach war dann die Seejungfrau an der Reihe, die von den beiden Matrosen Matthias und Harry entkleidet wurde.



Dann blieb nur noch Matthias auf der Bühne zurück. Der zeigte uns dann, was man alles für Geräusche mit dem Mundschlagzeug machen kann. Und das ist wirklich extrem viel wenn man Matthias Keller heißt. Wow, ich bin jedes Mal wieder total von den Socken, was er alles hinbringt. Dagegen können die Mouth-Drummer anderer Bands echt einpacken.


Die anderen kamen nun wieder auf die Bühne und begannen ohne Moderation mit „This love“, in welchem Harry die Hauptstimme singt. Ich liebe die Choreografie, mittlerweile kann ich sie ja sogar schon . Ich saß also in meinem Sitz und tanzte gedanklich mit. Das nennt man dann nicht Ohr- sondern Augenwurm .


Nachdem Harry genügend umjubelt worden war, verwandelten sich die fünf in alte Opas und nahmen auf Hockern vor der U-Bahnwand platz. Sie fingen dann an, Musik aus ihrer Zeit zu machen, denn die Opas waren die Old Spice Boys. Sie haben bereits 90 Jahre Bühnenerfahrung hinter sich. Sie seien sehr erfolgreich, aber trotzdem immer auf dem Boden geblieben – jedenfalls so lange, bis ihnen der Zivildienstleistende wieder aufgeholfen hätte. Dann stellte Matthias uns die Besetzung der Old Spice Boys vor. Sebastian spielt die Trompete, Olli die Klarinette, Harry die Posaune, Filippo das Schlagzeug und Matthias irgenwas undefinierbares. Ihren Tag würden sie immer mit rhythmischer Sportgymnastik beginnen. Und sie demonstrierten uns auch gleich, wie das aussieht. Filippo ging dabei voll ab.

Aber letztendlich geht es ja doch nur um eins „Staying alive“. Das geilste ist ja, das Matthias als der Bass das singt. Und natürlich waren ganz Opa like auch ein paar Fehler wie Husten oder ein kaputtes Hörgerät dabei. Richtig lustig wurde es dann, als der Herzschrittmacher versagte und Matthias auf der Bühne „verstarb“. Harry stellte fest, das man ihm nicht mehr helfen könne, doch glücklicherweise kam Matthias doch wieder zu sich und konnte das Lied sogar beenden. Sehr sehr lustig anzuschauen. Ich würd auch einiges dafür geben, wenn die Kontrollöre ihre Karriere bis in dieses Alter fortsetzten würden .


Danach ging's dann ganz ruhig weiter, denn nun war „Junimond“ mit Sebastian in der Hauptstimme dran. So schaurig traurig schön ... ich weiß irgendwie in letzter Zeit nicht so ganz, ob ich das Lied richtig doll mag oder hassen soll. Ein wunderschönes Lied, vor allem in der Kontrollöre-Version (so schöne Nebenstimmen), aber unter dem Aspekt der Trennung eben schwierig für mich ...


Nun hörten wir eine U-Bahn einfahren und anhalten. Die Leute stiegen aus und dann kam eine Durchsage mit der wir vor Entflohenen aus der Psychiatrie gewarnt wurden. Wir sollten die Augen offen halten – und tatsächlich, wir sahen die Entflohenen, denn sie kamen geradewegs auf die Bühne und begannen mit „Dann bin ich Yin“. Die beiden Oberinsassen Olli und Harry erschreckten erstmal Filippo und sorgten dann beim Publikum mit ihren Grimassen und ihrem tollpatschigen Herumgestolpere für allerlei Lacher. Da sie irgendwie nicht wussten, wer sie wirklich waren, sorgten sie dafür, dass beim armen Filippo die Nervenkrise ausbrach und er nun seinerseits ein Fall für die Nervenheilanstalt war. Sebastian und Matthias mussten ihn schon in die Zwangsjacke verpacken und ihn wegzerren. Am Schluss ging dann die Sirene an und die Kontrollöre gingen unter Applaus von der Bühne.


Die Sirene hörte schon gar nicht mehr auf und leitete direkt zu „Killing in the name“ über. Matthias kam als Erster auf die Bühne, er hatte sich seiner Oberbekleidung entledigt. Harry kam letzter und begann, böse Schimpfwörter singend, über die Bühne zu wandeln (wobei von einer Ecke in die andere rennen wohl richtiger wäre). Ich liebe dieses Lied ja total, weil da einfach Hardcore a cappella total rauskommt. Das ist einfach eines der Lieder, wegen dem ich angefangen habe, die Kontrollöre als etwas Besonderes zu lieben.


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Zu spät“ und Sebastian in der Hauptstimme. Das Lied sorgte für viel Begeisterung, weil es selbst die vielen Neuhörer kannten. Tanja und ich saßen bei diesem ja wirklich erste Reihe Mitte und wir hatten beide die Befürchtung, dass wir heute möglicherweise Sebastians Opfer sein könnten. Als er von der Bühne kam, kam er auch tatsächlich auf mich zu. Aber „glücklicherweise“ blieb ich verschon, er wollte nur wissen, was ich für eine Kamera habe, denn er wolle sich auch eine neue kaufen. Er ging dann weiter zu Ute rechts von uns. Für Ute wollte er wirklich alles tun, er strich sogar seine Villa in Neuostheim (laut ihm eine exklusive Gegend – wer bitte zieht denn DAAAAA hin?!?!?!?!) rot für sie und den roten Pool füllte er mit Pommes. Er wollte sogar zur besten Frittenbude von Mannheim mit ihr gehen und für sie sogar einen Acker mit Kartoffeln bebauen und mit der Nagelschere Pommes schneiden. Das einzige, was Ute dann noch wollte, war Ketchup. Er wollte sogar seine Fritteuse wieder vom Schrank holen, die da schon fünf Jahre in gefülltem Zustand stehen würde. Und er wollte diese Fritteuse nur mit einem Weißkohlblatt bekleidet putzen (keiner weiß, wie er auf das Weißkohlblatt kam). Wow, so eine lustige Version hab ich lange nicht mehr erlebt .


Sebastian sprintete schnell hinter die Bühne und die anderen stimmten schonmal „Hibbelisch“ an. Sebastian kam dann mit dem passenden Tshirt wieder auf die Bühne und hibbelte über die selbige. Ich liebe dieses Lied wirklich sehr, vor allem, weil es voll oft auch zu mir passt, ich bin auch voll oft hibbelisch. Und natürlich durften wir bei dem Lied wieder mitsingen. Tanja und ich waren heute in der „Ich bin so hibbelisch“-Gruppeund genossen das „singen dürfen“ natürlich total. Wirklich geil!


Nach dem Lied gab's erstmal den verdienten Applaus für die Kontrollöre und dieses tolle Konzert und sie durften sich verbeugen. Sie gingen zu den Zugaben nicht von der Bühne, verrieten aber, das sie für nachher eine Überraschung für uns hätten. Aber lange konnten wir über diese Überraschung nicht nachdenken, denn schon begannen sie mit dem „Battle of the eighties“. Ich finde dieses Lied ist nach wie vor eines der faszinierendsten, denn ist schließlich eine Kunst, so viele Lieder in ein einziges zu packen so dass es sich auch noch gut und homogen anhört. Respekt Jungs. Und abgehen tut das Lied natürlich auch. Besonders lustig war ja, das Filippo in dem Lied irgendwie fast alle seine Liedzeilen in einer sehr schwulen Art und Weise sang. Hat sich sehr lustig angehört .


Matthias kündigte dann an, dass es nachher Tshirts und CDs im Sonderangebot geben würde. Aber zuerst wollte er einen Countdown von uns. Als wir bei Null angekommen waren kam Olli im Bienen-Kostüm auf die Bühne. Er hatte seine Freundin „Maja“ dabei, die den Konzertsaal fliegend erkundete. Es is kommisch, auf CD würd ich das Lied so was von gar nicht mehr hören, aber wenn sie beim Konzert nicht dabei wäre, würde was fehlen. Am Ende verwandelte sich Maja wieder in Kermit, der wie tot über Ollis Arm hing. Er wusste dann auch nicht so recht, was er mit so einem Arbeitsverweigerer tun sollte und beendetet einfach das Lied.


Die Kontrollöre verbeugten sich erneut und Matthias meinte, dass nun die Überraschung kommen würde. Aus diesem Grund ließ er das Licht anknipsen. Weil wir so ein geiles Publikum seien würden sie uns gerne missbrauchen (seine Wortwahl!) für einen kleinen Film, der auf die Neuauflage der Vollgas-CD drauf kommen würde. Und zwar würde Kaktus auf die CD kommen. Filippo meinte, wir dürften uns jetzt noch frisieren. Matthias erklärte da während weiter, dass sie es nett fänden, wenn man vor dem Video noch die Fans sehen würde. Zum Drehen käme nun der Zwilling von Steven Spielberg, Jens, auf die Bühne. Was wir machen sollten sei eigentlich total einfach. Wir sollten einfach ganz ruhig sein, bis zu dem Moment, in dem sie uns fragen würden, welches Lied denn auf die CD solle. Dann sollten wir laut und deutlich „Kaktus“ rufen. Filippo versprach uns als Entlohnung dafür allen ein 50 Pfennig Stück (ich wusste doch, ich hab was vergessen abzuholen ) . Wir probierten es erst trocken, dann wurde das Video gedreht und zwar mit Matthias zusammengeklebt Digicam. Davor meinte er aber noch, dass er sich überlegt hätte, das Tanja und ich das ja eigentlich machen könnten, wir würden ja sowieso die ganze Show filmen. Wer also die Show haben wolle, solle sich an die beiden Mädels in der ersten Reihe wenden. So entstehen Gerüchte *entrüstet guck*.


Schließlich konnte das Video gedreht werden, aber danach kam dann leider nicht wirklich nochmal Kaktus, sondern es ging direkt weiter „Salsa Latino“, bei dem das ganze Publikum richtig Party machte. Sogar Geräusche nachmachen durften wir, wobei Sebastian teilweise noch seltsamere Folgen zusammenbrachte als Eddi von den Wise Guys. Und der is schon schwierig zu handhaben. Nach diesem Lied war das Konzert dann leider wirklich aus und die Kontrollöre wanderten und den Klängen von „Salsa Latino“ durch den Saal vor zum CD-Stand.

16.4.09 22:43

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