GlasBlasSing Quintett in Waiblingen (18.09.2009)

Am 18.09.2009 war es endlich soweit, endlich, endlich zum GlasBlasSing Quintett, ich hatte schon die ganze Zeit sehnsüchtig auf das Konzert gewartet.

Endlich war es 20 Uhr, die Musik hörte auf zu spielen und Endie, Peter, Frank und Möhre kamen auf die Bühne. Sie nahmen auch gleich ihre Flaschen und wollten beginnen, aber irgendwie fehlte da einer – Fritze. Man hörte dann, wie hinter der Bühne, wie einer noch ein dringendes Geschäft erledigte. Allem Anschein nach schien es Fritze zu sein, denn der kam wenig später auf die Bühne geeilt, verschwand aber gleich wieder, denn er hatte die Klospülung vergessen. Die anderen verzogen genervt das Gesicht, denn die Flaschen wurden immer schwerer. Endlich kam Fritze wieder, aber Peter war immer noch nicht ganz zufrieden und zog ein rosa Kästchen heraus, aus dem Fritze sich ein Tuch zum Händesäubern ziehen durfte, soviel Zeit muss schließlich sein.


Als auch das erledigt war, packte auch Fritze seine Flaschen und die Jungs konnten endlich mit „Don't be cruel“ starten. Schon mit diesem ersten Lied zogen sie mich total in ihren Bann. Hammer, diese ganze Musik nur mit Flaschen gemacht. Ich guckte immer wieder ungläubig von einem zum anderen, was aber auch daran liegt, dass es mich immer noch verwirrt, dass das alles eigentlich aus einzelnen Tönen besteht und nicht jeder der fünf eine Melodie hat (auch wenn jetzt sicher keiner versteht was ich meine!). Ich war auf jeden Fall schwer beeindruckt und wippte fleißig mit, ist ja auch ein wunderschönes Lied.


Während des Applauses stellten die Jungs die soeben benutzen Flaschen zurück und suchten sich ihre Flaschen für das nächste Lied zusammen. Leider waren sie noch nicht ganz fertig damit, als wir aufhörten zu klatschen. Endie stellte die Gruppe vor, meinte aber, dass wir doch einfach zwischen den Lieder ein wenig länger klatschen sollten, damit nicht so leere Momente entstehen würden. Er erzählte uns dann auch noch ein paar Details zur Band und meinte, sie seinen zwar noch nicht lange professionelle Flaschenmusiker, aber schon viele Jahre im Musikbusiness tätig. Angefangen hätten sie in den 70ern als ganz gewöhnlich Gebrauchskomponisten mit Film und Fernsehmusik. In den 80ern hätten sie dann ganz viele Popsongs und Musicals geschrieben. Außerdem hätten sie ganz viel Werbejingles gemacht, die würden wir sicher alle kennen (den mit dem rosa T, den Möhre vorspielte, kannten wir jedenfalls ). Und auch Klingeltöne hätten sie viele gemacht. Frank wollte dann wissen, ob sie uns den was noch was vorspielen sollten. Und ob! Wir taten unsere Begeisterung hierfür laut kund, Peter meinte aber, dass sie das sowieso hätten. Endie meinte, dass nun Film- und Fernsehmusik kommen würde, rot-grün würde beginnen.

Rot, bzw. Möhre, begann dann auch, Fritze schien jedoch vergessen zu haben, dass mit „grün“ nur er gemeint sein konnte, und so setze er bei „Theme from Mission: Impossible“ erst ein, als Möhre ihn unsanft angestoßen hatte. Dann aber konnten sie endlich richtig anfangen und Peter mit seiner Trommel einsetzen. Ich freute mich sehr über das Lied, immerhin ist es das Lied, mit dem ich streng genommen das GlasBlasSing Quintett kennen gelernt hatte, auch wenn ich damals leider noch nicht realisiert habe, wie gut sind sind – naja, besser spät als nie. Ansonsten ist das Lied natürlich voll der Ohrwurm und gefällt mir sogar besser als das Original.

Endie bedankte sich dann für das Klatschen, wir hätten perfekt bis ran geklatscht, so würden sie sich das vorstellen. Erfahrungsgemäß wüssten sie, dass es vielen Leuten an dieser Stelle des Programms viel zu schnell gehen würde, sie würden versuchen, der Melodie mit den Augen zu folgen, was aber nicht so wirklich klappen würde. Deshalb hätten sie nun ein sehr leichtes Lied ausgewählt, an dem wir mal das Flaschenblasen durchschauen könnten. Während der Moderation hatte jeder der Jungs eine Flaschen in die Hand genommen und sie begannen nun den Flohwalzer zu spielen. Das Lied ist ja wirklich simpel von der Melodie, aber es war viel zu schnell um ihm mit den Augen zu folgen, vor allem, wenn man nich weiß, wer welchen Ton spielt. Frank wollte dann wissen, ob wir es erkannt hätten. Als einige lachten freute sich Peter, dass doch Leute mit Abitur anwesend seien – toll, ich hab auch Abi und hab's leider nicht sofort erkannt, es war einfach zu kurz . Frank meinte dann, dass er an unseren Blicken gelesen hätte, dass uns das Flaschenblasen aber irgendwie trotzdem noch nicht klar sein. Stimmt, Frank, es war noch gar nicht klar. Deshalb würden sie das ganze jetzt nochmal spielen und zwar optisch verstärkt. Sie spielten es nochmal und gingen jedes mal, wenn sie ihren Ton spielen musste, in die Knie. Das sah sehr lustig aus, vor allem, weil manchen irgendwie gleich unten hätten bleiben können . Frank meinte dann, wir sollten uns vorstellen, sie seien eine Klavier und wir würden unsere Hände auf ihnen positionieren. Fritze in grün würde den rechten Daumen bekommen, Peter den Zeigefinger, er, Frank, den Mittelfinger und Endie den Ringfinger. Möhre würde aufgrund seiner Statur die ganze linke Hand bekommen. Wir müssten nun aufpassen, dass sei eine von ihnen entwickelte Methode zum Klavierlernen, die über Augen und Ohren ins Unterbewusstsein eindringen würde. Sie spielten nun nochmal das Liedchen, gingen aber nicht nur in die Knie sondern hampelten auch von links nach rechts und rempelten einander dabei auch an. So ganz hab ich nich verstanden, ob das nun wegen unser richtigen Handbewegungen war oder ob die Handbewegungen einfach so falsch waren ,,, egal

Nach dem Applaus meinte Möhre, dass beim Musizieren auf Bierflaschen natürlich eine der verantwortungsvollsten Aufgaben das Stimmen der Bierflaschen sei. Er nahm eine Bierflasche, eine handelsübliche 0,5 l Longneck-Flasche, in die Hand und öffnete sie. Im vollen Zustand wäre sie ein a# . Aber er meinte, er würde gleich zum Stimmvorgang kommen und trank die Flasche leer (ich hätte es ihm nicht verdenken können, wenn er das Intro hier nochmal gebraucht hätte ). Fritze beschwerte sich dann auch schon, dass immer Möhre das machen dürfe, sie könnten das schließlich genauso gut. Möhre war dann mit Stimmen fertig und erklärte uns, dass er die Flasche auf den tiefstmöglichen Ton gestimmte habe, ein Cis Null. Und um genau diesen Ton würde es auch in folgendem Lied gehen.

Stimmt, in „Ich mach mal ein Cis Null“ (Teil 1) ging es wirklich um das Cis Null , welch Wunder. Peter und Endie hatten die Hauptstimme, während die anderen mit erstaunlich wenig Flaschen den Hintergrund machten. In diesem ersten Teil bekam Möhre sein Fett weg, denn er macht unglaublich gerne Cis Nulle, hat aber die Konsequenzen nicht so ganz unter Kontrolle. Möhre fing dann beträchtlich an zu lallen, da wurde es den anderen zu bunt und sie wollten das Lied abbrechen.

Deshalb machten sie schnell weiter mit dem nächsten Lied, bei dem ein neues Instrument hinzukam, die geschlagene Plastikflache. Die wurde in zweifacher Ausführung von Peter und Endie und in einfacher Ausführung von Frank gespielt. Es konnte also nur „Personal Jesus“ mit Peter in der Hauptstimme kommen *freuuuu*. Ich liebe dieses Lied und vor allem auch den Sound der geschlagene Plastikflasche. Besonders lustig war ja wieder die Stelle, wo die Jungs die Plastikflasche auf den Kopf hauen - und wo wir mithauchen durften. Das Publikum hatte auf jeden Fall wieder viel zu lachen. Ein supergeiles Lied auf jeden Fall und irgendwie auch mein totales Lieblingslied


Auch für das nächste Lied gab's ein neues Instrument, der Fritze durfte es spielen. Möhre warnte uns jedoch vor dem Anblick, die Zartbeseiteden sollen vielleicht erstmal nur mit einem halben Auge hinschauen. Fritze drehte sich um und präsentierte und den Flaschenbart, eine wirklich etwas seltsam aussehende Konstruktion, die er sich über den Kopf gestülpt hatte und die es ihm ermöglichte, vier kleine Picoloflaschen zu spielen, ohne dafür die Hände zu brauchen, denn in denen hielt er eine grüne (hemdfarbene hätte auch gepasst ) Ukulele. Die anderen machten dann noch schön ihren Spaß mit dem armen Fritze. Frank fand nämlich, er sähe aus, als ob er nen Einkaufswagen im Gesicht hätte, während Peter der Meinung war, so müssten in den 50er Jahren die Zahnspangen ausgesehen haben. Möhre meinte, dass sei wahrlich ein Stück für das Museum der hässlichsten Instrumente. Nur Endie schien nett zu seinem Bruder zu sein, denn er meinte zum quengelden Fritze, dass es gleich losgehen würde – aber: „Fritze, du hast da was im Mundwinkel ...“.

Bevor Fritze noch richtig böse werden konnte, ging's los mit „Tequila“. Fritze klampfte munter auf seiner Ukulele und spielte seine Picoloflaschen, Peter trommelte und die anderen spielten Flaschen. Wir durften aber auch was machen, denn Endie wollte, dass wir mitmachen. Erst mussten wir mitstampfen, dann mitklatschen. Aber beides zusammen war irgendwie schwierig, deswegen musste ich eines der beiden weglassen – das verkraftet meine Körperkoordination leider doch nicht.


Die Jungs bauten dann um Endie und Fritze stellten sich die Plopptabletts zurecht. Frank stellte uns dawährend ein kleines Instrument vor, das er letztens im Garten beim Bier trinken entwickelt hatte. Er spielte es uns vor und sagte, dass seinen die Kronkorken-Kastagnetten. Wir sollten aber nicht nur darauf achten sondern auch auf die Flaschen am Rand der Bühne. Dabei lachte er gemein und Endie und Fritze verzogen genervt das Gesicht, denn es war offensichtlich, dass Frank mit den Flaschen lieber sie als die Ploppflaschen meinen wollte .

Frank bat um absolute Ruhe und sie begannen mit „Ploppcorn“. Endie durfte mit dem ploppen anfangen und Fritze machte es ihm ein paar Töne höher nach. Wow, die beiden spielten wieder unglaublich schnell und es war einfach nur faszinierend zu sehen, mit welcher Schnelligkeit sie die Melodie ploppten. Nach der Pflicht und dem Seitenwechsel kam dann die Kür, die Fritze leider nicht schaffte. Irgendwie wollten die Töne nicht aus den Flaschen kommen und die Melodie war sehr unvollständig, so dass Fritze einen sehr eigenwilligen Abschluss seines Teils fand, indem er einfach was anderes spielte. Bei Endie klappte es dann bis auf einen Ton alles und sogar mit den Achtel – WOW!


Danach gab's den wohlverdienten Applaus angesichts dieser überragenden Leistung während die Jungs auf der Bühne von Fritze wissen wollten, was denn los gewesen sei, das wusste er aber selbst nicht. Möhre meinte dann, dass er normalerweise immer sagen würde, dass das Lied live sei, aber er glaube, so sagte er mit einem Lächeln, dass habe man heute gehört. Aber das Ploppen sei auch wirklich nicht einfach. Er habe es auch mal ausprobiert und sei sofort stecken geblieben. Frank lachte und meinte, Möhre habe dann den ganzen Tag mit den Flaschen an den Daumen rumrennen müssen, denn wegen des Pfandes habe er sie ja nicht einfach zerschlagen können. Da das sehr demütigend für ihn gewesen sei, wechselte Möhre schnell das Thema und meinte, dass sie ja anfangs schon erwähnt hätten, dass sie für andere komponiert hätten. Unter anderem auch für einen jungen Mann aus Bochum, dass sei so in den 80ern gewesen. Die Melodie habe ihm gefallen, der Text jedoch nicht so. Wir dürften heute aber mal die Originalversion hören.

Schon nach den ersten Tönen gab's Lacher aus dem Publikum, aber spätestens beim Refrain hatte das Publikum erkannt, dass es sich bei diesem Lied um „Mambo“; im Original von Herbert Grönemeyer, handelte. Möhre erzählte uns dann von seinen Problemen … und deren Bekämpfung … sehr, sehr lustig diese „Originalversion“, aber kein wundert's, dass die Herbert nicht gefallen hat, dafür is er zu brav Aber das ist auch wieder eines der Lieder, bei denen man einfach nur staunt, wie ähnlich die auf Flaschen gespielte Musik doch dem Original ist.


Möhre meinte, dass sie nun aber zu ihren eigentlichen Vorbildern kommen würden, die würden nämlich wo ganz anders liegen – seit einiger Zeit ganz tief unter der Erde. Er meinte, nur würde ein etwas älteres Stück kommen. Peter war der Meinung, dabei könnte es sich nur um „I just called to say I love you“ handeln, doch Möhre musste ihm klar machen, dass Stevie Wonder noch lebt, was Peter augenscheinlich sehr verblüffte. Da er einfach nicht drauf kam, gab ihm Möhre einen Tipp und rezitierte die Liedzeile „Es klappert die Mühle am rauschenden ...“. Peters Antwort darauf war … Montag! Daraufhin schaltete Endie sich ein und meinte, was das den für ein Komponist sein sollte, Wolfgang Amadeus … Montag. Den gäbe es doch gar nicht. Sie würden noch viel weiter in der Zeit zurückgehen, bis ins 17. Jahrhundert, in den Barock. Sie würden das Stück, das sowieso schon ziemlich kompliziert sei, für sich noch schwieriger gestalten, denn sie würden es mit verschlossenen Augen spielen. Das Publikum war schwer beeindruckt und die Jungs setzen ihre Brillen auf, auf denen wunderbar schielende Augen aufgemalt waren. Es war ein Bild für Götter. Leider schafften es aber nicht alle auf Anhieb hinter ihr Mikro, den Fritze mussten wir hin lotsen. Als er sein Mikro dann endlich gefunden hatte, fielen ihm aber leider die Augen aus dem Kopf und er versuchte verzweifelt, sie wieder reinzumachen. Das Publikum machte sich dabei fast in die Hosen, während die Jungs oben auf der Bühne standen, nicht sahen, was uns belustigte und immer schwerere Arme von den Flaschen bekamen.

Aber Fritzes Augen fielen trotzdem immer raus, deshalb begannen die anderen vier einfach mal mit dem „Menuett aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ von Johann Sebastian … Montag – nein Bach natürlich (denn es war ja Wolfgang Amadeus Montag!) welches trotz der ganzen Lacher aus dem Publikum aufgrund Fritzes immer noch fallender Augen wunderschön war. Ein ganz tolles Stück, welches wirklich jedes Mal anhört, als sei es nur für Flaschen geschrieben worden.


Die Jungs setzen ihre Brillen wieder ab und Peter bekam nun doch seinen Stevie Wonder, auch wenn der noch nicht tot ist, denn er durfte nun „Ich wollt nur mal mit dir trinken“ singen, dass bei Stevie Wonder „I just called to say I love you“ heißt. Peter versuchte dabei eine Gelegenheit zum gemeinsamen Trinken zu finden, aber irgendwie fanden alle Events, zu denen es sich gelohnt hätte, nicht statt. Das Lied find ich auch sehr schön, vor allem auch, weil ich den umgedichteten Text sehr schön finde. Und außerdem mag ich die schön tiefe Flasche, die in dem Lied sehr schön zur Geltung kommt.


Endie meinte, dass nun ein besonderes Lied kommen würde, es sei das erste jemals von ihnen auf Flaschen gespielte Stück Musik. Sie hätten hier auch die Originalflaschenflaschen dabei. Er habe damals wohl fahren müssen, seine Flasche sei noch so voll. Dieses Lied hätten sie eine Weile nicht im Programm gehabt, weil es doch relativ einfach zu Spielen sei und sie sich ja eigentlich weiterentwickelt hätten. Aber sie hätten festgestellt, dass sie es immer noch sehr gerne spielen würden, deswegen hätten sie es jetzt wieder ins Programm genommen und würden es uns jetzt vorspielen.

Es folgte „Unser erstes je auf Flaschen gespieltes Lied“, in dem uns die Jungs zeigten, was sie früher unter Flaschenmusik verstanden, man konnte zuhören, wie sie die Flaschen in Strophen und Soli leer tranken – eine sehr lustige Idee. Nur das Ende ist nicht alszu appetitlich. Aber danach gab es tatsächlich eine kleine Melodie, die auf den kleinen Flaschen geblasen wurde.


Es ging dann direkt weiter mit dem nächsten Lied, „Flaschenpercussion“. Endie begann mit einer Bügelbierflasche den Grundbeat zu erzeugen, dann setze Fritze ein und klopfte auf eine Flasche. Als nächstes trat Peter vor, er durfte mit der Plastikflaschenratsche spielen, während Frank und Möhre auf Flaschen bliesen bzw. rasselten. Dann sattelte Endie um und klopfte den Beat auf abgeschnittenen Plastikflaschen. Schließlich wechselten Peter, Frank und Möhre zur geschlagenen Plastikflasche und demonstrierten uns mit selbigen eine wundervolle Choreografie, in die am Ende auch Endie und Fritze einstiegen. Ich finde das Lied sehr beeindruckend, man hört wirklich nicht, dass es sich bei den ganzen Instrumenten wirklich nur um Flaschen handelt. WOW!


Nun war leider schon Pause, die Zeit war wirklich wie im Flug vergangen. Ich war wahrlich schwer begeistert und wusste, dass sie mich nun endgültig gefangen hatten.

Viele der Besucher holten sich in der Pause Getränke und versuchten, das in der ersten Hälfte gehörte gleich mal auszuprobieren. Das klappte bei dem einem mehr, beim anderen weniger gut. War schon sehr lustig anzuhören

Zum Glück war die Pause aber doch ziemlich fix vorbei und es ging weiter. Die Jungs begannen mit „Come togehter“ , … aber Moment, wo waren sie denn, auf der Bühne stand noch niemand. Die Jungs kamen hinten bei der Türe herein und gingen singend langsam vor zur Bühne, wo sie das Lied beendeten. Ich freute mich ganz besonders, dass dieses Lied gesungen, nicht nur, weil Endie die Hauptstimme hat, sondern vor allem, weil mir das Lied schon bei dem kleinen Schnipsel auf der HP der Jungs so gefallen hatte. Und mitsingen durften wir auch, was will man mehr .


Endie begrüßte uns zum zweiten Teil und fragt, ob den einige am Getränke denn ausprobiert hätten, ob sie begnadete Flaschenmusiker seien. Nachdem aus dem Publikum der Ruf kam, das Cis Null hätte am besten geklappt, meinte Endie nur, dass er bezweifeln würde, dass das ein Cis Null gewesen sei, er würde aber später erklären, weshalb. Nun wollte er erstmal testen, was bei uns aus der ersten Hälfte so hängen geblieben sei. Dazu hätten sie drei Fragen für uns vorbereitet. Eigentlich sollte Peter die erste Frage stellen, aber der wollte lieber wissen, wie wir seine neue Sonnenbrille finden würden. Also stellte Endie die Fragen selber. Zuerst wollte er wissen, wie der Ton heißt, der bei einer vollkommen leeren 0,5 l-Flasche entsteht. Cis Null – das wusste doch jeder. Da er bezweifle, dass es die am Ausschank gegebe habe, meinte er, das wir vorhin wohl kein Cis Null geblasen hätten. Bei der zweiten Frage wollte er wissen, wie man den Ton nennt, wenn man auf einer vollen 0,5 l Flasche blässt. A# war die Antwort und ich anscheinend die einzige, die es wusste. Die Jungs guckten dann auch sehr erstaunt, diese Frage schien wohl nicht oft beantwortet zu werden. Fritze meinte dann auch „Das hat dir der Teufel gesagt“ - nee, eigentlich nur Möhre, aber vielleicht ist der ja ein Teufel . Frank stellte dann noch schnell die dritte Frage und wollte wissen, was eine viertelvolle Flasche Bier sei. Diese Frage konnte keiner beantworten, also erklärte er uns, dass das ganz eindeutig ein Grund sei, nachzubestellen.

Dann fingen sie gleich an mit „Ich mach mal ein Cis Null“ (Teil 2 und 3). Wir bekamen wieder einen Einblick in die Welt eines Flaschenbläsers. Diesmal erklärten sie uns, wie sie an ihre Instrumente kommen. Auch das Private kam diesmal nicht zu kurz, denn Endie und Fritze stellten uns Frank vor und lästerten vor allem über seine Leidenschaft für Leberwurstbrot mit Zwiebeln. Das ließ Frank natürlich nicht auf sich sitzen und vertraute uns an, dass Endie und Fritze richtige Brüder seien, sie würden sogar zusammen wohnen. Und über diese beiden wollte er uns nun ins Bild setzen. Also drückte er dem Endie seine beiden Flaschen in die Hand und begann uns von Endies und Fritzes „harmonischer“ Brüderbeziehung zu erzählen. Die beiden zeigten dies dann auch gleich und stritten sich auf offener Bühne. Das ging sogar so weit, dass Fritze ausziehen wollte. Frank und Möhre hatten sich schon abgewendet, sie schienen eine längere Diskussion zu befürchten und Peter putzte in aller Seelenruhe seine Sonnenbrille für das nächste Lied an Fritzes Hemd. Sein Rat an den aufgebrachten Fritze war dann auch denkbar einfach: „Hauptsache gesund – und die Haare liegen“. Damit die Lubis nicht gleich weiterstreiten konnten, begann Peter die nächste Strophe, denn er wollte uns beweisen, dass auch er in der Lage ist, ein Cis Null zu machen. Leider beachtete er nicht, dass man dazu eine 0,5 l-Flasche und nicht nur eine 0,3 braucht. Fritze musste ihm deshalb den Unterschied nochmal erklären und empfahl Peter, in Zukunft, sollte er sich den Unterschied nicht merken können, in einer Dosenband zu singen.

Peter meinte, er trinke sowieso lieber Bier vom Fass und begann ungerührt das nächste Lied, „All shook up“. Wirklich schön das Lied und ein totaler Ohrwurm. Dem Publikum gefiel's auch sehr.


Es ging dann direkt weiter, wieder mit geschlagenenen Plastikflasche, gespielt von Frank und Möhre. Peter hatte in „My Sharona“ wieder die Hauptstimme, während Endie und Fritze blasen durften. Fritze hat in dem Lied sowieso eine besondere Rolle, denn mitten im Lied setze Peter ihm einen Bauhelm auf und schob ihn zwischen die inzwischen außer Rand und Band geratenen Plastikflaschenschlager. Mensch der arme Fritze! Sieht aber auch zu geil aus . Aber auch sonst, ist das Lied auch schon im Original voll der Knaller, aber vom GlasBlasSing Quintett natürlich noch viel, viel besser. Auch wieder eines der Lieder, bei denen ich nicht still sitzen konnte.


Endie beruhigte uns nach dem Lied auch gleich und meinte, seit Fritze bei der Nummer einen Helm tragen würde, würde er sie ganz gut überstehen. Das bejahte dieser dann noch etwas schwankend, meinte aber, dass Arbeitsschutz was ganz wichtiges sei, man sollte deshalb immer, wenn man zur Arbeit geht, einen Helm aufsetzen (gut, werd ich am Montag beachten ).

Endie meinte, dass es eine Sache geben würde, die ihnen ziemlich häufig passieren würde. Ganz oft würde nämlich eine Stunde vor Showbeginn der Veranstalter mit zwei Kisten Bier reinkommen und würde sie fragen, ob sie denn nicht auf dem regionalen Bier spielen könnten, die Leute würden sich riesig darüber freuen. Aber natürlich sei es eine Stunde vor Showbeginn viel zu spät, die Kästen noch entsprechend zurecht zu trinken. Das sei nicht mal möglich, wenn man Möhre dabei habe. Sie müssten also immer die überschüssige Flüssigkeit ins Klo kippen. Das fanden wir nicht so toll, so eine Verschwendung. Endie pflichtet uns bei und meinte, dass sie zu dieser verzwickten Situation ein Lied verfasst hätten.

Die Jungs hatten während Endies Moderation schon den Beat gemacht und begannen nun richtig mit der Melodie. Endie weite Peter dann noch ein, dass es sich bei dem Lied um HipHop handeln würde, was zur Folge hatte, dass Peter mehr als nur komisch rumhampelte. Das machte selbst Endie sprachlos. Also begann er einfach mit dem „GlasBlasSingDing“. Zum Glück vergass Peter über seinem ganzen Gehampel nicht, dass er auch singen musste . Wirklich geil das Lied, das gehört auch zu meinen Lieblingsliedern. Besonders lustig war auch, das Endie uns nachher anvertraute, dass das Lied eigentlich langsamer geplant gewesen sei, er sei ja schließlich auch keine 24 mehr (oooh, armer alter Mann … ). Er war auf jeden Fall tüchtig außer Atem gekommen .


Endie hatte mittlerweile seine hellblaue Ukulele geholt und klimperte darauf herum, während er meinte, dass man nach diesem lustigen und beschwingten Lied ja denken könne, das es bei ihnen auch immer so lustig und beschwingt zugehen würde. Dem sei aber nicht so. Ihr Berufsbild hätte nämlich auch Schattenseiten, sie würden sich als Musiker oft nicht ernst genommen fühlen, vor allem von „richtigen“ Musikern. Aber noch respektloser würden diese Menschen ihre Instrumente (also die Flaschen) behandeln. Er würde deshalb das nächste Lied auf der Ukulele beginnen, um zu zeigen, dass sie auch klassische Instrumente beherrschen würden.

Und dann erzählte er uns in „Es ist schwer, ein Flaschenmusikant zu sein“ von ihrem schweren Alltag und davon, wie unfair manche Menschen mit den Instrumenten von Flaschenbläsern umgehen. Ja, das Leben is hart … dafür hatte das Publikum anhand der ganzen Ideen zum anderen Gebrauch von Musikinstrumenten allerhand zu lachen.


Frank verriet uns dann, dass sie auch beim nächsten Lied emotional bleiben wollten. Sie hätten lange diskutiert, wer denn die Hauptstimme singen soll. Jeder wollte es machen, aber es gab nur einen, der diesen Song verkörpern konnte. Peter warf sich an dieser Stelle schon in Pose und grinste sein schönstes Grinsen, doch Frank musste ihn enttäuschen, denn Peter hatte die Hauptstimme nicht bekommen. Frank riet den Männern noch, ihre Partnerin, sollten sie sie lieben, nun festzuhalten, sonst sei das jetzt die Möglichkeit, sie loszuwerden.

Ohne uns aufzuklären, vor wem sich die Männer in Acht nehmen mussten, begannen sie das Lied. Nachdem Fritze sich das versteckte Handmikro geschnappt hatte, war klar, was … bzw. wer uns nun in „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ blühte . Fritze ging dann auch gleich ins Publikum und begann, etliche Frauen anzuzwinkern, anzubaggern und anzuflirten. Eine wollte er wegen ihrem Bankkonto zu einer Bindung überreden, derjenigen, die er zu seiner Geliebten ausersehen hatte, setze er sich sogar auf den Schoss. Jaja, der „Kleine“ hat's wirklich faustdick hinter den Ohren. Einfach göttlich und sehr lustig anzusehen


Fritze blieb noch ein bisschen im Publikum und fragte ein paar Leute, ob es ihnen denn hier gefallen würde und ob sie Spaß hätten. Dann meinte er, dass er schon einige Künstler gesehen hätte, die ihr Publikum während der Show auf die Bühne holen würden um es dann so richtig fertig zu machen. Da sich ihr Publikum aber wohl fühlen sollte, würden sie zu uns runterkommen um uns fertig zu machen (jetzt sind wir aber entspannt ). Sie bräuchten nun drei Leute, deshalb wollte er nun wissen, wer sich nicht traute (keiner meldete sich, sonst hätte er uns sicherlich gleich gewählt). Also ergab er zur Auswahl der Freiwilligen an Endie. Der schickte Frank, Fritze und Möhre los, sich jeweils einen oder eine Freiwillige zu suchen. Peter schickte er in den Gang (Peter [mit seinem geilen Dialekt]: Da war ich ja noch nie!), da dieser bei diesem Lied nur eine untergeordnete Rolle spielen würde. Die „Freiwilligen“ bekamen von ihrem Glasbläser eine Flasche in die Hand gedrückt und wurden kurz in das Glasblasen eingewiesen. Endie erklärte ihnen nun, dass sie jedes Mal zu blasen hätten, wenn er mit dem Finger auf sie zeigen würde und probierte es bei allen drei gleich aus. Das klappte mal mehr und mal weniger gut und wurde entsprechend mit flabsigen Kommentaren versehen

Nach diesen ganzen Instruktionen begannen sie zu acht mit „Obladi Oblada“. Peter hatte zwar die Hauptstimme, aber wurde in dem Lied wirklich am wenigsten bemerkt. Dafür kann er einem eigentlich fast ein wenig Leid tun, aber die wirklichen Helden dieses Liedes waren eindeutig die drei „Freiwilligen“, die ihre Sache sehr gut machten. Deswegen bekamen sie nach dem Lied auch von Peter jeder ein Instrument und einen Stimmschlüssel überreicht.


Endie meinte, nun sei eine sehr interessante Stelle im Programm, die sei nämlich eigentlich gar nicht im Programm. Es sei ein Lied aus dem neuen Programm, dass „Keine Macht den Dosen“ heißen würde und in genau einem Monat in Berlin Premiere haben würde. Dazu hätten sie nun einen etwas größeren Umbau zu machen, er müsse das nun überbrücken. Deswegen erklärte er uns die neuen Instrumente. Da gab es die Wasserspender-Basedrum. Die hätten sie schon ein wenig länger, aber sie könnten sie erst jetzt einsetzen, es hätte ein wenig länger gedauert, die Flasche leer zu trinken. Er zeigte uns auch das neue Plopptablett, aber in diesem Lied würde es nur marginal eingesetzt werden, er müsse nur vier Töne darauf spielen. Ganz wichtig sei aber der blaue metallene Kasten, der vor Peter stehen würde. Da sei ein Loop-Gerät und sie demonstrierten uns, auf sehr lustige Art, wie das funktioniert. Wenn Peter nämlich die richtige Taste drücken würde, dann würde das, was hinter dem Mikro gemacht werden würde, aufgenommen und dann konnte man, wenn man es abspielen würde, collagenartig ganz viele Töne erzeugen (jetzt weiß sicher keiner, was man mit demm Loop-Gerät macht – aber für sowas gibt’s ja googel ). Sie bräuchten das Gerät für das nächste Lied. Das hätten sie sich extra für Waiblingen aufgehoben. Es hätte regionale Gründe, warum sie es im Raum Stuttgart als erstes außerhalb von Berlin präsentieren wollen würden. Wir würden schon merken, warum. .

Dann bat er Peter, den Alarmton anzumachen und sie spielten die ersten Töne in das Gerät. Peter spielte das dann ab und die Jungs gaben noch ein paar Töne dazu, dann ging's wirklich los und zwar mit einem richtig mitreisendem Rhythmus. Als dann die ersten hohen Flaschen einsetzten, war klar – das war ein Lied von FANTA 4 . Endie klagte Peter in einem eigenen gedichteten Text von seinem Leid, seine Lieblingsflasche war nämlich kaputt gegangen. Aber „Die da“, war nicht das einzige Lied in diesem Medley, auch „Sie war weg“, „MfG“ und „Troy“ waren dabei. Der absolute Wahnsinn!!!!! Die Melodie klang absolut wie das Original und der Text war einfach göttlich. Nicht nur zusammengereimt nach dem Motto „Reim dich, oder ich beiß dich“, sondern richtig mit Sinn und Verstand, sehr lustig und eine richtige Geschichte. So mag ich das. Und dass alles noch ziemlich schnell, immerhin machen Fanta 4 ja HipHop. Besonders göttlich war übrigens, als Peter Endie mit extra gekauften Flaschen über den Verlust von dessen Lieblingsflasche helfen wollte und seine Neuerrungenschaften in einer rosa (!) Korbhandtasche aufs Flaschentischchen stellte … Wow, wow, wow. Wenn die anderen Lieder nur halb so gut sind, wird das neue Programm der Hammer! Ich freute mich in diesem Moment schon wahnsinnig auf das neue Programm und war gespannt, ob an diesem Abend noch was aus dem neuen Programm zu hören sein würde.


Für dieses tolle Lied gab's erstmal begeisterten Applaus, lag auch am lokalen Hintergrund . Endie erzählte uns dann, dass sie Ende Oktober mit dem neuen Programm in Stuttgart seien. Nun ginge es aber erstmal weiter, der Frank würde sich hinten schon locker machen, er müsse im nächsten Lied nämlich Schwerstarbeit leisten und die Plastikflaschetuba spielen. Frank zeigte uns dieses Mörderinstrument (eine 1,5 l Plastikflasche) und Endie meinte, Frank müsse sie im nächsten Lied sehr ausdauernd spielen. Dazu brauche man eigentlich die Konstitution eines Tiefseetauchers, die habe der Frank aber nicht. Es könne also sein, dass ihm im nächsten Lied die Kräfte schwinden würden und dann müssten wir ihn durch ein sehr laut gerufenes „Zieh Frank“ unterstützen.

Er teste es gleich und dann ging's auch schon los mit „Viva Las Vegas“. Peter wollte nach den ersten zwei Takten auch gleich wissen, ob Frank denn noch könne. Bis nach dem ersten Refrain war das auch kein Problem, dann schwächelte Frank doch ein wenig und wir mussten ihn wieder pushen. Dass ging dann auch ganz gut, doch am Ende des Liedes musste Endie ihn doch am Schlafittchen packen, weil er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Danach war der Frank erstmal weggetreten und die Jungs mussten ihn halten und ihm Luft zufächern


Peter gelüstete es dann nur noch nach was zu trinken. Leider kam er mit dem Stimmschlüssel nicht zurecht und wir mussten ihn mit „Zieh Frank“ auf den richtigen Weg bringen. Peter wollte dann von uns wissen, ob der Frank Erholung verdient hätte. Das Publikum war gespaltener Meinung, also beschloss Peter, dass Frank sich Erholung verdient hätte, sie würden jetzt was langsames spielen. Er fragte Frank deshalb, ob Reggae OK wäre, was dieser, noch völlig außer Atem, bejahte. Endie schien von Reggae nicht so begeistert, gab aber nach und meinte, dass es in diesem Lied wieder sehr viel zum mitmachen geben, wir hätten uns da ja bisher ganz gut geschlagen. Wir müssten aber im folgenden Lied aus dramaturgischen Gründen strikt ihren Anweisungen folgen. Er fragte, ob das OK für uns sei, was wir weder bejahen noch verneinen konnten, wir wussten ja nicht, was kommt. Endie meinte ironisch, dass sei ja vielversprechend, aber er wolle auf keinen Fall jemand erleben, der eigenmächtig vorgehe (jetzt haben wir Angst!).

Er fing dann auch schon mit Peter an zu singen. Nachdem die ersten Textzeilen gesungen waren, wusste das Publikum, was kommt und einige begannen, „Don't worry, be happy“ mitzusingen. Da musste Endie streng den Oberlehrer spielen und meinte, dass niemand was von mitsingen gesagt habe. Beim ersten Refrain durften wir dann nach Aufforderung mitpfeifen, aber Frank meinte, da würden sich ihnen die Nackenhaare aufstellen, hätten sie das gewusst, hätten sie es uns nicht erlaubt. Nur Peter war schlichtweg begeistert, vielleicht wollte er ein bisschen schleimen . Deswegen erlaubte er uns dann auch das Mitklatschen. Und im nächsten Refrain sollten wir dann pfeifen, klatschen und singen – gleichzeitig (war da einer zu häufig bei Bodo ) und wir waren im Publikums-Himmel .


Endie meinte, wir würden ja klatschen, wie wenn das bereits das letzte Lied gewesen sei. Das sei es aber nicht, das letzte Lied würde jetzt kommen (ohhhh). Wenn wir der Meinung seien, dass solle nicht das letzte Lied sein, dann wüssten wir ja, was zu tun sei. Wenn wir überprüfen wollen, ob sie alles richtig gespielt hätten, könnten wir die ja die CD kaufen, außerdem gäbe es Tshirts in frankfarben, Stimmschlüssel, Instrumentenständer und -koffer. Dann stellte er uns die vier Instrumente für das nächste Lied vor. Die würden völlig ohne Stimmflüssigkeit auskommen, was uns Fritze und Frank mit einer beeindruckenden Choreografie demonstrierten (ja, auch Flaschen umdrehen kann kunstvoll sein ). Und warum die Flaschen keine Flüssigkeit enthielten, würde sich dann aus dem Lied ergeben.

Wahrlich, das ergab sich, denn in „Hit the road Jack“ wurden die Flaschen nicht nur zwischen Frank, Endie, Möhre und Fritze herumgereicht, sondern nachher sogar geworfen. Und zwischendrin bliesen sie auch noch Töne drauf, krass. Das ist auch eines meiner absoluten Lieblingslieder, schon alleine, weil ich jedes Mal die göttliche Choreografie vor Augen hab. Das is wirklich ganz, ganz großes Kino!


Die Jungs verbeugten sich und gingen von der Bühne, kamen aber nach unserem anhaltenden Applaus und Zugabe-Rufen doch wieder auf die Bühne. Peter kam als erster und versuchte uns mit dem Spruch „Is Ok, ich bin ja da!“ wieder zu beruhigen. So ganz klappte das natürlich nicht. Er hätte nun noch eine ganz besondere Überraschung von uns, sie würden nun ein Foto von uns machen. Gesagt, getan, Frank machte ein Foto von uns – natürlich im jubelndem Zustand.

Endie bat Frank, Fritze und Möhre, einen Schritt zurückzutreten, Peter hätte noch was zu verkünden. Und wirklich, er lass uns die Wörterbuch-Definition von „Body Art“ vor, welches auch der Inhalt des folgenden Liedes war. Besonders die Melodie war richtig geil, voll der Ohrwurm. In diesem Lied kam die Wasserspender-Basedrum auch wieder zum Einsatz. Einfach der Hammer – ich wiederhol mich, aber wenn die anderen Lieder nur halb so gut sind …


Endie verriet uns nun, vor dem Abschluss des Konzertes noch ihre Internet-Adresse und meinte, sie würden dort auch Tagebuch schreiben. Da könnten wir dann auch die Bewertung dieses Abends finden – aus ihrer Sicht. Auch das Bild, das Frank vorhin gemacht habe, würden sie hochladen, sie hätten ja Internet im Hotel (an dieser Stelle war Frank ganz erstaunt, er schien im Gegensatz zu Endie nämlich kein Internet im Hotel zu haben – … wie war das mit dem Chef … ach ne, kommt ja erst noch ). Aber auch für uns gäbe es da einen Bereich, das Gästebuch. Da könnten wir dann was reinschreiben über diesen Abend, auch was Kritisches. Aber wir sollten bitte auf eins achten, keine Rechtschreibfehler . Aber nun würde das Abschlusslied kommen. Es würde erst so ein wenig traurig anfangen, dann würde es im ersten Refrain so richtig knuffig werden, da sollten wir uns dann einhacken und so richtig schön mitschunkeln. Wir sollten uns dann den Text merken, damit wir im zweiten Refrain dann auch mitsingen könnten.Dann könnten wir jetzt am Ende des Abends nochmal richtig schön miteinander transzendieren (woraufhin von Peter nur ein „Is ja ecklig“ kam – hat da jemand was falsch verstanden ).

Tja, dann sangen, schunkelten und transzendierten wir zusammen mit dem GlasBlasSing Quintett bei „Wer Abschied nimmt“. Meine Nebensitzerinnen fingen gleich bei den ersten Takten an zu schunkeln, da schloss ich mich gleich an. Und zum Mitsingen waren wir auch verpflichtet – was will man mehr! Ein wirklich wunderschönes Abschlusslied, welches den Abend so richtig schön rund machte.


Aber ganz zu Ende war der Abend doch noch nicht, das GlasBlasSing Quintett kam doch nochmal auf die Bühne. Endie meinte, dass sie jetzt noch ein Lied spielen würden, würde für ihn wieder später Feierabend bedeuten. Denn im Nachhinein würde dann wieder die Presse kommen und denen müsse er dann erzählen, was sie den Abend so gemacht hätten. Die Reporter seien ja noch auf vier anderen Veranstaltungen gewesen und müssten morgen ihren Bericht abgeben. Und das Erzählen würde immer an ihm, Endie, hängen bleiben, denn er sei der Einzige, der auch immer wisse, wo sie gerade seien und der dann die richtigen Antworten geben könnte. Die anderen fanden, dass das doch sehr viel Eigenlob war und waren damit gar nicht einverstanden. Doch Endie meinte dann zu ihnen, was den sei, wenn sie heute beispielsweise in Zürich wären, sie hätten keine Ahnung gehabt. Dann wollte er wissen, wie denn die Schweizer zu den Deutschen sagen würden. Die anderen wussten es nicht. Gummihälse, so klärte Endie sie auf und meinte, dass sei, weil die Deutschen immer nicken würden, wenn der Chef was sagen würde. Da die anderen nicht sehr begeistert waren, meinte er, dass sei doch jetzt lustig gewesen. Da mussten die anderen natürlich in Gummihals-Manier nicken (heißt das jetzt, dass Endie der Chef is ). Endie meinte dann aber, dass ein schweizer Freund ihm erzählt hätte, in seinem Bekanntenkreis würde alle Deutschen Horst genannt werden. Er fände Horste sei ein toller Name. Da fiel ihm auch ein, dass seiner und Fritzes Wellensittich doch Horst geheißen habe. Fritze war ganz empört und meinte, der habe doch Jacky geheißen. Endie meinte, dass täte hier nix zur Sache und außerdem sei das doch dem Vogel egal (was man nicht alles tut, um IRGENDWO nen Horst aufzutreiben, ich bin da ganz auf Fritzes Seite, der arme Vogel!). Aber der Chef hatte gesprochen und alle nickten .

Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, begannen sie an endlich das Lied und das handelte von … der Schweiz . Peter erzählte uns von den Klischees um die Schweiz und wie es dort denn wirklich zugehe. Und dass alles sogar mit Jodeln und Ukulelen-Gezupfe. Besonders geil fand ich ja die Stelle, als Endie einen Zettel herauszog und uns in Schweizerisch irgendwas vorlas, während die Kollegen im Hintergrund was von Heidi sangen – ich hab mich fast weggeworfen. Und nachher kamen auch noch die ganzen Horste ins Lied. Einfach nur geil!


Dann war das Konzert leider auch wirklich schon vorbei. Nach einem kurzen Plausch mit Möhre ging's zurück zum Auto und dann gen Bett, auch wenn ich aufgrund dieses tollen Abends erstmal viel zu hibbelich war, um einzuschlafen.

26.9.09 16:40

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ursel / Website (27.9.09 12:50)
Huhu!
Ein schöner Bericht! Aber sag mal, warum wechseln sich denn die Schriftarten laufend ab?

LG,
Ursel


Fledermäuschen / Website (27.9.09 20:26)
Dankeschön :D

Zur Schriftart: Ich habs oben nicht dazugeschrieben, nur in den Foren; das kursive sind die neuen Lieder, falls also einer da nichts drüber lesen will, muss er nur die kursiven Abschnitte meiden


nochmal das Fleder (29.9.09 20:13)
Ich hab grad das erste Mal die Seite mit einem anderen PC angeschaut und gesehen, dass da wirklich unterschiedliche Schriftarten und -größen waren und hab das gleich behoben. Sorry für die entstandene Unlesbarkeit!