Viva Voce in Bad Vilbel (04.10.2009)

 

Am 04.10.2009 war es endlich soweit, das erste Konzert nach einer viiiiiel zu langen Sommerpause. Endlich mal wieder Tapetenwechsel. Und vor allem auch mit ganz vielen bekannten Leuten aus dem Forum – das konnte ja nur eine Party werden.


Um 20 Uhr ging selbige endlich los, und zwar ganz typisch mit „Viva Voce on the road“. Die Jungs zu den Anfangsklängen des Liedes auf die Bühne und setzten sich wie in einem Bus hintereinander auf die Kisten, wobei es erstmal fast eine Schlägerei zwischen Basti und David gab. Aber diese leicht aggressive Stimmung passte auch durchaus zu dem Lied, denn so harmonisch wie sie sonst immer tun, geht es bei Viva Voce im Tourbus nämlich nicht zu. Da bekriegt man sich gegenseitig und es gibt Krisen wegen offenen Fenstern. Außerdem verschwinden alle Nase lang Dinge. Wirklich sehr sehr lustig. Ich hoffe doch nur, dass das alles seeeehr überspitzt is … wenn MaTe nämlich wirklich so ein Langfinger is, gehört er rausgeschmissen … nein, das wär ja wahrlich ein schlechtes Bandklima, das da zwischen Vilbel und Kiel herrschen würde


Nach dem Lied gab es bereits langen und frenetischen Applaus und es war klar, bereits hier hatte Viva Voce das Publikum bereits vollkommen für sich gewonnen und es würde ein super Abend werden.

Deswegen ging die Party auch ohne Moderation direkt weiter mit „Let me entertain you“. Und ohne Witz, ich wäre bereits an dieser Stelle wahnsinnig gerne aufgesprungen und hätte mitgetanzt. Da die hinter mir das aber sicher nicht toll gefunden hätten, musste ich mich mit mitwippen und -schreien begnügen. Oh man, ich liebe dieses Lied, dass is einfach sooooo der Hammer und millionenmal besser als das Original von Robbie. Ich war zu dem Zeitpunkt dann irgend einfach nur glücklich – komisch, da kennt man das Programm eigentlich schon auswendig und trotzdem ist man einfach glücklich wenn man es hört und freut sich über alles – vielleicht gehören Viva Voce doch zu den Drogen.


David begrüßte uns dann und meinte, sie seinen Viva Voce aus Ansbach. Sie seien heute mit ihrem aktuellen Programm „Tapetenwechsel – frisch gestrichen!“ hier in Bad Vilbel. Frisch gestrichen nicht nur, weil sie neue Songs und Klamotten dabei hätten, sondern auch, weil sie ihren Frischling (naja … Mateusz Phouthavong (ich werd diesen Namen wohl nie schreiben können ohne nachzuschauen ) dabei hätten. David musste den Frischling dann zwar revidieren, denn immerhin ist MaTe auch schon ne Weile dabei, aber sei ja wenigstens MaTes Premiere in Bad Vilbel (alles ist ja relativ). MaTe sei, so erzählte uns David dann weiter, nicht nur vom Namen her besonders, sondern auch von seiner Herkunft, seine Mutter würde nämlich aus Polen kommen und der Vater aus Laos. MaTe sei ja gerade mal 20 Jahre alt, dadurch würde er das Durchschnittsalter der Band wieder in den zweistelligen Bereich senken (oh, ihr armen alten Männer, was sollen da erst die Wise Guys oder die Kontrollöre sagen – die steigen wahrscheinlich aus der Gruft ). Manch einer könnte sogar MaTes Papa sein.

Aber weiter zum Programm, der MaTe hätte sich einen Song ausgesucht, denn manch einer von Tom Tiger Jones kennen würde und zwar „It's not unusual“. Und weil der MaTe sich das ausgesucht hatte, gaben sie den Song natürlich auch zum Besten. Obwohl ich das Lied ja nun schon einige Male mit MaTe gehört habe (war ja auch immerhin das erste Lied, dass ich von MaTe gehört hatte), denk ich jedes Mal immer noch, das Basti anfängt, dass Lied zu singen. Is immer noch ein wenig ungewöhnlich, auch wenn MaTe das Lied wirklich toll singt und ich das Lied total liebe


Jörg erzählte uns dann, dass er ganz häufig gefragt werden würde, warum er denn ein Pflaster am Hals trage (hm … ich würd lieber wissen, wo der Ring am Finger herkommt ), ob er damit einen Knutschfleck verstecken würde. Und er würde dann immer ja sagen und von ihren ausschweifenden Orgien mit den ganzen Mädels erzählen. Dann suchte er sich ein paar hübsche Exemplare aus dem Publikum aus (David hatte natürlich wieder Sonderwünsche und wollte eine besondere Dame). Jörg wollte dann wissen, wer sich noch freiwillig melden würde, die ganzen Mädels könnten dann in der Pause zu Benny gehen, der würde ein kleines Vorcasting machen. Dann wurde er wieder ernst und meinte, dass das Pflaster nur ein Mikrofon abdecken würde. Dieses Mikro würde die Laute seiner Kehle übertragen. Aber natürlich kann Jörg noch ein bisschen mehr als nur Laute mit der Kehle machen und demonstrierte uns auch gleich unter Heikos anleitenden Worten zu welchen schlagzeugartigen Lauten die menschliche Stimme fähig ist. Im Gegenzug zeigte uns Jörg dann, was Heiko mit seinen dicken Stimmbändern alles so drauf hat.

Am Ende gingen Heiko und Jörg dann in eine Melodie über, es entstand das „Medley“, dass mit „Seven nation army“ und MaTe in der Hauptstimme startete. Die Melodie ging dann gleich in „Sunny“ mit Sunnyboy David als Hauptsänger über und das dann in „Sweet Dreams“, welches Basti singen durfte. Ich liebe dieses Medley, seit ich es das erste Mal gehört habe. Und ich find's vor allem auch faszinierend, dass die Jungs die Lieder so ineinander übergehen lassen, dass man das Gefühl hat, es sei nie anders gewesen, die Lieder gäbe es nur so. Einfach nur geil *ohohohohohoh sing*


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Nasse Küsse“ und MaTes zweiter Hauptstimme. Wirklich wunderschön das Lied, von der Melodie und vor allem vom Text. Besonders süß find ich ja auch die Idee, die Nebenstimmensänger im Hintergrund mit zwei Kinderschirmchen rumlaufen zu lassen … ein Lied zum Träumen.


Heiko begann nach dem Applaus das nächste Lied und erzählte uns, dass nun „Schluss mit lustig“ sei, denn er hat wirklich die Sch** voll und muss sich bei seinem Lied abreagieren. Aber er trieb es zu bunt bzw. überzog die Zeit, denn nach zwei Minuten, als er gerade so richtig in Fahrt kam, nahm David ihm einfach das Mikro weg. Heiko war sich keiner Schuld bewusst und konnte sich auch nicht an die Abmachung, dass er nur zwei Minuten singen darf, nicht erinnern. Was er in den zwei Minuten machen würde, sei ja seine Sache, aber sie seien ja nicht die U-Bahn Kontrollöre (wobei ich den Zusammenhang aufgrund meines Lachens leider verpasst hab ). Aus Kulanzgründen ließen die Jungs Heiko dann das Lied aber doch beenden. Halbfertige Lieder sind ja auch doof.


Nach diesem Lied wollte David dann aber doch ein paar Dinge über das Publikum wissen und fragte, wer sie denn schon mal gesehen hätte. Er zählte durch und ermittelte im Gegenzug, wer sie denn noch nicht kennen würde. Dann wollte er noch wissen, ob heute jemand nicht ganz freiwillig da wäre. Da meldete sich u. a. ein junger Mann ziemlich weit vorne. David wollte wissen, ob es ihm bisher gefallen würde. Wenn er am Ende noch da wäre, dann hätten sie ihre Sache gut gemacht, und er, David, würde dann ein Bier mit ihm trinken. Der junge Mann fand die Idee gut und blieb tapfer sitzen (naja, so schlimm is es ja auch nich ). David wollte dann eigentlich noch ermitteln, wer denn nicht vorhätte, nochmal ein Konzert von ihnen zu besuchen, aber Paul konnte zum Glück rechtzeitig das Licht ausschalten, sodass David diese Frage nicht beantwortet bekam. Dumm gelaufen …


Als Paul das Licht wieder anmachte, hatten die Voces sich positioniert und es ging super-romantisch mit „Du“ weiter … *schmacht*. Das ist immer eines der Lieder, wo ich einfach nur dasitze und genieße, optisch wie akustisch. Eine gaaaanz, gaaaanz tolles Lied, vor allem live. Mehr gibt’s dazu nich zu sagen, dass muss man genießen!


MaTe vertraute uns dann an, dass Viva Voce seit einiger Zeit versuchen würden, dass Boyband-Image loszuwerden. Optisch würde dass ja ganz gut klappen, immerhin würde Jörg seinen Hut ja nicht wegen seiner wallenden Mähne tragen. Der David, so verriet er uns, würde Anti-Falten-Creme von Uschi Glas benutzen. Und Heiko hätte sogar ein Buch mit dem Titel „Meine Demenz und ich“ geschrieben, dass habe er aber schon wieder vergessen. Lediglich der Basti sei fit geblieben. Das liege daran, dass Basti unglaublich gerne tanzen würde, das würde vielleicht auch an seinem Namen, Hupfer, liegen. Schon zu Knabenchorzeiten habe er darum das Windsbacher Knabenballett, ein Ein-Mann-Ensemble, gegründet. Und weil er immer noch so eine Leidenschaft für kontrarhythmische Bewegung habe, dürfe er die im folgenden Lied mal ausleben.

Stimmt, „I can't dance“ lässt vom Titel schon auf kontrarhythmische Bewegungen schließen. Und so ganz boyband-mäßig war das, was Basti uns vorführt, auch nicht, da hatten sich die Kollegen doch besser gehalten, als MaTe es uns prophezeit hatte, die wären glatt als Backstreet Boys durchgegangen … ein wirklich geiles Lied und ich hatte wieder meinen Augenwurm. Wenn ich die Choreografie noch ein paar Mal sehe, kann ich sie bestimmt auch bald auswendig


Da MaTe uns vorhin schon so viel verraten hatte, machte Heiko mit den Geständnissen weiter und vertraute uns an, dass er nie in Windsbach gewesen und auch gar kein Franke sondern Saarländer sei (Hier ein bedauerndes Ohhhh für Heiko). Er habe sich auch nie vorstellen können, in Bayern zu leben, da hätten die Jungs schon einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen (Franken is ja auch nich Bayern, deswegen war's wahrscheinlich einfacher). Er habe dann auch den Einbürgerungstest gemacht und könne nun fehlerfrei fränkische Spezialitäten wie „Drei im Weggla“ bestellen. Und natürlich könne er auch fast alle Strophen der fränkischen Nationalhymne singen.

Wie um uns das zu beweisen, begannen die Jungs mit der fränkischen Nationalhymne (naja, erstmal suchten sie den passenden Akkord ). Dann klappte es und sie konnten nach der ersten Strophe mit dem „Fräggae“ beginnen, der „etwas“ modernen Version der Frankenhymne – oder soll ich schon sagen, die neue Art, sein fränkisches Feeling auszudrücken. Das Lied war ja vorher ein Lied, in dem Thomas die Hauptstimme gesungen hatte, deshalb finde ich es besonders schön, dass jetzt alle eine Strophe singen, und sich nicht sozusagen einer das Lied unter den Nagel gerissen hat. Und so ist es doch beträchtlich anders als die Version mit Thomas. Aber schön so in dieser Version, gefällt mit sehr, sehr gut. Besonders lustig ist auch, dass die Jungs bei diesem Lied eine fränkische Fahne mit auf der Bühne haben und damit auch fleißig rumschwenken . Nach dem Lied durften die Jungs sich dann in die wohlverdiente Pause verabschieden.


Die zweite Konzerthälfte begann dann mit meinem Lieblingsopener - „You know my name“. Das ist eindeutig auch eines der Lieder, wo ich, wenn jedes Mal mit offenem Mund dasitzen könnte, weil ich es so beeindruckend finde, dass dort ein Instrumentalstück nur mit Stimmbändern dargeboten wird. Wow … vor allem, weil es ein sehr stimmgewaltiges Lied ist. Ein absolutes Erlebnis, das Lied und eines meiner absoluten Highlights (kleine Feinheit – schade, dass Jörg nur noch in einer Liedzeile „You know my name“ singt, ich fand das die letzten Male immer sehr schön und passend).


David begrüßte uns lachend zur zweiten Hälfte und outete sie alle als große James-Bonds-Fans . Das Lied sei aus einem der neueren Bond-Filme, nämlich aus Casino Royal. Das nächste Lied sei ein Lied, dass MaTe sich bei seinem Einstand bei Viva Voce gewünscht hatte. Es sei von seinem Lieblingskünstler, dem Kanadier Gregory Charles.

Und schon fetzten die Jungs mit „Our house“ los. Darin geht es darum, was in einer Woche in einem Haushalt so zwischen einem Mann und einer Frau passieren kann (O-Ton David ). Vielleicht besser, dass das Lied Englisch war … aber ich find es sehr schön und das Lied passt auch voll zu MaTe. Das rockt voll!


Basti erzählte uns dann, dass der MaTe, seit er bei Viva Voce sei, jeden Tag tonnenweise eMails bekommen würde (er nannte denen, die MaTes noch schreiben wollten, dessen eMail-Adresse – damit er wohl noch ein paar Tonnen eMails bekommt ). Da seien ganz viele Fragen dabei, aber seit neustem auch Spam-Mails. Er finde Spam ja total nervig, es würde vor allem auch jeden Tag mehr werden. Man würde ihm dann Pillen aller Farben anbieten oder den großen Fahnenmast für seine Kellerwohnung. Seit zwei Tagen würde ihm auch eine Gisele schreiben, die ihm irgendwas besorgen wollte. Der David würde sich aber mit Spam und Internet viel besser auskennen und davon würde auch das nächste Lied handeln.

Und dann erzählte uns David in „Die Welt ein Dorf“ von seinen Erlebnissen im Word Wide Web. Und was man alles mit einem Klick anstellen kann … mehr verrat ich aber nicht, denn das Lied muss man gehört haben, sonst is ja die ganze Freude weg … das Lied gefällt mir von den neuen Liedern (also die von Tapetenwechsel – frisch gestrichen) am besten, es ist der totale Ohrwurm, macht süchtig und einfach gute Laune. Daumen hoch! Und ich finde, David sollte mehr solche peppige Lieder singen, er hat eindeutig die Stimme dafür (und nicht nur für Schmachtlieder).


Ohne Moderation ging's dann weiter mit „Geschenk“, aber nicht von David gesungen, sondern von Jörg. In dieser Version hab ich das Lied nun auch schon zwei-, dreimal gehört, aber es ist immer noch total ungewöhnlich, vielleicht auch, weil Jörg es total anders singt und man eben das Lied mit David schon ne Weile gehört hat. Ich mag es mittlerweile auch mit Jörg, auch wenn ich wenigstens die ersten Momente immer noch David vermisse. Aber ein tolles Lied .


David erklärte uns dann, dass das vorherige Lied ein Liebeslied gewesen sei (ach neee ). Sie selber seien ja sozusagen in eine bestimmte Frau verliebt. Diese hätte ihnen auch während ihrer Findungsphase den Weg gezeigt. Und deswegen würden sie jetzt auch ein Lied von ihr vorsingen wollen, wahrscheinlich das bekannteste, dass sie je gemacht habe. Basti erzählte uns dann, dass die Dame schon damals zu Knabenchorzeiten in jedem Zimmer zu finden gewesen sei, wo sie lasziv von den Postern an den Wänden heruntergelächelt hätte. Sie war damals schon die Queen of Pop und sei es auch heute noch, obwohl sie im letzten Jahr 50 geworden sei. Ihr Name sei natürlich Madonna. An dieser Stelle gab es verhaltenen Applaus, immerhin waren wir auf einem Viva Voce-Konzert und wollten die Jungs und nicht Madonna sehen. David war ein wenig enttäuscht und meinte, dass man in Bad Vilbel Madonna wohl nicht kennen würde. Da es für sie aber wichtig sei, dass Lied zu singen, sollten wir das einfach durchstehen, das Lied sei auch nicht lang.

OK, wir ergaben uns unserem Schicksal und harrten Madonnas bekanntestem Hit, doch Basti und David konnten sich im „Madonna-Medley“ nicht einigen, ob sie nun „Like a virgin“ oder „Like a prayer“ singen wollten“. Basti war der Meinung, sie hätten beschlossen, heute „Like a virgin“ zu singen, während David erklärte, sie hätten abgemacht, bei keiner oder wenig Reaktion „Like a prayer“ zu singen. Da sie sich auch nach großer Diskussion und befragen der anderen Jungs nicht einigen konnten, begann David einfach mit seinem Lied. Doch das lies Basti sich natürlich nicht gefallen und fiel im ins Wort. Und dann kam es zu einem richtigen Battle an dessen Ende die beiden dann wirklich fast aufeinander losgingen … nur aufgrund des Heldenmutes von Heiko, MaTe und Jörg, die sich zwischen die beiden Streithähne warfen, konnte schlimmeres verhindert werden


David war dann immer noch angepisst und meinte sehr unmotiviert und sauer, dass der Heiko das nächste Lied singen würde. Er, David, würde das Lied ja nicht mögen, das würde aber vielleicht auch an der Person liegen. Aber sie würden dann jetzt durchziehen müssen. Deswegen erzählte er uns auch genervt, dass der Heiko technische Redaktion studiert habe (O-Ton David: Weiß der Teufel, was das is, is aber auch scheißegal). Und in seinem Job habe Heiko ein Lied zuviel gesungen.

Genervt setzte er sich dann auf seine Kiste und Heiko konnte mit „Tach Herr Chef“ beginnen. Und dann erzählte uns Heiko, was er damals gemacht habe (und was wohl dazu geführt hatte, dass er Bass bei Viva Voce werden musste ). Lustig, auch wenn ich aus persönlichen Vorlieben lieber „Kann sein“ gehört hätte … naja *Tscheng tscheng*.


Tja, so meinte Heiko, sei er zu Viva Voce gekommen. Sie würden sich ja auch, so erzählte er weiter, Gedanken über Popmusik im Allgemeinen machen. Dabei sei ihnen aufgefallen, dass die meisten Lieder Liebeslieder seien. Aber da sie nicht alles machen wollen würden, was anderen machten, hätten sie sich überlegt, was ein Lied enthalten müsste, damit sich jeder davon angesprochen fühle. Sie hätten sich auf dieser Suche Hilfe geholt und die Frage an die Cambridge University weitergeben (das sei nicht billig gewesen) und die hätten festgestellt, dass die Lösung sich auf ein Wort reduzieren lasse. Wenn dieses Wort in einem englischen Popsong vorkommen würde sei gewährleistet, dass sich wirklich jeder angesprochen fühle.

Hm, was mag das wohl für ein ominöses Zauberwort sein. Zum Glück klärten uns die Jungs im „Everybody-Medely“ auf und ließen uns nicht im Dunklen stehen. Die Lösung ist ja auch denkbar einfach, jeder fühlt sich von „everybody“ angesprochen und so gab es für uns eine bunte Mischung aus „everybody-Songs“, es sollte sich ja auch wirklich jeder angesprochen fühlen und für jeden etwas dabei sein. Deswegen durfte auch jeder Voce was singen … Ein geiles Lied, bei dem ich nie still sitzen kann. Bei den ganzen tollen Liedern. Nur doof, dass ich manchmal nun auch in andere Richtungen denken muss (ich sag nur „com'on everybody *klatschklatsch* … nein faaaalsch!“ – auch wenn das außer mir wahrscheinlich die wenigsten verstehen werden ).


David wollte danach noch in unserem Klatschen wissen, ob wir Lust auf Rock n'Roll hätten – JAAAAA! Und so begann dank der bereits den ganzen Abend über herrschenden guten Stimmung die Party richtig und das Publikum stand geschlossen auf und feierte bei „Mama Lou“. Das sind so die Momente, wo ich gerne Stehkonzert hätte – naja, war ja fast so, jedenfalls bei dem Lied


David bedankte sich bei uns und meinte, die folgende Moderation würde man Abschlussmoderation nennen. Wir waren natürlich enttäuscht und brachten die Enttäuschung mit einem „Ooooh“ zum Ausdruck. David gefiel das, er ging nochmal zurück, wiederholte seine Worte und ließ uns nochmal „Ooohen“ . Aber so ganz würden sie danach die Bühne ja auch nicht verlassen (ein kleiner Hinweis auf Zugaben ). Aber zuerst würden sie sich bei zwei wichtigen Menschen bedanken, ohne die er Abend nichts geworden wäre, bei Benny und Paul.

Dann begann David mit „Time to say goodbye“, im Original von Andrea Bocelli. Besonders lustig ist ja die Stelle, bei der David den Blinden miemt, sich von den Kollegen an den Bühnenrand führen lässt und ganz auf Opern-Art die letzte Strophe singt. Nachdem sie sich verbeugt hatten, gingen die Jungs dann von der Bühne.


Aber zum Glück gibt es ja Zugaben. Die Jungs kamen nochmal auf die Bühne und Jörg erzählte uns, dass nun ein Lied von einem Künstler, einer Band, ohne die die Welt nicht das wäre, was sie ist, kommen würde. Aber irgendwie rief der Name Modern Talking nicht die erwartete Begeisterung aus. Jörg meinte dann, dass sie vor dem folgenden Lied so viel Respekt gehabt hätten, dass sie sich nicht getraut hätten, es im Original zu covern. Deswegen bräuchten sie nun vier Musikstile von uns und einen von Matthias (der Junge Herr von der Zuschauerbefragung, der auf dem besten Weg war, von David ein Bier spendiert zu bekommen).

Die Musikstile wurden gefunden (unseren Zuruf ignorierte man leider ) und die Jungs begannen „You're my heart, you're my soul“. Heiko durfte dann mit Blues starten und präsentierte uns das Lied mit sehr viel Trompetenbegleitung. Besonders beeindruckend war auch seine Bluescombo im Hintergrund (David, MaTe und Basti), die sich nach jeder Aktion gegenseitig beglückwünschten. Als nächstes war Basti mit Tekkno an der Reihe. Den spektakulärsten Stil hatte jedoch zweifelsohne Jörg, der musste nämlich Zwöltonmusik machen und es hörte sich wortwörtlich schräg an (vielleicht hätte er bei Bodo mal Unterricht nehmen sollen!) - Hammer, einfach superlustig!!! MaTe hatte dann wieder einen konventionelleren Stil – naja, wenn man bei Raggae und dem virtuellen Joint, den er an seine Kollegen weiterreichte, noch von konventionell sprechen kann. Kriminell wäre passender . David musste als letzter dann in seiner Paradedisziplin ran, der Oper. Ich find's ja schade, dass er irgendwie immer nur das singen darf. Er macht das zwar einfach nur geil, aber David kann z.B. auch rocken *Wink mit dem Zaunpfahl geb *.


Aber es blieb nicht bei der einen Zugabe, denn David begann umgehend mit „Volare“ und das Publikum hatte endlich wieder einen Grund, so ein bisschen Stehkonzert-Feeling in den Saal zu bringen. Noch im Intro brach David jedoch lachend ab, denn seine Kollegen zogen im Hintergrund so dermaßen komische Grimassen, dass er nur lachen konnte und sagte: „Das sieht dermaßen scheiße aus“. Böse Jungs, den armen David so aus dem Konzept zu bringen. Dann konnte es aber weitergehen – und wir feiern. Hammer, was da für eine Stimmung herrschte! Die Jungs verbeugten sich und gingen dann von der Bühne ab.


Aber ein letztes Lied gab es noch, denn die Voces kamen nochmal auf die Bühne. Basti bedankte sich für diesen schönen Abend und dankte vor allem auch den Veranstaltern, dass sie hierher hatten kommen dürfen. Sie würden gerne wiederkommen (is zu begrüßen!). Basti erzählte dann, dass sie im nächsten April in Höchst wären, so als nächstes Konzert. Außerdem nannte er uns die Möglichkeit an Spams von ihnen zu kommen. Und den CD-Stand pries er auch gleich an. Des weiteren verriet er, dass sie nachher noch was singen würden. Mit dem folgenden Lied würden sie allen, die noch nach Hause müssten, einen Guten Heimweg wünschen.

Die Jungs stellten sich auf, jedoch brachte ein laut vernehmliches „Hach“ aus dem Publikum selbst die Voces zum Lachen und sie mussten sich erstmal wieder sammeln. Aber dann konnte es ohne Mikros mit „Gute Nacht“ losgehen. Wuuuuunderschön das Lied, so romantisch. Und ein wunderschönes letztes Lied, es ist schön wenn man nach der ganzen Party mit so einem stillen, besinnlichen Lied nach Hause geschickt wird, das macht den Abend einfach schön rund *träum* … !


Dann war das Konzert auch schon vorbei. Aber zum Glück gibt’s ja noch den Afterglow, der diesmal auch sehr besonders war. Erstmal gab's die neue Weihnachts-CD (die war nämlich irgendwie überraschend kurz vorher mit der Post gekommen und die Jungs hielten sie im Afterglow auch das erste mal selbst in der Hand). Und es gab noch was besonderes. Denn Chrissy war im Publikum gewesen. Er wurde dann überredet, mit den anderen noch „Berühmt“ zu singen. Da aber Thomas aus der damaligen Formation nicht dabei gewesen war, mussten entweder MaTe oder Basti als Ersatz ran. Sie wurden beide noch schnell gecoacht und durften dann beide mitmachen. Und dann gab's tatsächlich das Lied zu sechst!!!! Geil, geil, geil! Ich fand das Lied ja schon in Dennenlohe einfach geil (10 Jahre Viva Voce im Jahr 2008), aber das war noch besser, so zu sechst! Eigentlich mein Highlight des Abends



27.10.09 17:43

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