GlasBlasSing Quintett in Öhringen (23.02.2010) (Keine Macht den Dosen!)

Kleine Vorbemerkung: Ich kenne die offiziellen Titel der Lieder nicht und hab deswegen meistens geraten. Wenn also jemand die richtigen Titel kennt, darf er sie mir gerne verraten und ich änder den Bericht  
 
 
Am 23.02.2010 gab's für mich das dritte „Keine Macht den Dosen“ und das letzte bis Mai - ein Grund mehr, das Konzert in vollen Zügen zu genießen. Dazu hat aber auch die Halle in Öhringen beigetragen. Sie verströmte zwar nur Sporthallen-Flair, aber es gab schöne Vierertische, auf den schön mit Blumen und Kerze dekoriert worden war.
 
Aber nun zum wichtigen Teil . Um 20 Uhr ging's endlich los und das GlasBlasSing Quintett kam in Fräcken auf die Bühne. Richtig ungewohnt sieht das aus, ist man doch sonst nur die bunten Hemden gewöhnt. Aber schick is es
… passend zu den Fräcken gab es auch gediegene Musik, nämlich von Beethoven. Die Jungs bliesen und ploppten uns die „Fünfte Symphonie“ vor. Das find ich jedes Mal wieder beeindruckend, weil es doch ein Stück ist, dass man nach dem ersten Programm nicht unbedingt von den Jungs erwartet hätte. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass es bei den Neuhörern doch den einen oder anderen gibt, der sich bei so einer Konzerteröffnung denkt: Mist, die machen ja Klassik, sowas wollt ich mir doch garnicht anschauen … Alles in allem sowieso ein wunderschönes Lied, bei dem das GlasBlasSing Quintett zeigt, dass hier die Meister auf den Flaschen ein Lied des Meisters spielen.

Nach dem Lied begrüßte uns Endie bei „Keine Macht den Dosen“. Dies sei ihr zweites abendfüllendes Programm, bei dem sie das Konzept der Flaschenmusik weiterführen und verfeinern würden. Sie würden sich freuen, dass der Saal heute voll sei, was sicher auch an der geschickten Betischung und Bestuhlung läge (also ICH fand's schön so). Er erzählte uns dann, was uns an dem heutigen Abend erwarten würde, denn sie würden tuten, ploppen, klimpern, singen und noch einiges mehr. Außerdem können wir auch was gewinnen, aber nicht nur materielle Dinge sondern auch Erkenntnisse. Er wollte noch weiter fortfahren, aber Peter klimperte im Hintergrund gelangweilt mit den Flaschen und setzte sich eine Sonnenbrille auf. Das ärgerte Endie doch ein bisschen und er wollte von Peter wissen, was er den gerade gesagt habe. Der gab zu, nicht zugehört zu haben und murmelte was von Dosen. Endie berichtigte und meinte, dass es um Flaschen und vor allem um Weiterentwicklung ginge. Und dazu würde es doch gar nicht passen, dass er, Peter, eine Sonnenbrille trage. Das sei nun wirklich im ersten Programm ausgereizt worden, als er bei jedem Lied eine andere Sonnenbrille getragen habe.

Peter setzte die Sonnenbrille dann widerwillig ab und es konnte weitergehen mit „Mein kleines grünes Fläschchen“. Peter erzählte uns darin von seinem ständigen Begleiter, dem kleinen grünen Fläschchen. Auch bei diesem Lied handelt es sich, was die Musik betrifft, um eine Coverversion. Im Original handelt das Lied nämlich von einem Kaktus und wurde von den Comedian Harmonists gesungen. Aber die Jungs haben das wahrlich würdig adaptiert. Man könnte fast meinen, das Lied habe schon immer von Flaschen gehandelt

Frank meinte nach dem Lied, das sei ja schon nicht schlecht gewesen – von ihnen (wie war das mit dem Eigenlob ?). Frank erklärte uns, während sich die anderen ihrer (mit Klettverschluss festgemachten und über die normalen Bühnenklamotten gezogenen) Fräcke entledigte, dass bei ihnen aufgrund des Instrumentenwechsels zwischen den Liedern immer Pausen entstehen würden. Wenn wir das merken würden, sollten wir doch einfach ein bisschen länger klatschen, das habe sich bereits im ersten Programm bewährt. Er wollte dann auch gleich wissen, wer den bereits das erste Programm gesehen habe. Ein paar waren es schon. Nun sollte es aber mit dem nächsten Lied weiter gehen und Frank überließ Peter das Wort. Doch der schüttelte nur traurig den Kopf und meinte, es gehe nicht. Also musste Endie uns erklären, was Peter so bedrückt. Es handelte sich, wie kann es anders sein, um eine unglückliche Liebe. Peter könne nicht drüber sprechen, aber drüber singen. Und deswegen hätten sie in Zusammenarbeit mit seinen Therapeuten das folgende Lied entwickelt und würden nun hoffen, dass es Peter so gelänge, sein Trauma zu überwinden.

Und so erzählte uns Peter von seiner alten, verflossenen Liebe, „Monika“. Es ist eine wirklich tragische Geschichte mit wahrlich überraschendem Ende, denn nicht ist so, wie es am Anfang scheint. Und vor allem Monika ist nicht die, für die man sie hält … ein wirklich tolles Lied, im Original von Umberto Tozzi mit dem Titel „Ti amo“. Ich muss ja ganz ehrlich bekennen, dass ich besonders mag, dass Endie in dem Lied Mundschlagzeug macht . Und die Wendungen in dem Lied und vor allem die spätere musikalische Erkenntnis, wer Monika ist … nein, ich verrat mal nich mehr, das muss man sehen und hören .

Nach dem Lied klappte auch die Sache mit dem Applaus ganz super. Möhre erklärte uns nun, dass sie beim neuen Programm nicht alles neu gemacht hätten, einiges Altes, Bewährtes, sei auch erhalten geblieben, beispielsweise ihre bunten Hemden. Aber auch einer anderen Tradition seinen sie gefolgt: Ein GlasBlasSing Quintett-Programm ohne Elvis-Song, dass sei einfach unvorstellbar. Und nun durfte Peter auch endlich seine Sonnenbrille aufsetzen. Er freute sich darüber so, dass er viel zu schnell einzählen wollte.

Aber, so Endie, „Devil in disguise“ sein ein getragenes Lied und so zählte er viel langsamer ein. Getragen gilt aber nur für die Strophen, im Refrain geht das Lied nämlich voll ab. Bis sich das mitten im Lied umkehrt, was sich einfach sehr lustig anhört. Besonders gelungen find ich ja auch die Übersetzung in anderen Sprachen am Ende des Liedes, wie beispielsweise ins Deutsche. Denn eins is klar, der „Devil in disguise“ kann nur der „Teufel im Kostüm von Norbert Blüm“ sein.

Nach dem Applaus erzählte uns Endie, das sie letztens einen Zeitungsbericht gelesen hätten, in dem kritisiert worden sei, dass es in ihren eigenen Texten immer nur um Bier oder ums Saufen gehen würde. Das hätte sie sehr empört, sie hätten ihre alten Texte nochmal angeschaut und müssten dem Autor an dieser Stelle recht geben. Ein neues Thema musste also her. Sie hätten sich in einer Berghütte eingeschlossen und dort über ein neues tragfähiges Thema nachgedacht. Das hätten sie auch gefunden: Tiere (das Publikum fand das übrigens sehr lustig, wahrscheinlich konnten sie sich nicht vorstellen, dass gerade das ein tragfähiges Thema sein könnte). Im nächsten Lied würde es um einen Vogel gehen, und zwar den frühen (also den mit dem Wurm). Diesem Vogel würde übel mitgespielt werden.

Und wirklich, „Der frühe Vogel“ hat im nächsten Lied viel zu erleiden, denn der Wurm, den er fangen will, hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Ein wirklich wunder-, wunderschönes Lied. Eine wunderbar leichte Melodie, ein schön durchdachter Text. Kurz, mein absoluter Favorit aus dem neuen Programm, vor allem auch, weil ich Endie so gerne singen höre. Ganz großes Kino. So macht das Thema Tiere Spaß . Für mich neu war an dieser Stelle die kurz vor Ende eingebaute Choreographie zum Refrain, in der die Jungs den frühen Vogel, das Nichtverstehen der Welt und einige andere Dinge verbildlichten. Damit auch wirklich jeder versteht, worum es in dem Lied geht … Aber sehr schön anzusehen.

Peter baute nun einen kleinen geheimnisvollen Kasten auf. Endie und Fritze erzählten uns, dass sie durch diesen Kasten nun erstmal überflüssig seien, sie würden aus dem Grund mal zu uns runterkommen. Endie beruhigte uns aber gleich, wir müssten nun nicht wie im ersten Programm mit ihnen ein Lied spielen – in Zeiten der Vogel- und Schweinegrippe seien sie davon doch ein wenig abgekommen. Aber er wolle uns schnell erklären, was es mit dem geheimnisvolle Kasten auf sich habe. Es würde sich um ein Loop-Gerät handeln, das die Geräusche, die in das dazugehörige Mikrofon (das mit der Halskrause ) gegeben würden, aufzeichnen würde, die Peter bei Drücken des richtigen Knopfes zu momentan gemachten Geräuschen dazuschalten könne. Also eigentlich ganz einfach – wenn Peter es richtig anstellt, können beispielsweise 10 Glasbläser auf der Bühne sein – jedenfalls klanglich gesehen. Fritze seinerseits nütze Endies Erklärung, das Publikum näher kennen zu lernen und schüttelte zahlreiche Hände und meinte dann, dass Frank und Möhre bei dieser ganzen Theorie das Loop-Gerät vielleicht mal praktisch vorführen sollten.Taten die beiden dann auch mit einem Beispiel und dann wurde es erst, denn die Jungs starteten die Lieder-Raterunde (mit neuen Liedern). Die beiden Gewinner bekamen auf der Stelle ein Instrument und qualifizierten sich für die zweite Runde.

Nach dem gebührenden Applaus für die Gewinner ging's weiter mit „Body Art“. Peter definierte uns erstmal lexikonreif, was wie uns unter Body Art denn überhaupt vorzustellen hätten. Dann setzten die anderen Jungs mit der Melodie ein und Peter brachte uns verschiedene Arten von Body Art näher. Ich mag das Lied einfach, vor allem die Melodie ist so eingängig. Einfach schön :-) .

Danach erzählte Möhre uns, dass das große Instrument, dass er vor sich stehen habe, die Wasserspender-Bass-Drum sei. Sie wollten sie eigentlich schon im ersten Programm zum Einsatz bringen, aber das habe nicht geklappt, da sie es erst jetzt geschafft hätten, die Flasche auszutrinken. Die Wasserspender-Bass-Drum hätte auch noch einen Kumpel mitgebracht, die Wasserspender-Cymbal-to-go und wie sich die beiden zusammen anhören würde, würde er uns im nächsten Lied demonstrieren.

Möhre begann mit „Bottle Drum“, doch bevor Peter mit singen begann, setzte er sich um Möhre jeweils noch eine herzförmige Sonnenbrille (Peter natürlich in rosa und Möhre in rot) auf. Aber das Lied hat natürlich noch andere optische Anreize zu bieten. Besonders gelungen finde ich den Kästen-Percussion-Teil, bei dem Frank, Fritze und Endie auf halben Bierkästen Musik machen. Man kann die nämlich z.B. deren Griff rein und rausziehen, auf die draufhauen und sich draufsetzen – und alles ergibt wunderbar rhythmische Geräusche . Ein, gerade was die Choreographie und auch die Kreativität angeht überaus gelungenes Lied, das sich bei Publikum immer größter Beliebtheit erfreut – vielleicht liegt's auch einfach daran, dass das Publikum das Lied (ein bisschen anders) aus dem Radio kennt ;-) .

Ohne Moderation ging's mit dem nächsten Lied weiter, die Jungs bauten während des Applauses noch fix auf. Endie und Fritze standen nun am Ploppflaschen-Brett und ploppten mit vier Daumen munter drauf los und nach dem Intro war klar, dass nun nur der „Türkischer Marsch“ von Mozart kommen konnte. Hammer … grad bei solchen Stücken sitze ich immer wieder staunend mit offenem Mund da. Das Kunst von Können kommt, sollte hiermit ja eindeutig bewiesen sein! Einfach nur beeindruckend, das Lied. Und ich mag diesen Kontrast zwischen zeitgenössischen Stücken und Klassik sowieso total, weil man es einfach nicht erwartet und doch beides schön ist. Das ist auch das, was mit am neuen Programm so gefällt, dieser Kontrast.

Nun kam die Stelle, an der ich eigentlich auf Muckerstarre eingestellt war, aber die hatte sich ja in die zweite Hälfte verdrückt. Also ging's ohne Moderation weiter mit „15 Minuten“, in dem uns Peter erzählt, was man alles in 15 Minuten erledigen kann. Ein wirklich lässiges Lied, vor allem was die Melodie angeht (Endie spielt übrigens die Trommel ). Ich mag dieses Lied wirklich, vor allem ist gerade das Intro voll der Ohrwurm. Alles in allem eine wirklich charmante Art, die Pause einzuläuten, die folgte nun für 15 Minuten (oder auch zwei, drei mehr ).

Nach der Pause kam erstmal nur Peter auf die Bühne und zählte das nächste Lied ein. Nach und nach kamen die anderen auf die Bühne und setzten mit ihren Flaschen ein und die Melodie baute sich zu Brahms Stück mit dem Titel „Ungarischer Tanz Nr. 5“ auf (was man nicht alles für Sätze baut, um der deutschen Grammatik gerecht zu werden *seuft*). Einige der Töne klangen dabei allerdings so schräg, dass Endie lachen musste und dann gab's gar keinen Ton mehr. Wie stellte er so treffend nach dem Lied fest: „ Wir hätten die Fläschchen vor dem Konzert doch noch mal stimmen sollen“ - Recht hat er! Trotzdem eine wundervolle Darstellung eines wundervollen Stücks

Peters erste Handlung nach dem wohlverdienten Applaus war, sich und den anderen schwarze Sonnenbrillen aufzusetzen. Endie war davon ein wenig genervt (warum eigentlich – es sah doch bei allen fünf äußerst chic und schnittig aus!) und erzählte uns, dass es im nächsten Lied um das Phänomen der Muckerstarre gehen solle. Endie erklärte das dann lang und breit, bis Fritze ihn unterbrach und meinte, es würde schlicht und einfach um Rockmusiker gehen, die saufen und deswegen am nächsten Tag halbtot in der Ecke liegen würden. So wie sie eben vor 30 Jahren . Heute, so Endie, würden sie aber Kleinkunst machen, wobei der eine eher der Künstler und der andere klein sei (dabei folgte ein bedeutungsschwerer Blick zu Fritze).

Da der dies zum Glück nicht so ganz verstand, konnten die Jungs mit „Muckerstarre“ beginnen. Peter und erzählte uns von Tag nach der durchzechten Nacht. Jaja, die Muckerstarre ist ein hartes Los – der Arme. Alles in allem ein nettes Lied mit einer wahrlich netten Idee dahinter, aber trotzdem – so ganz vom Sitz haut es mich leider nicht.

Ohne Moderation ging's dann weiter mit einem dem „Fanta-4-Medley“. Endie schilderte Peter darin den tragischen Verlust seiner Lieblingsflasche. Eine wirklich tragische Geschichte. Ich mag Die Fantastischen Vier sehr und so ist es natürlich besonders schön, dass die Jungs die Lieder so gelungen aufgegriffen und umgesetzt haben. Auch wenn es sich nicht danach anhört, ist bei dem Lied auch alles „live“, was die Jungs in genau dem Augenblick nicht machen haben sie mit dem Loop-Gerät vorher aufgezeichnet und spielen es dann ein. Wow – eines meiner Highlights des Abends. Einfach nur geil!

Weiter ging's dann mit dem Thema des Abends: Tiere. Endie erzählte uns, dass er letztens aus ihrem Badezimmer ein seltsames Geräusch gehört habe. Er habe sich gefragt, wer denn da sein Fahrrad aufpumpen würde, habe nachgeschaut, aber nur den Kater gesehen, der im Katzenklo sein Geschäft verscharrte. Wenn man nun das Bild des Katers mit dem des Fahrrades zusammenbauen würde, würde das folgende Lied dabei herauskommen.

Und so erzählte er uns im folgenden Lied mit dem Titel „Der kleine Katzenmann“ von seinem Haustier, dass in seiner Fantasie mit seinem Katzenrad durch seine Wohnung saust. Ich muss ganz ehrlich zugeben, beim ersten Hören des Liedes hab ich mich allen Ernstes gefragt, wie viele Cis Null der Verfasser dieses Liedes beim Komponieren hergestellt hatte, aber schon beim zweiten Hören hatte sich der Kater in mein Herz gefahren – also Daumen hoch für dieses leicht durchgeknalltes Lied mit Ohrwurmqualitäten .

Frank verriet uns noch, dass der kleine Katzenmann schon für die Tour de chat (die Tour für die Katz) trainieren würde, die sei in Frankreich. Verständigung sei für so ein Tier ja gar kein Problem, ganz anders bei den Menschen. Sie würden versuchen, mit ihrem nächsten Lied ein wenig zur Völkerverständigung beizutragen. Das Lied sei nämlich in einer fremden Sprache verfasst, die sie auch nicht in der Schule gelernt hätten. Sie würden sie also auch nicht so richtig beherrschen, sie hätten es aber trotzdem gewagt. Das nächste Lied sei auf Bayrisch und es würde um eine ganz alltägliche Geschichte wie jeder sie kennen würde, gehen. Da sie diese Sprache, wie Frank ja gestanden hatte, nicht als Muttersprache beherrschten, mussten sich Möhre, Peter und Endie noch gesondert vorbereiten. Neben original bayrischen Stühlen hatten sie zur Sicherheit auch den Songtext dabei, den Endie auf einen Notenständer stellte. Sie fingen an zu singen, doch man konnte sie nicht verstehen.

Nachdem Endie jedoch das Blatt um 180 Grad gedreht hatte, konnte man auch den „Bayrischen Song“ verstehen – obwohl er auch für die Meisten im Öhringer Publikum in einer Fremdsprache sein dürfte . Ich find die Idee und die Umsetzung ja ganz nett – aber trotzdem, ich mag dieses Lied einfach nicht sonderlich, liegt vielleicht an der Musikrichtung, in der das Lied verfasst ist. Es is einfach nich mein Ding, soll auch mal beim GlasBlasSing Quintett vorkommen .

Endie warnte nun die zwei Gewinner vom ersten Teil vor, sie müssten jetzt nochmal ran (naja, der eine Teilnehmer war neu, weil die eine Gewinnerin aus Teil 1 aus Fairness-Gründen nicht antrat – sie kannte nämlich das Medley bereits mehr als gut und durfte dafür nachher die fehlenden Stücke nennen ). Endie kündigte ein Medley an, bei dem die Teilnehmer so viele Lieder wie möglich erraten müssten.

Nun folgte „Ein bunter Strauß Westermelodien“ und immer wieder ging ein Lachen oder ein erstauntes „Ahhh“ durch den Raum, als der eine oder andere eine Melodie erkannte. Letzendlich gab's einen klaren Sieger und Endie konnte den Werbeblog einläuten und die Preise für den Gewinner erklären .

Fritze verriet uns dann, dass sie das nächste Lied von ihrem Kollegen Bodo Wartke geklaut hätten. Bodo Wartke würde immer Lieder über Frauen schreiben. Es gäbe da beispielsweise Lieder über Andrea, Claudia, Verena, Ecetera (ach, die Dame kenn ich noch gar nich ). Er würde damit immer super bei den Frauen ankommen. Das GlasBlasSing Quintett hätte deshalb beschlossen, die Idee auch aufzugreifen, aber da sie zu fünft seien, bräuchten sie auch fünf Frauen im Lied. Und damit der Bodo nicht so schnell merken würde, dass sie sein Konzept geklaut hätten, hätten sie Nachnamen genommen.

Und so durfte jeder der fünf in „Frau Müller“ seinen Lieblingsnamen und die betreffenden Eigenschaften der besungenen Dame nennen. Nur Fritze konnte sich mit einer Dame nicht begnügen, er brauchte drei – sicher um die Trefferquote zu erhöhen . Bei diesem Lied wird übrigens ein besonderes Instrument benutzt, dass von zwei Glasbläser gespielt werden muss.

Nach dem Lied versuchten Fritze und Endie herauszufinden, wie denn so ihre Trefferquote sei. Doch weder Müller, Maier, Schulze oder Lehmann befanden sich im Saal. Die Jungs waren so geknickt, sie hätten sich auch mit Männer mit diesem Nachnamen begnügt (aha … ). Letztendlich konnte Endie zu Glück aber notieren, dass dieses Lied zu „no bad vibrations“ geführt hatte *puh*.

Deswegen passte das nächste Lied, „Good vibrations“ von den Beach Boys auch wunderbar zum weiteren Programm, es war ja immerhin trotz der missglückten Suche alles im Lot. Ich muss bekennen, dass ist mein absoluter Favorit aus „Keine Macht den Dosen“: Ich liebe dieses Lied schon von den Beach Boys, weil es einfach so ein Gute-Laune-Lied ist, aber diese Version ist einfach nur göttlich! Ich sitz jedes Mal einfach nur da und freu mich so dermaßen, das Lied zu hören! Einfach nur geil!!!

Während die anderen bereits mit der Melodie des nächsten anfingen, versetzte Fritze uns an den Ort des nächsten Songs, einen Strand, wo wir mit unserer Liebsten/unserem Liebsten spazieren gehen würden.

Da das nächste Lied aber bezeichnenderweise vom „Schluss“ handelt, kann man sich fast denken, dass so ein kleines bisschen das Happy End fehlt … naja, so fetzig wie die Melodie wird, kann man sich eigentlich auch denken, dass das keine Liebesschnulze wird. Das einzig doofe an diesem tollen Lied ist – es bedeutet das Ende des zweiten Konzertteils, mehr als die Zugaben kommen nun nich mehr .

Nach dem Lied gingen die Jungs von der Bühne, kamen aber nochmal zu einer Zugabe auf die Bühne. Erstmal machte Frank ein Foto vom Publikum und Endie erklärte, dass man dieses auf ihrer Homepage finden könne. Da gäbe es auch ein Gästebuch, in dem man den Abend bewerten könne. Sie selbst würden dass in ihrem Tagebuch machen. Frank machte derweilen im Hintergrund Lockerungsübungen. Das, so erklärte uns Endie, liege daran, dass Frank im nächsten Lied die Plastikflaschentuba spielen müsse und das sei Schwerstarbeit. Um die Plastikflaschentuba spielen zu können, bräuchte man eigentlich die Konstitution eines Tiefseetauchers. Der Frank habe die aber nachweislich nich, deswegen müssten wir ihn durch unsere Rufe unterstützen, sodass sie das Lied heute endlich einmal ganz durchspielen könnten.

Natürlich wollten wir Frank helfen und so begannen die Jungs mit „Viva Las Vegas“. Peter wollte gleich nach den ersten Tönen wissen, ob Frank denn noch könne. Da ging es noch, aber im Verlauf des ersten Refrains schwanden Frank die Kräfte. Durch unser „Zieh Frank“ konnten wir ihn wieder einigermaßen mobilisieren, doch so ganz schaffte er das Ende des Liedes nicht, denn Endie musste ihn am Schlafittchen gepackt vor sein Mikro halten, sonst wäre der Arme auf offener Bühne zusammengebrochen .

Endie warnte uns vor dem letzten Lied, da müssten wir mitmachen. Das Lied sei in der ersten Strophe so ein wenig traurig, werde im ersten Refrain dann aber so richtig knuffig. Das sei dann der Zeitpunkt, ab dem wir schunkeln und mitsingen sollten, so dass wir am Ende des Abends nochmal schön mit ihnen transzendieren könnten. Aber bevor es losgehen konnte, musste er noch die Ukulele stimmen, da war mal wieder Wasser ausgelaufen (irgendwie bei allen meinen „Keine Macht den Dosen“-Besuchen – vielleicht sollte man die Ukulele einfach nich zu den Flaschen tun, dann kan nix auslaufen ).

Dann aber konnte es losgehen mit „Wer Abschied nimmt“. Wir schunkelten, sangen mit und transzendierten glücklich gemeinsam mit dem GlasBlasSing Quintett. Leider war das Konzert dann schon vorbei und die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen und nach Hause zu fahren – schade eigentlich, ich hätt gern noch ein paar Stündchen Musik gehabt .

 

Fazit: ich will mehr - und vor allem nich bis Mai warten ;

1.4.10 11:52

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